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  • Interessante Evolutionsforschung. Deutsche Wissenschaftler haben Fossilien von parasitischen Schlupfwespen entdeckt und konnten beweisen, dass das Verhältnis zwischen der parasitischen Wespe und den Wirtsorganismen ein uraltes Phänomen ist. Das war sicher auch vorher nicht strittig, jetzt aber konnten mit neuen bildgebenden Verfahren Fossilien besser untersucht und dargestellt werden.

    tagesschau.de/inland/fossile-schlupfwespen-101.html

    LG, Frank.
  • Ziemlich coole Entdeckung aus Japan: Die weltweit wahrscheinlich zweite ausschließlich in Höhlen vorkommende Ameisenart der Welt! Die Ameisenart hat anscheinend eine Vorliebe für Fledermaus-Kot, aber viel weiß man nicht über ihre Biologie. Die Entdecker nannten sie Aphaenogaster gamagumayaa, was im lokalen Japanischen Dialekt soviel heißt wie 'Höhenbewohnender Einsiedler'.

    N. Taka & M. Maruyama (2018): Aphaenogaster gamagumayaa sp. nov.: the first troglobiotic ant from Japan(Hymenoptera: Formicidae: Myrmicinae)
    mapress.com/j/zt/article/view/zootaxa.4450.1.10/15463

    Grüße, Phil
  • Lange mussten wir darauf warten, aber jetzt ist es endlich vollbracht. Schon seit sehr langer Zeit weiß man, dass Messor 'structor' aus mehr als einer Art besteht. Eine Gruppe von Taxonomen haben sich daran gemacht, diese Art zu überarbeiten; da die Morphologie sehr variabel ist, wurden viele weitere Merkmale hinzuzogen: Die Ökologie, Wolbachia-Bakterien (symbiontische Bakterien die in den Ameisen leben) und DNA-Untersuchungen. Sie kamen zum Schluss, dass sich 5 Arten hinter der früheren Messor structur verbergen.

    Die Arten heißen:
    Messor structor
    Messor ibericus (ursprünglich beschrieben von Santschi 1933)
    Messor muticus (ursprünglich beschrieben von Nylander 1849)
    Messor ponticus (neue Art)
    Messor macarthuri (neue Art)

    Das Vorkommen in Deutschland gehört interessanter Weise zur Art Messor ibericus; sie ist außerdem in zahlreichen anderen Europäsischen Ländern vertreten (Spanien, Griechenland, Frankreich, Italien, Bulgarien, Rumänien, Slowenien, Kroatien und Schweit).

    Das Vorkommen in Österreich hingegen gehört zur 'echten' Messor structor, und ist sonst auch in Bulgarien, Tschechien, Frankreich, Ungarn, Rumänien und Slowenien zu finden.


    Steiner et al. (2018): Turning one into five: Integrative taxonomy uncovers complex evolution of cryptic species in the harvester ant Messor "structor"
    sciencedirect.com/science/article/pii/S1055790317305523
  • Explodierende Ameisen? Die Ameisenart Colobopsis explodens wurde genauer erforscht und es wurde am Donnerstag (19.04.2018) eine interessante Studie veröffentlicht: "Colobopsis explodens sp. n., model species for studies on “exploding ants” (Hymenoptera, Formicidae), with biological notes and first illustrations of males of the Colobopsis cylindrica group".

    Abstract:

    A taxonomic description of all castes of Colobopsis explodens Laciny & Zettel, sp. n. from Borneo, Thailand, and Malaysia is provided, which serves as a model species for biological studies on “exploding ants” in Southeast Asia. The new species is a member of the Colobopsis cylindrica (COCY) group and falls into a species complex that has been repeatedly summarized under the name Colobopsis saundersi (Emery, 1889) (formerly Camponotus saundersi). The COCY species group is known under its vernacular name “exploding ants” for a unique behaviour: during territorial combat, workers of some species sacrifice themselves by rupturing their gaster and releasing sticky and irritant contents of their hypertrophied mandibular gland reservoirs to kill or repel rivals. This study includes first illustrations and morphometric characterizations of males of the COCY group: Colobopsis explodens Laciny & Zettel, sp. n. and Colobopsis badia (Smith, 1857). Characters of male genitalia and external morphology are compared with other selected taxa of Camponotini. Preliminary notes on the biology of C. explodens Laciny & Zettel, sp. n. are provided. To fix the species identity of the closely related C. badia, a lectotype from Singapore is designated. The following taxonomic changes within the C. saundersi complex are proposed: Colobopsis solenobia (Menozzi, 1926), syn. n. and Colobopsis trieterica (Menozzi, 1926), syn. n. are synonymized with Colobopsis corallina Roger, 1863, a common endemic species of the Philippines. Colobopsis saginata Stitz, 1925, stat. n., hitherto a subspecies of C. badia, is raised to species level.
    (Quelle: ZooKeys: „Colobopsis explodens sp. n., model species for studies on “exploding ants” (Hymenoptera, Formicidae), with biological notes and first illustrations of males of the Colobopsis cylindrica group“, in: Internetseite, ZooKeys 751: 1-40, 2018, URL: zookeys.pensoft.net/article/22661/list/1/, Abruf 21.04.2018)

    Hier zum Link! (Übrigens fand ich es leichter die PDF Version zu lesen, die kann man sich oben rechts herunterladen.)

