*Cataglyphis viaticus - Haltungsbericht

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    • *Cataglyphis viaticus - Haltungsbericht

      Da mich die Cataglyphisarten schon eine zeitlang interessieren, habe ich mir eine Königin der Cataglyphis viaticus zugelegt.

      Eigentlich wollte ich sie ja im Reagenzglas gründen lassen, aber das erwies sich als unmöglich.
      Im RG war da keine Spur von einer Prinzessin zu sehen, sondern eine richtige Furie.
      [IMG:http://www.upload.eusozial.de/i/t/5h0sks5xitw3.jpg]
      Sie biss aggressiv in die Watte und war richtig aufgeregt, obwohl um das RG eine rote Folie war und diese über mehrere Stunden ruhig lag.
      Somit musste schnell ein Becken her, mit einem Ytongnest.

      In dem Bereich, in dem das Nest steht, habe ich eine kleine Trennwand eingeklebt, damit das Wasser sich nicht im ganzen Becken verteilt.
      Die untere Schicht besteht aus kleinen Steinchen, darauf stellte ich das Nest und den Rest füllte ich wieder mit kleinen Steinchen auf und dann eine ganz dünne Schicht aus feinem Sand.
      Den Rest des Beckens füllte ich mit feinem Sand auf.
      [IMG:http://www.upload.eusozial.de/i/t/frl4iaramb9f.jpg]

      Als Ausbruchschutz brachte ich eine ganz dünne Schicht Paraffinöl am Beckenrand an (Bin mit dem getränkten Taschentuch 2 komplett rum gefahren, somit war die Schicht so dünn, dass das Öl nicht an der Scheibe runterläuft )

      Ich verwende eine 28 Watt Energiesparspottstrahler und eine 4 Watt Heizmatte.
      Die Bodenheizmatte ist so angebracht, dass diese nicht unter dem Nestbereich liegt.
      Mit der Lampe komme ich lokal auf 37 Grad.

      Als alles fertig war, legte ich das RG ins Becken und kaum waren 5 Minuten herum, da erkundete die Königin das Becken.
      Als alles erkundet war, versuchte sie aus dem Becken auszubrechen.
      Zur Sicherheit hatte ich dann doch noch schnell kleine Plexiglasstücke auf den Beckenrand gelegt.
      [IMG:http://www.upload.eusozial.de/i/t/qvq9v20yt1ud.jpg]
      Als ich dann abends von der Mittagschicht nach Hause kam, saß sie endlich im Ytongnest.
      Danach machte ich den Fehler und füllte zu viel Wasser auf. Somit stürmte die Königin wieder aus dem Ytong und versuchte auszubrechen.
      Die Lampe war auch zu nah an das Ytongnest gerichtet, somit wurde dieser auch viel zu warm und durch den provisorischen Ausbruchschutz mit dem Glas, war oben fast alles zu, somit konnte die Luft nicht richtig zirkulieren und die Luftfeuchtigkeit war damit zu hoch.
      Sie lag bei 80 % .

      Am nächsten Tag hatte ich natürlich kein Wasser nachgefüllt, die Lampe mehr Beckenmitte ausgerichtet und einen Kragendeckel zugeschnitten.
      [IMG:http://www.upload.eusozial.de/i/t/6gdrtxoeq7pa.jpg]
      Somit zirkulierte die Luft besser, das Nest wurde nicht zu warm und die Königin blieb dadurch im Nest sitzen und fängt hoffentlich bald mit der Gründung an.
      Achja, hatte, als ich die Königin mit dem RG ins Becken legte noch Honigwasser Angeboten, dies wurde aber nicht beachtet.

      Um es kurz und bündig zu machen, sie fand keine Ruhe und gründete nicht.
      Nähere Infos zu diesem Problem gibt es hier: Klick

      Erst als sie etwas Brut zur Verfügung bekam, entspannte sich die Situation und sie fing an zu gründen.

