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  • Hallo zusammen,

    der Kolonie geht es immernoch sehr gut und sie bereitet mir viel Spaß. Die Arbeiterinnen sind mittlerweile zu jeder Tageszeit aktiv und lassen sich auch aufgrund der großen Volksstärke sehr gut beobachten.
    Hier noch zwei Bilder:



    Schönen Abend.
    Leander
  • Hallo zusammen,
    Nach einiger Zeit :sorry: melde ich mich auch einmal wieder zu Worte.
    Der Kolonie geht es sehr gut, sie ist mittlerweile bestimmt schon um's Doppelte gewachsen! Mit dem Kolo-Wachstum geht eine enorme Steigerung der Aktivität einher. Nach einer relativ ruhigen Phase ist jetzt fast ganztägig viel los im Becken. Invertzucker (Vielen Dank für das Rezept, Olaf!) wird fast andauernd aufgenommen, Grillen und Schaben werden gejagt und angenommen und verschwinden schon nach sehr kurzer Zeit im Nest. Dann hatte ich letztens ein mehr oder weniger lustiges Erlebnis: Als ich am Samstag wieder einmal die Kolonie gefüttert habe, Invertzucker nachgefüllt habe usw. hat mich kurz nach den Arbeiten im Becken etwas auf meinem Kopf gekizelt. :huh:

    Lange Rede kurzer Sinn- ich habe nicht schlecht gestaunt, als ich dann plötzlich ein absolut "plüschiges" Diacamma-Männchen auf der Hand sitzen hatte. :finger: Das alte Aquarium war bis zu diesem Zeitpunkt in der Abdeckung offen bzw. hatte ich die Deckel für den Deckel nicht aufgelegt, was natürlich das entkommen der beflügelten Männchen sehr einfach machte. Jetzt sind aber Stellen zu, der Deckel ist oben an den Auflagestellen auf dem Aqua noch mit Watte abgedichtet und ein dünner Paraffin-Film ist auch schon immer im Einsatz. Die männlichen Geschlechtstiere sehen wirklich toll aus und bieten einen tollen Kontrast zu den etwas bulligeren und größeren Arbeiterinnen. Leider ist mir kein Bild gelungen, meine Kamera war und ist bei der Reperatur und Reinigung. ;(
    Abschließend trotzdem noch ein paar "normale" Bilder:


    PS: Meine Würmer sind mittlerweile auch verschwunden, Olaf!
    Lg Leander
  • Hi Olaf,

    Danke für die Info. Das scheint bei mir irgendwann auch ein Ring zu werden auch wenn die Kolo jetzt schon drei Blätter der Bromelie in diesen Ring integriert haben und sie ihn wohl weiter nach oben ausbauen.
    Naja, mich stört das ja nicht, fande es nur interessant.
    Ja, logisch :D
    Vg
  • Hi Leander,

    bei mir besteht der Eingang zum Nest aus einem Ring aus Bodengrund, welcher zu Beginn durchaus kleiner war, bevor er wuchs und wuchs und sich ausdehnte. Ranken, die ich dort platzierte, waren in kurzer Zeit begraben. Die Arbeiterinnen laden einfach ihren Aushub direkt vor ihrem Nesteingang ab und bedecken dabei einfach alles. Ein Erdbromelie musste ich auch versetzen. Nun haben sie selbst an dem neuen Standpunkt der Bromelie den Bodengrund unter ihr weggegraben, dabei fing sie gerade an sich zu entwickeln. Mit pflanzlichem Material haben sie nicht versucht den Eingang zu verzieren, wie es z.B. Harpegnathos saltator tun.

    Ein Stuhl ist doch äußerst praktisch, oder? :D

    Gruß, Olaf
  • Servus,

    Ich habe Heute Mittag ein paar Walnuss-Blätter und kleine Zweige ins Becken gegeben, um der Kolonie zusätzliche Klettermöglichkeiten anzubieten.
    Gerade sind fast ungewöhnlich viele Arbeiterinnen unterwegs, auch wenn die Aktivität ja nach meiner Beobachtung gegen Abend ansteigen zu scheint.
    Ein Teil der Tiere transportiert Baumaterial (v.a. Kokoshumus) zum Nesteingang, der gerade ausgebaut wird, der andere läuft durch das Becken und sticht munter in die schon fast komplett enthauptete Grille ein. Wenn die Kolonie mit der Erweiterung des Nesteingangs so weitermacht, ist bald die ganze Neoregelie in diesem Kokoshumus-Gebilde verschwunden. :drehen: :D
    Spaß bei Seite, diese Bauaktivitäten sind schön zu beobachten, auch wenn sie mir nicht ganz klar sind. Wie sieht es da bei deiner Kolonie aus, Olaf? @Olaf Schwarz Hat sonst schon jemand solche verzierten Nesteingänge gesehen oder beobachten können?
    Ich habe immernoch meinen Schreibtischstuhl vor dem Becken stehen, weil sich die Tiere im Becken einfach toll beobachten lassen und es wirklich eine große Freude ist, vorallem wenn so viele Tiere aktiv sind.
    Ich habe leider meine Kamera nicht bei mir und kann somit auch keine Bilder machen und zeigen,werden aber sicher bald nachgeliefert.
    Das wars also für Heute, bis bald! :servus:
    Leander
  • Hallo Olaf,

    Freut mich, dass er dir gefällt. Klar, kein Problem. Den Invertzucker werde ich definitiv ausprobieren, vielen Dank für das Rezept.
    Danke für den Tipp mit der Fütterung, dass werde ich jetzt so einhalten, war mir bis jetzt nur nicht ganz sicher. :thanks:
    Die Drei Tage waren eine Ausnahme, ich habe aber gegen Abend am dritten Tag gleich gefüttert.
    Ich berichte natürlich weiter.
    Danke und Vg.
  • Hi Leander,

    sehr schöner Bericht von dir! :thumbsup: Es freut mich sehr, dass es bei dir gut läuft. Hoffentlich ist es ok, dass ich hier direkt in deinen Thread zu schreiben.

