Reply to Thread

This site uses cookies. By continuing to browse this site, you are agreeing to our Cookie Policy.

Newly created posts will remain inaccessible for others until approved by a moderator.

Information
Verification (“reCAPTCHA”)
Message
  • :)
  • :(
  • ;)
  • :P
  • ^^
  • :D
  • ;(
  • X(
  • :*
  • :|
  • 8o
  • =O
  • <X
  • ||
  • :/
  • :S
  • X/
  • 8)
  • ?(
  • :huh:
  • :rolleyes:
  • :love:
  • 8|
  • :cursing:
  • :thumbdown:
  • :thumbsup:
  • :thumbup:
  • :sleeping:
  • :whistling:
  • :evil:
  • :saint:
  • <3
  • :!:
  • :?:
  • :ABC:
  • :sonne:
  • :read:
  • :mafia:
  • :werken:
  • :recht:
  • :denken:
  • :drehen:
  • :finger:
  • :torte:
  • :feiern:
  • :torte1:
  • :zzz:
  • :servus:
  • :alk:
  • :geburt:
  • :ballon:
  • :beach:
  • :boss:
  • :blues:
  • :bye:
  • :hammer:
  • :sorry:
  • :xmas:
  • :tanne:
  • :no:
  • :ok:
  • :pardon:
  • :poli:
  • :rock:
  • :roulette:
  • :sleep:
  • :schreck:
  • :tapping:
  • :tease:
  • :thanks:
  • :wait:
  • :welcome:
  • :yu:
  • :bash:
  • :puke:
  • :o
  • :shock:
  • :???:
  • :cool:
  • :lol:
  • :x
  • :oops:
  • :cry:
  • :twisted:
  • :roll:
  • :idea:
  • :arrow:
  • :-|
  • :mrgreen:
  • :geek:
  • :ugeek:
  • :angel:
  • :clap:
  • :crazy:
  • :eh:
  • :lolno:
  • :problem:
  • :shh:
  • :shifty:
  • :sick:
  • :silent:
  • :think:
  • :wave:
  • :wtf:
  • :yawn:
  • :drop:
  • :schreckhex:
  • :happy:
The maximum number of attachments: 5
Maximum file size: 0 Byte
Allowed extensions:
Automatically detects web page links.
Displays smilies as smiley-images.
Allows BBCodes to be used.

Previous Posts 27

  • Moin Tom,
    freut mich, dass du dich hier zu Wort meldest! Die Vermutung, dass das anfänglich unterschiedliche Verhalten in der Zahl der Wirtsarbeiterinnen begründet ist, klingt nachvollziehbar. Warum sollten die Chthonolasius Arbeiterinnen die Gefahren eingehen, das Nest zu verlassen, wenn es noch ausreichend Hilfsarbeiterinnen gibt? Inzwischen sind viele verstorben und die Sozialparasiten in der Überzahl, während die Brutmenge stark zugenommen hat und nun sind ja auch bei mir viele Arbeiterinnen unterwegs.

    LG, Phillip
  • Hi,

    Ein sehr interessanter Bericht, vielen Dank!

    Ich hoffe es ist in Ordnung hier direkt zu schreiben, einen Diskussionsthread konnte ich leider nicht finden.

    Es kam zwischenzeitlich aufgrund der Aussenaktivität der Chthonolasius sp. kurz die Sprache auf meinen Bericht im Ameisenforum, worauf ich nochmal kurz eingehen möchte.
    Grund war ja, dass die Chthonolasius aus dem Bericht hier wenig bis keine Aussenaktivität zeigten, während meine Tiere häufiger in der Arena unterwegs waren und auch noch sind.
    Mittlerweile, bei über 200 Chthonolasius und knapp 40 L. cf. niger sind sogar fast ausschließlich die Sozialparasiten unterwegs, die Wirte sind nur vereinzelt in der Arena, hängen zumeist im Nest herum und kümmern sich etwas um die Brut.
    Ich glaube eher nicht, dass dies an der Entfernung des Nestes zur Arena liegt, da meine Chthonolasius nun, mit etwas größerer Arena als zuvor, immernoch das gleiche Verhalten zeigen und auch weiter entfernt vom RG fouragieren, dabei keinesfalls zurückhaltend oder ängstlich wirken.
    Vielmehr wäre meine Vermutung, dass der Grund für das unterschiedliche Verhalten entweder in der Art der beiden beteiligten Spezies, oder aber der Menge der Wirtsarbeiter zu suchen ist.
    Denn mit etwa 40 Wirtsarbeitern sind diese bei meinen Kolonien deutlich in der Unterzahl, während sie hier vermutlich immernoch die Mehrheit ausmachen. So könnte ich mir vorstellen, dass die Sozialparasiten gezwungen sind, ebenfalls in großer Zahl zu fouragieren, um die Gyne ausreichend zu versorgen, während das hier auch noch von der Wirtsart alleine zu schaffen ist.
    Das ist nun natürlich eher Spekulation, um etwas Klarheit zu schaffen wären sicher weitere Gründungsversuche in diesem Bereich sehr interessant.