      Da mir das Becken so nicht gefiel, hatte ich es etwas eingerichtet.
      [IMG:http://www.upload.eusozial.de/i/t/em5ebsvt7dz1.jpg] [IMG:http://www.upload.eusozial.de/i/t/for3okj17y5d.jpg]
      [IMG:http://www.upload.eusozial.de/i/t/rqjzxibjmwgh.jpg] [IMG:http://www.upload.eusozial.de/i/t/t2v6q905krae.jpg]
      Die Temperaturen liegen an der Öffnung des RG bei ca 36 Grad und im hinteren Teil bei ca 25 Grad.
      Die Kokons werden mehr im vorderen Bereich gelagert.
      Ich füttere jeden Tag ein kleines Heimchen und ich biete jeden Tag Honigwasser an.
      Mittlerweile sind es 3 Arbeiterinnen.
      Wie viel Brut sie zurzeit haben, kann ich jetzt nicht sagen, da ich sie nicht unnötig stören möchte.
      Dafür gibt es drei Videos, wie eine Arbeiterin das Becken erkundet.
      Wenn man genau hinschaut, sieht man im ersten Video im RG eine frisch geschlüpfte Arbeiterin.
      Da die Arbeiterin,die das Becken erkundete, jedes Mal im Honigwasser landete, legte ich dieses aus der Rennbahn.



      Kaum hatte ich die Kamera zur Seite gelegt, wurde das Heimchen ins RG gezerrt.

      LG
      Holger

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    • Re: *Cataglyphis viaticus - Haltungsbericht

      Stand vom 11.08.11

      In den drei Wochen haben sie richtig gut zugelegt.
      Es sind jetzt 16 Arbeiterinnen, ca 15 - 20 Larven und wenn ich richtig gezählt habe 6 Puppen.
      Konnte eine Arbeiterin mit einem Eierpacket in den Mandibeln entdecken, dürften so ca 15 an der Anzahl sein.

      Ein bis zwei Arbeiterinnen sind am Tag ständig im Becken unterwegs, um dieses zu erkunden.
      Auch das Ytongnest wurde schon mehrmals untersucht aber anscheinend noch nicht für gut genug empfunden.
      Naja, ist ja auch noch Platz im RG.
      Um das Ytongnest mit einer Rotlichtlampe zu erwärmen habe ich leider keinen Platz.
      Muss somit das Nest mit einer Heizmatte erwärmen.
      Wenn sie weiterhin das Ytongnest nicht annehmen, auch wenn das RG voll wird, muss ich mir halt noch etwas einfallen lassen.
      Dafür ist aber doch noch etwas Zeit.
      Gegen Abend wird nach Cataglyphis Art, schön brav das RG mit Sand und Abfall verschlossen.
      Heimchen und Fliegen nehmen sie sehr gerne an und ich füttere dies weiterhin täglich.

      Hier noch ein paar Bilder der Rasselbande und am Schluss noch zwei kleine Videos:

      [IMG:http://www.upload.eusozial.de/i/t/eis9iy8bcvgf.jpg] [IMG:http://www.upload.eusozial.de/i/t/fzabrnhx5ow0.jpg]
      [IMG:http://www.upload.eusozial.de/i/t/0yk2jq8t7xy2.jpg] [IMG:http://www.upload.eusozial.de/i/t/qcxlrkb9ba0j.jpg]
      [IMG:http://www.upload.eusozial.de/i/t/i8f70i1jlwj1.jpg] [IMG:http://www.upload.eusozial.de/i/t/gigh9p8p9rda.jpg]




      LG
      Holger

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    • Re: *Cataglyphis viaticus - Haltungsbericht

