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  • @Christian Ludwig: Das Video hat ganz schön die Runde gemacht, und wurde auf zahlreichen Internetseiten gezeigt. Ich bin recht sicher, dass es Eciton burchellii zeigt. Wahrscheinlich ist es nicht gestellt; E. burchellii sind nicht so gut Kletterer, und können nur schlecht kopfüber laufen. Eine wahrscheinlich anfänglich angelegte, gerade ausgerichtete Brücke ist dann immer weiter heruntergerutscht, und wurde immer weiter von Arbeiterinnen gestärkt. So kam vermutlich diese seltsame Form zustande. Hab ich aber auch noch nie gesehen...

    Hier ein paar tolle Videos von dem berühmten Ameisenfroscher Jack Longino. Er hat eine lebene Kolonie von den äußerst coolen Schnappkieferameisen Acanthognathus ocellatus gefunden, und versucht sie zu halten. Dabei hat er Videoaufnahmen von deren spannenden Verhaltensweisen gemacht:





    Nächste Woche werde ich nach Französisch Guayana an dem Ant Course teilnehmen, wo Jack Longino einer der Lehrer sein wird. Ich bin schon sehr gespannt! Vielleicht gelingt es mir auch mal, eine Acanthognathus Kolonie zu sammeln - bisher habe ich nur wenige Arbeiterinnen im Freiland gesehen (allerdings "nur" die häufigere Acanthognathus teledectus).

    Grüße, Phil
  • Hier ein Video von der winzigen Discothyrea, die ich in Ecuador gefilmt habe. Die Antennen sind so groß und dick, dass man kaum erahnen kann, dass es sich hier tatsächlich um eine Ameise handelt.



    Grüße, Phil
  • Einige schöne Videoaufnahmen, aber die gezeigten Ameisen sind Carebara (ehemals Pheidologeton), also keine Treiberameisen im klassischen Sinne. Sie haben zwar einen nomadischen Lebensstil, aber die anderen Eigenschaften sind untypisch für Treiber (z.B. Polygynie und claustrale Koloniengründung). Sie sind nahe verwandt mit Feuerameisen (Solenopsis), und nicht mit klassischen Treiberameisen (Unterfamilie Dorylinae, in Asien Gattung Aenictus und Dorylus).

    Grüße, Phil
  • Dies sind ein paar Aufnahmen von einer UN-Exkursion in den Regenwald Thailands, genauer gesagt in den "Western Forest Complex". Es handelt sich dabei um ein System von miteinander verbundenen Schutzgebieten im Westen Thailands, zwölf Nationalparks und sieben Wildschutzgebiete. Mit einer Fläche von 18.730 Quadratkilometern bilden sie eines der größten zusammenhängenden Waldschutzgebiete Südostasiens. Einer der Exkursionsteilnehmer hat danach ein kurzes Video zusammengeschnitten: "Army Ants and Biodiversity".

  • Ein Video von mir, dass die häufige Pachycondyla harpax beim Schäumen zeigt. Das Schäumen dient zur Verteidigung gegen andere Ameisen, und kommt auch bei mindestens einer weiteren Pachycondyla Art (P. striata) vor, sowie bei einigen (allen?) asiatischen Pseudoneoponera.
    Wahrscheinlich funktioniert es so, dass Gift aus der Giftdrüse abgegeben wird, und die darin enthaltenen Proteine an der Luft oxidieren. Man weiß aber erschreckend wenig darüber!



    Grüße, Phil