    Soweit mal meine Gedanken dazu, ich bin gespannt auf das nächste Update hier im HB!

    Viele Grüße
  • ja, treten auch in der Natur auf. Lese gerade ein Buch über Waldameisen, wo dies kurz thematisiert ist.
    Bei Formica wie schon erwähnt häufiger als zB bei Lasius.
    Hatte bei meinen Formica fusca dieses Jahr beides zur selben Zeit.
    Verpuppung im RG zur selben Zeit, mit und ohne Kokon
  • Die Nacktpuppen treten aber meines Wissens auch in Freilandnestern auf, was eigentlich gegen die Theorie mit der zu sterilen Umgebung spricht.
    Möglicherweise sind es andere Bedingungen, die dafür in Frage kommen, zu feucht zu trocken, zu warm zu kalt...
    Oder gerade, weil die Bedingungen sehr konstant sind.
  • habe hierzu leider auch noch nie etwas gelese. Möglich, dass es an fehlendem Material liegt, an dem sie sich beim Verpuppen festhalten könnten oder es läuft in der Entwicklungsabfolge etwas nicht 100% korrekt, oder die Ernährung war im Larvenstadium zwar gut aber nicht ausreichend um zusätzlich Energie für den Kokon zu "verschwenden".
    Eventuell haben die Larven auch nur unterschiedliche Väter und das ist in diesem Fall genetisch bedingt.
    Hierzu müsste es doch sicher schon eine wissenschaftliche Arbeit geben oder?
  • Hey Phillip. Nacktpuppen sind bei den Lasius-Arten gar nicht so selten. Wenngleich sie nicht so regelmäßig und häufig auftreten oder besser, viel seltener als bei den Formica-Arten von Raptiformica und Serviformica (und ebenfalls selten bei den Formica s. str.).
    Aber gesehen habe ich sie schon bei mehreren Lasius-Arten.
    Warum es zu Nacktpuppen kommt, ist unklar. Auch die Larven der Serviformica, wo Nacktpuppen ja häufig auftreten und manchmal es ausschließlich solche in den Nestern gibt, verpuppen sich ja oft vor der Metarmophose (...oft aber auch nicht, vielleicht haben manche Larven bei diesen Arten gar nicht mehr die Fähigkeit, einen Seidenfaden zu spinnen). Ich nehme an, dass es die Arbeiterinnen sind, die manchmal, oder bei den Serviformica und Raptiformica eben oft, die jungen Puppen kurz nach der Verwandlung von der Kokonhülle befreien, wenn diese vorhanden ist.
    Die Arbeiterinnen werden ihre Gründe haben. Vielleicht lassen sich die Nacktpuppen besser pflegen und schützen vor möglichen Parasiten, vielleicht sind es die Umstände im Nest, die die Arbeiterinnen zu solchen Vorsichtsmaßnahmen veranlassen, auch wenn keine Parasiten zugegen sind. Die möglicherweise dieses Verhalten auslösende Umstände müssen dabei natürlich nicht ungünstig für die Brutaufzucht sein.

    Freut mich sehr, dass diese Kolonie sich so schön entwickelt.

    LG, Frank.
  • Ein Jahr und zwei Monate nach dem Schwarmflug
    Die Brutaufzucht geht bisher weiter, es gibt wieder mehr Puppen als vor zwei Monaten. Allerdings scheint die Zahl an Puppen etwas kleiner zu sein als ursprünglich an kleinen Larven vorhanden war, was vielleicht auf meine nur sporadische Versorgung der Kolonie mit Proteinen zurückzuführen sein könnte.

    Interessanterweise gibt es vereinzelt auch Nacktpuppen, hier im Bild mittig zu sehen zum Beispiel:

    Die Königin wird inzwischen nur noch von eigenen Arbeiterinnen versorgt, auch Eier sind zu sehen:


    Die Aktivität der Chthonolasius in der Arena ist stark angestiegen, inzwischen sind ständig zahlreiche Arbeiterinnen an der Zuckerwassertränke zu beobachten:


    Soweit erstmal, Phillip
  • Ein Jahr nach dem Schwarmflug
    Die meisten Puppen des ersten Brutschubs sind mittlerweile geschlüpft. Die Königin befindet sich inzwischen auch im Beobachtungsnest und ist wieder physogastrisch geworden, also zum zweiten Mal in diesem Jahr - sie legt wieder Einiges an Eiern. Der Verbindungsschlauch ist mittlerweile voller kleiner Larven, eine ziemlicher Entwicklungsschub, wenn man das Foto einmal mit dem meines letzten Updates vor knapp drei Wochen vergleicht:


    Gleichzeitig ist aber die Außenaktivität stark gesunken, was nicht zuletzt daran liegt, dass zumindest gefühlt sich die Zahl der Lasius s. str. Hilfsarbeiterinnen stark reduziert hat. Nichtsdestotrotz habe ich bisher keine einzige gelbe Arbeiterin außerhalb des Nestes beobachten können. Ein Teil der verbliebenen Hilfsarbeiterinnen hockt mit stark geschwollenen Gastern im Nest, scheint als Energiereserve für die wachsenden Kolonie zu dienen.

    Die zahlreichen kleinen Larven haben sich in der letzten Woche kaum merklich weiterentwickelt - ob es sich bereits um Winterlarven handelt, die sich erst nach der nächsten Winterruhe weiterentwickeln? Das wäre ein sehr früher Brutstopp (auch wenn wir nunmal einen sehr warmen Frühling und Sommer hatten bisher) und ich hoffe, dass dieser Brutschub noch dieses Jahr durchkommt. Dann sind es nämlich definitiv genug Chthonolasius Arbeiterinnen, um den Winter gut zu überstehen.
  • Erfolgreiche Gründung - Tag 348 nach dem Schwarmflug
    Mittlerweile sind zahlreiche Lasius cf. umbratus geschlüpft. Die anfängliche Skepsis der Hilfsarbeiterinnen war schnell vorüber, die vermeintlichen Artgenossen werden problemlos akzeptiert. Bisher sind von keiner Seite Aggressionen zu beobachten, aber die Chthonolasius Arbeiterinnen werden sichtbar dominanter und übernehmen mehr und mehr das Brutgeschäft. In den Kammern, in denen die Brut gelagert wird, sind kaum noch Lasius s. str. Arbeiterinnen zu sehen.

    Im Außendienst verhält es sich bisher tatsächlich strikt andersherum. Im Ameisenforum findet sich ein aktueller und sehr gut geschriebener Bericht über Gründungsversuche mit Chthonolasius. Der Autor hat im Gegensatz zu mir beobachtet, dass schon die ersten geschlüpften Arbeiterinnen außerhalb des Nests fouragieren: ameisenforum.de/unkerichs-chth…dungsversuche-t56811.html
    Eventuell liegt der Unterschied darin begründet, dass hier Zuckerwasser direkt vor dem Reagenzglas angeboten wurde, während die Chthonolasius Arbeiterinnen bei mir einen halben Meter Schlauch durchlaufen müssten, um in die angeschlossene Plastikbox zu gelangen - das haben sie bisher nicht getan.

    Hin und wieder wird nach wie vor etwas Brut auch im Schlauch gelagert, aber der Großteil der Kolonie inklusive der Königin befinden sich inzwischen in der Ameisenfarm. Es wird wohl noch etwas dauern, bis das Nest ausreichend Struktur annimmt, um einen besseren Einblick zu erhalten.




    Bessere Bilder sind derzeit leider nicht möglich.

    LG, Phillip
  • 325 Tage nach dem Schwarmflug (2. Saison)
    Vorgestern sind endlich die ersten, recht kleinen Chthonolasius Arbeiterinnen geschlüpft. Bisher ist keine Aggression vonseiten der Lasius niger zu beobachten, allerdings eine gewisse Skepsis und Verwirrung. Der Chthonolasius Nachwuchs wird kurz betrillert, dann weichen die Arbeiterinnen zurück und halten sich von ihr fern. Es ist ganz offensichtlich, dass sie durchaus bemerken, dass irgendetwas mit "ihrem" Nachwuchs nicht stimmt. Mal sehen, wie sich das Verhalten ändert, wenn die Zahl der Parasiten zunimmt.


    Inzwischen habe ich auch die von Frank Mattheis geerbte, stolze 60cm lange Farm über einen kurzen Schlauch angeschlossen und die Kolonie hat bereits einen Teil der Brut in die selbstgegrabenen Kammern verlagert. Noch befindet sich die Königin in den Reagenzgläsern in der Arena, aber es herrscht bereits ein reger Verkehr im Schlauch.


    Ich bin sehr glücklich über diese Glasfarm, denn sie wird der Kolonie für lange Zeit, wenn nicht vielleicht für immer, als Nest reichen und bietet guten Einblick in das Nestgeschehen. Wer wie ich sonst eher Kunstnester bevorzugt, dem kann ich nur empfehlen auch mal eine solche, natürlichere Variante auszuprobieren. Es macht wirklich Spaß die Ameisen beim Graben und Bauen ihres eigenen Nestes zu beobachten.

    LG, Phillip