      Stand vom 31.08.11

      Mittlerweile wurde das RG doch zu klein und sie sind in das Ytongnest eingezogen.
      Es sind jetzt ca 35 – 38 Tiere.
      Die oberen zwei Kammern, werden durch eine Heizmatte erwärmt.
      Die untere bleibt kühler und feuchter.
      Die oberste wird zurzeit als Abfallkammer genutzt und die mittlere für die Puppen.
      In der unteren Kammer sind die Eier und Larven.
      Der Boden, in dem das Nest steht, bewässere ich täglich mit ca 3 – 5 ml Wasser.
      Somit ist die Scheibe im Bereich der unteren Kammer meistens leicht beschlagen.
      Ich füttere sie täglich mit einer großen Wachsmotte oder 3 – 4 kleine Heimchen.
      Beides wird Problemlos angenommen.
      Sie bekommen auch täglich Honigwasser, das auch sehr gerne angenommen wird.
      Am Tag sind meistens 2 – 3 Arbeiterinnen im Becken unterwegs und es macht richtig Freude, sie dabei zu beobachten, wie schnell sie durch das Becken flitzen. :love:
      Sind auch sehr neugierige Gesellen.
      Als ich mal einen Finger ins Becken hielt, wurde dieser recht schnell von mehreren Arbeiterinnen genauestens untersucht.
      Was sie aber gar nicht mögen, sind Erschütterungen im Nestbereich.
      Da bekommen sie doch eine leichte Panikattacke.

      Hier noch ein paar Bilder vom Nest:

      Zuerst mal den Abfall:
      [IMG:http://www.upload.eusozial.de/i/t/w1fzdumec41n.jpg]

      Nun die Larven und Puppen:
      [IMG:http://www.upload.eusozial.de/i/t/r4owcalunknw.jpg] [IMG:http://www.upload.eusozial.de/i/t/abwd5oru6pit.jpg]
      [IMG:http://www.upload.eusozial.de/i/t/axao8oainoyc.jpg] [IMG:http://www.upload.eusozial.de/i/t/hlsizqx0ybfn.jpg]

      LG
      Holger

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    • Re: *Cataglyphis viaticus - Haltungsbericht

      Stand vom 17.09.11

      Mittlerweile geht es richtig ab im Becken.
      Sind immer mehrere Arbeiterinnen unterwegs und drehen ihre Runden auf der Suche nach Futter.
      In der letzten Zeit hatte ich jeden Tag 2 -3 Heimchen angeboten
      Dies wird aber nicht mehr ausreichen, werde ab jetzt 5 - 6 Heimchen anbieten müssen.
      Täglich reiche ich ihnen etwas Honigwasser, das auch sehr gerne angenommen wird.
      Auch gegen Früchte sind sie nicht abgeneigt.
      Trauben sind bei all meinen Ameisen ein Renner.


      Es sind jetzt ca 55 Arbeiterinnen, 8 Puppen, ca 20 Larven und ein Eierpacket konnte ich sehen.
      Hier ein paar Bilder vom Nest:



      Ich denke, bald werde ich ein größeres Becken anbieten müssen.

      Hier die erste tote Ameise:


      LG
      Holger

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    • Re: *Cataglyphis viaticus - Haltungsbericht

      Stand vom 09.10.11

      So langsam wird das Becken doch zu klein,
      Da haben doch die lauffreudigen Ameisen was Größeres verdient.
      Außerdem haben sie sich jetzt noch unter das Nest eingegraben.


      So musste jetzt mein 60cm Terrarium, das ich früher für die Schlangennachzuchten benutzte, herhalten.
      Das Nest fertigte ich wie immer aus Porenbeton.
      Die Eckmaßen sind 20 cm mal 20 cm.
      Die Kammern bestrich ich mit einer Sand-Lehmmischung und als das Becken komplett fertig war, musste ich in einem Thread lesen, dass dieses keine so gute Idee ist, da die Cataglyphis Schmutzfinken sind und die Scheiben verschmieren.
      Na ja, auch dieses Becken wird irgendwann zu klein sein.


      Auf jedenfall entschloss ich mich einen geschlossenen Wassertank zu bauen.
      Zuerst klebte ich die Trennwand aus Kunststoff zum eigentlichen Becken hinein.

      Als dies trocken und Dicht war, füllte ich die Kammer mit Filterwatte uns anschließend klebte ich den Deckel drauf.
      Hinten ließ ich eine kleine Aussparung frei um ein Röhrchen für die Bewässerung einkleben zu können.