    Ich hatte damals eine kleine Kolonie geordert und eine ausgewachsene Kolonie bekommen, sodass ich leider dieses Stadium nicht miterlebt habe und die Kolonie zeigte von Anbeginn eine durchgängige Aktivität.

    Bei mir wird der Invertzucker gut angenommen, den ich selber herstelle. Dies kann ich dir zur Kontrolle deiner Futtermittel nur empfehlen. Für den Invertzucker benutze ich diese Kochanleitung: Invertzucker-fuer-Eis-Sorbets-und-Likoere.html Ich biete den Diacamma rugosum den Invertzucker in einen kleinen Plastiktöpfchen an, verdünne den Invertzucker allerdings noch einmal direkt für die Fütterung 1:5 mit Wasser. Auch mit der zusammensetzung spiele ich: mal dicker, mal dünner. Bei der Bereitstellung in Reagenzgläsern wurde nur die Watte auseinander gepflückt und der Inhalt drohte dann zu Auszulaufen.

    Die Art braucht regelmäßig Proteine und ich würde dir vorschlagen, selbst bei deiner Koloniegröße, alle zwei Tage zu füttern. Dein Instinkt ist goldrichtig, Unregelmäßigkeiten in der Fütterung vorzunehmen ist realistischer, als eine zu regelmäßige Fütterung. Bei einer Fütterung mit drei Tagen Abstand läufst du Gefahr, dass der Nachwuchs gefressen wird. Ich muß täglich füttern (ca. 150-250A), lasse ohne Probleme mal einen Tag aus. Nur wenn ich große Schaben (Madagaskar Fauchschaben, Madeiraschaben, argentinische Waldschaben) verfüttere, dann brauchen sie allein zwei Tage zum Fressen, da schadet ein dritter Tag ohne Proteinzufuhr wenig.

    Gruß, Olaf
  • Hallo zusammen,
    Gestern Nachmittag bin ich von einem sehr schönen Wochenende in Salzburg zurückgekommen und bin direkt in meinen kleinen "Hobbyraum" gegangen, um nach den Tieren zu sehen.
    Es war einiges los im Becken, Honig wurde ins Nest gebracht und eine frisch getötete Grille wurde auch mit großer Begeisterung angenommen. Es ist einfach schön, wieder nach der Kolonie zu sehen und dann zu bemerken, dass alles super ist und man die Tiere gleich zu Gesicht bekommt. :thumbup:
    Was mir übrigens aufgefallen ist: Soweit ich es mitbekomme, nimmt die Aktivität der Kolo gegen Abend deutlich zu. Es sind zwar immer ein paar Arbeiterinnen im Becken unterwegs, aber gegen Abend ist die Aktivität eigentlich immer besonders hoch.
    Meinen D. cf. rugosum geht es also nach wie vor sehr gut und ich habe sehr große Freude an ihnen. Was ich mir tatsächlich etwas schwieriger vorgestellt habe, ist die ganze Pflege des Beckens und die Versorgung der Ameisen. Ich habe im Endeffekt nicht viel mehr zu tun, als alle paar Tage das Becken zu überbrausen, Futterreste zu entfernen und ggf. den Paraffin-Film zu erneuern. Die Versorgung der Kolo ist genauso einfach:
    Ich füttere alle paar Tage, aber unregelmäßig, weil mir das natürlicher vorkommt. Mehr Abstand zwischen Fütterungen als 3 Tage gab es aber noch nicht. Honig und Zuckerwasser stehen ebenfalls dauerhaft zur Verfügung, das Zuckerwasser wird allerdings total verschmät. Den Honig reiche ich in einem Flaschendeckel auf einer Wurzel und er wird sehr gerne und eigentlich andauernd angenommen. Die Arbeiterinnen stecken ihre Mandibeln in den Napf und transportieren ihn in kleinen Kügelchen in ihr Nest.
    Es ist also alles gut und ich hoffe, dass ich noch lange Freude an diesen tollen Ameisen haben werde und die Kolonie weiter wächst und aktiv ist. Lob, Kritik und Verbesserungsvorschläge wie immer gerne in den Diskussionsthread. :servus:
    Vg und schönes WE!
  • Hallo Frank,
    Danke für die Antwort.
    Ok, darauf werde ich mal hoffen.
    Ja, ich habe natürlich auch Springschwänze im Becken und habe auch deinen Bericht gelesen und verstanden, was das Hauptproblem an den Tierchen ist und dass sie Gott sei Dank den Ameisen nur indirekt schaden (können). Darin besteht natürlich auch meine Angst, d.h. irgendwann keine nützliche Bodenpolizei mehr im Becken zu haben. Aber ich warte jetzt einfach mal ab-war ja auch das erste Mal, dass ich so eine Kreatur im Becken gesehen habe und Springschwänze sind auch noch genug da. :D
    Schönen Abend.
    Lg