    Gruß, Olaf
  • Diesen interessanten Artikel über gleichgeschlechtliches Zusammenleben von männlichen Termiten in Japan habe ich im Internet gefunden: „Schwule Männchen gibt es auch bei Termiten - Soziale Insekten bilden Männerpaare als alternative Überlebensstrategie“

    Redaktion scinexx.de schrieb:

    Schwul als Chance: Bei japanischen Termiten gibt es homosexuelle Paare aus zwei Männchen, wie Biologen entdeckt haben. Diese Männchen bauen gemeinsam ein Nest und paaren sich auch miteinander. Zwar können sie mangels Nachkommen keine Kolonie gründen, aber sie überleben immerhin länger als die reinen Junggesellen, wie die Forscher berichten. Allerdings: Bekommen sie die Chance, entern diese Paare benachbarte Jungkolonien und einer der beiden wird neuer König.
    (Quelle: Redaktion scinexx.de: „Schwule Männchen gibt es auch bei Termiten - Soziale Insekten bilden Männerpaare als alternative Überlebensstrategie“, in: Internetseite scinexx.de, 22.08.2016, URL: scinexx.de/wissen-aktuell-20529-2016-08-22.html, Abruf am 01.04.2018)

    Link zum Weiterlesen: Schwule Männchen bei Termiten

    Gruß, Olaf
  • Spannend: Zum allerersten Mal wurde bei Termiten das König(innen)-Pheromon beschrieben!
    Und zwar bei Reticulitermes flavipes, einer häufigen Termitenart in Nordamerika (die aber auch invasiv z.B. in Deutschland zu finden ist). Die Arbeiter und Arbeiterinnen der Termiten zeigen ein interesssantes "Schüttelverhalten" wenn sie auch die Königin treffen. Nach chemischer Analyse kamen die Forscher zum Schluss, dass als Signal der kutikulare Kohlenwasserstoff Heneicosan (n-21) dafür verantwortlich ist. Das Verhalten wird auch ausgelöst, wenn künstlich hergestellt diese Substanz auf einen Dummi (Glasperle) aufgetragen wird.

    Warum ist das so spannend? Auch bei Ameisen, Wespen und Bienen dienen kutikuläre Kohlenwasserstoffe zur Unterscheidung von Kasten, obwohl sie überhaupt nicht näher mit Termiten verwandt sind. Es hat sich also konvergent in Hautflüglern und Termiten dieser Mechanismus entwickelt.

    Colin F. Funaro, Katalin Böröczky, Edward L. Vargo and Coby Schal (2018) Identification of a queen and king recognition pheromone in the subterranean termite Reticulitermes flavipes. PNAS March 19, 2018.
    doi.org/10.1073/pnas.1721419115

    Grüße, Phil
  • Ein ganz netter Artikel kam kürzlich heraus, der auch für Ameisenhalter interessant sein könnte. Im Prinzip ist es ein Haltungsbericht über Paraponera clavata, der sich über zwei Jahre hinzieht. Weiterhin wird darin die Beobachtung beschrieben, dass die Arbeiterinnen in der Lage sind trophische Eier (=Futtereier aus denen sich nichts entwickelt) zu legen. Der Artikel zeigt, dass man auch als Ameisenhalter mit guten Aufzeichnungen durchaus zur Wissenschaft beitragen kann. Sehr viele Ameisen, die gehalten werden, sind schlecht erforscht.
    Peeters, C. (2017) Independent colony foundation in Paraponera clavata (Hymenoptera: Formicidae): First workers lay trophic eggs to feed queen’s larvae. Sociobiology 64(4): 417-422
    Frei zugänglich hier: periodicos.uefs.br/index.php/s…gy/article/view/2092/2202

    Grüße, Phil
  • Die europäischen und nordafrikanischen Vertreter der Papierwespen Polistes wurden taxonomisch mithilfe von Morphologie & DNA Anaylsen überarbeitet. Eine tolle Arbeit von Schmid-Egger und Kollegen, die sogar mit der Beschreibung von zwei neuen Arten daherkommt und einen ausgezeichneten Bestimmungsschlüssel enthält.

    Frei zugänglich hier:

    Schmid-Egger C, van Achterberg K, Neumeyer R, Morinière J, Schmidt S (2017) Revision of the West Palaearctic Polistes Latreille, with the descriptions of two species - an integrative approach using morphology and DNA barcodes (Hymenoptera, Vespidae). ZooKeys 713: 53-112. doi.org/10.3897/zookeys.713.11335

    Grüße, Phil
  • Eine interessante Eigenschaft von invasiven Ameisenarten ist ihr "artuntypisches" Verhalten, besonders in ihrer Ernährung, die in dem Invasionsgebiet zu einem völlig anderen ökologischen Charakter führt als der in ihrer ursprünglichen Heimat.
    • So ist die Argentinische Ameise Linepithema humile in ihrer Heimat vorwiegend ein Jäger mit relativ hohen trophischen Level, während sie den Gebieten, wo sie invasiv sind, eine eher vegetarischere Ernährung bevorzugen (Honigtau & Nektarien).
    • Die Kleine Feuerameise Wasmannia auropunctata ist in ihrer Heimat spezialisiert auf Vogelkot, während sie in den Gebieten wo sie invasiv sind zu Allesfressern werden
    Ein ähnliches Phänomen hat man nun bei der "Asian Needle Ant" Brachyponera chinensis festgestellt: In ihrer ursprünglichen Heimat in Asien ist diese Art ein recht spezialisierter Termitenjäger, während sie in dem Invasionsraum (USA) ihre Ernährung auf eine größere Bandbreite an Arthropoden umgestellt hat.

    W. Suehiro, F. Hyodo, H. O. Tanaka, C. Himuro, T. Yokoi, S. Dobata, B. Guénard, R. R. Dunn, E. L. Vargo, K. Tsuji & K. Matsuura (2017) Radiocarbon analysis reveals expanded diet breadth associates with the invasion of a predatory ant. Scientific Reports 7, Article number: 15016
    nature.com/articles/s41598-017-15105-1