      Das Röhrchen wird dann an einen Schlauch angeschlossen und dieser durch die oberen Lüftungsgitter durchgeführt.
      Somit muss ich beim bewässern nicht jedes Mal das Terrarium öffnen.


      Der geschlossene Wassertank hat den Vorteil, dass kein Wasser ins Becken laufen kann, Sie können das Nest nicht untergraben und die Feuchtigkeit hält wesentlich länger an.
      Muss somit nicht so oft bewässern.
      Den Porenbeton bestrich ich auch von außen mit Sand-Lehm ein.
      Bohrte dann ins obere Lüftungsgitter noch ein kleines Loch, damit dort die Futtertiere hineinwerfen kann.
      Brauche nun dafür auch nicht extra das Terrarium zu öffnen.
      Nur zum befüllen des Behälters für Zucker- und Honigwasser muss ich mir noch etwas einfallen lassen.


      Für die Wärme benutze ich zwei Strahler.
      Der tiefer hängende hat 40 Watt und ich komme damit direkt unter dem Strahler auf 51 Grad.
      Der höhere hat 60 Watt und damit komme ich auf 41 Grad.
      Da diese in der nähe des Nestes angebracht ist, sollte dies auch reichen.

      Damit das Nest nachts nicht zu sehr auskühlt, verwende ich wieder die kleine Heizmatte und brachte sie so an, dass die obere Kammer damit erwärmt wird.


      Das Becken füllte ich mit Aquarienkies auf.
      Die untere Schicht ist etwas grobkörnig, ca 3 – 4mm und die oberste Schicht ist feiner Sand.
      Müssen sich halt etwas anstrengen, wenn sie auf dem feinen Sand Futtertiere eintragen.
      Sollten sie zu große Probleme haben, kann ich immer noch eine feine Sand-Lehmmischung auftragen, anfeuchten und aushärten lassen.

      Damit sie schneller umziehen, habe ich zuerst aus dem kleinen Becken den Sand entfernt.
      Somit konnte ich das kleine Becken ins größere Terrarium hineinlegen.

      Sofort fingen einige Arbeiterinnen damit an, die neue Heimat zu erkunden.
      Die Mehrzahl blieb aber im alten Nest sitzen
      Nach ca 6 Stunden, entfernte ich vorsichtig das Nest von der Glasscheibe.

      Ich hatte das Nest nur mit einem kleinen Silikonpunkt an die Scheibe festgeklebt.
      Dadurch lies es sich recht einfach von der Scheibe entfernen.

      Wie ihr euch vorstellen könnt, waren die Ameisen davon gar nicht begeistert und innerhalb von 10 Minuten wurde alles ins neue Nest eingetragen.

      Als sie sich etwas beruhigt hatten, entfernte ich das kleine Becken aus dem Terrarium und dekorierte es noch mit Steinen und Hölzer.
      Wenn ich am nächsten Wochenende in den Garten fahre, werde ich noch trockene Gräser mitbringen.
      So sieht es zurzeit aus:


      Nesteinblick hab ich noch keinen richtigen, da die Scheibe beschlagen ist.
      Sobald diese getrocknet ist, werde ich davon noch Bilder einstellen.
      Es dürften jetzt ca 40 – 50 Arbeiterinnen sein.

      Macht jetzt richtig Freude, ihnen beim rumflitzen zuzuschauen.

      LG
      Holger

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    • Re: *Cataglyphis viaticus - Haltungsbericht

      Stand vom 23.10.11

      Das Becken ist nun komplett eingerichtet.
      Habe noch ein paar Gräser hinzugefügt und nun sieht das ganze noch viel besser aus.


      Hier mal die kleine Öffnung, die ich für das Füttern benutze.

      Lege, wenn ich fertig bin, einen kleinen Deckel auf die Öffnung und somit ist diese geschlossen.
      Auch das Problem mit dem befüllen des Zucker- und Honigwasserbehälters habe ich jetzt gelöst.
      Ich hatte noch ein ca 30 cm langes Aluröhrchen rum liegen.
      Dieses kann ich durch die Öffnung schieben und somit den Behälter füllen.
      Brauch somit das Terrarium nicht mehr jeden Tag zu öffnen.
      Nur noch wenn ich Abfall raus nehme, oder die Wassertränke fülle.

      Die Ameisen selber haben sich nun endlich im neuen Becken eingelebt.
      Hatte mir etwas Sorgen gemacht, da die Königin keine neuen Eier mehr produzierte.
      Es sind nur noch wenige Larven vorhanden, aber heute konnte ich eine Arbeiterin entdecken, die ein Eierpaket in den Mandibeln hielt.

      Leider haben sie die Scheiben, als diese noch beschlagen war, so sehr mit Sand zugebaut, dass es kaum noch möglich ist Bilder zu machen bzw. richtig reinzuschauen.


      Zurzeit nehmen sie lieber Honigwasser als Zuckerwasser an.
      Es macht richtig Freude ihnen zuschauen zu können, wenn sie durch das Becken flitzen.

      Hier ein Bild der Königin:


      LG
      Holger

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    • Re: *Cataglyphis viaticus - Haltungsbericht

      Stand vom 22.01.2012

      Im November bis Anfang Dezember lief die Produktion von neuen Eiern sehr schleppend.
      Bis dann Anfang Dezember keine neuen Eier mehr vorhanden waren.
      Dieses nutze ich für eine kleine Pause und hielt sie für drei Wochen nur bei Zimmertemperatur ohne Beleuchtung.
      Ich hatte ja außen eine Heizmatte am Nestbereich so angebracht, dass die oberen zwei Kammerreihen erwärmt wurden.
      Da es im Zimmer nachts doch etwas kühler ist, reichte dieses anscheinend nicht mehr aus.
      Sonst hätten sie ja nicht von alleine eine Pause eingelegt.
      Ich habe zwar noch Heizmatten Zuhause, da diese aber selbstklebend sind, wollte ich diese dort nicht anbringen.
      Ist schwierig diese wieder abzubekommen um ins Nest schauen zu können.
      Außerdem gibt das immer zu viel Unruhe im Nest.
      Von daher entschloss ich mich mit einem 40 Watt Keramikheizstrahler nachts das Nest zu erwärmen.
      [IMG:http://www.upload.eusozial.de/i/t/oeus13u9m5dq.jpg]
      Somit wurde das komplette Nest erwärmt.
      Der Erfolg lies nicht lange auf sich warten.
      Bald wurden schon die ersten Eier gelegt und heute ist mir endlich mal ein Bild von den kleinen Larven gelungen.
      [IMG:http://www.upload.eusozial.de/i/t/e3bfm7whjltq.jpg]

      Auch die Außenaktivität ist nun wieder angestiegen.
      In der Zeit, als sie eine Pause einlegten, sah ich nur eine Arbeiterin ca 1 Stunde lang als das Licht anging.
      Jetzt sind bis zu 4 Arbeiterinnen über den ganzen Tag unterwegs.
      An Futter biete ich kleine Heimchen oder Wachsmotten an.
      Wasser steht weiterhin in einer kleinen Vogeltränke zur Verfügung und Akazienhonig wird
      weiterhin sehr gerne angenommen.
      Freue mich, dass es endlich wieder voran geht.

      LG
      Holger

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    • Re: *Cataglyphis viaticus - Haltungsbericht

      Stand vom 31.01.2012

      Jetzt geht es richtig voran.
      Sie haben jetzt schon relativ viele Larven und auch schon einige Puppen.
      [IMG:http://www.upload.eusozial.de/i/t/k1hwhe6otoe7.jpg] [IMG:http://www.upload.eusozial.de/i/t/0a1b76jbk57m.jpg]
      Ich denke, dass ich beim letzten Mal ein paar kleine Larven übersehen habe.
      Da sie ja die Scheiben zugekleistert haben, ist stellenweise der Nesteinblick kaum möglich.

      Auch die Außenaktivität steigt immer mehr an.
      Auch wenn morgens die Beleuchtung noch aus ist und sobald ich den Rollladen hochziehe, sind die ersten Ameisen schon im Becken zu beobachten.
      Wenn dann die Beleuchtung an geht, sind bis zu 10 Arbeiterinnen unterwegs, welch ein Anblick :love:
      Um die Mittagszeit wird dann eine kleine Pause eingelegt und dann sind wieder ca 3 - 5 Arbeiterinnen bis Abends zu sehen.
      Hier hat feuchter Sand ihre Interesse geweckt.
      [IMG:http://www.upload.eusozial.de/i/t/cyc9jlpgdcsg.jpg]

      Witzig ist immer wieder anzusehen, wenn ich mittlere Heimchen verfüttere.
      Die Arbeiterinnen trägt diese so, dass sie damit vorwärts laufen und nicht hinter sich herziehen.
      Dadurch sieht sie aber nicht mehr wo sie hinläuft und findet den Nesteingang nicht mehr.
      Umkreist immer wieder den Eingang und es dauert als 15 Minuten bis sie endlich den Eingang gefunden hat.
      Werde mal bei Gelegenheit ein kleines Video davon machen.

      Ich denke, bald werde ich mich mir doch schon Gedanken machen müssen für eine Beckenerweiterung.
      Ein paar Ideen spuken mir schon durch den Kopf, mal schauen wie ich das Umsetzte aber dazu später mehr.

      LG
      Holger

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    • Re: *Cataglyphis viaticus - Haltungsbericht

      Stand vom 13.02.2012

      Welch eine Entwicklung in den letzten 2 Wochen.
      Larven sind kaum noch zu zählen und es sind schon ca 20 Puppen vorhanden.
      Leider sind die Bilder nicht so gut da ich vorherige Woche das Nest erst bewässert habe und somit die Scheiben beschlagen sind.


      Durch den gestiegenen Bedarf an Futter ist auch die Außenaktivität noch mal gestiegen.
      Es sind bis zu 20 Arbeiterinnen im Becken unterwegs, auf der Suche nach fressbaren.
      Auch erklimmen sie gerne die Grashalmen und lassen sich dann einfach runterfallen.
      Bis jetzt ist es mir leider noch nicht gelungen ein Video davon zu machen.
      Werde ich aber noch nachreichen.

      Sie machen auch vor größere lebende Futtertiere nicht mehr halt.

      Hier mal eine Videodoku auf der jagt nach einer Wachsmottenlarve.

      Hier wird die Larve entdeckt:


      Jetzt versucht sich die Larve zu verstecken:


      Um besser an die Beute ranzukommen wird der Weg freigeräumt:


      Zum Schluss wird sie doch Richtung Nest geschleift:


      Letztendlich ist sie in das Nest geschafft worden:



      Es ist ein genial schöner Anblick sie im Becken rumrennen zu sehen und um alles zu erkunden und nach Nahrung zu suchen. :love:


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    • Re: *Cataglyphis viaticus - Haltungsbericht

      Stand vom 25.03.2012

      Die Kolonie entwickelt sich richtig gut.
      Sind jetzt mehr als 100 Tieren und reichlich Brut in allen Stadien.


      Dadurch wird jetzt aber auch so langsam das Becken zu klein.
      Sie versuchen ständig die Silikonnaht durch zubeißen.


      Hier mal ein kleines Video um zu zeigen was im Becken so los ist:


      Nachts können nicht mehr alle Tiere ins Nest zurück, da kein ausreichender Platz mehr vorhanden ist.
      Aus diesem Grunde, baute ich ihnen ein neues Becken: Klick hier

      Das kleinere Becken wurde einfach in das größere Becken hineingestellt und die Schiebetüren geöffnet.


      Kaum waren diese offen, wurde auch schon die neue Umgebung erkundet.


      Das neue Nest wurde zuerst nur zögerlich begutachtet aber dann nach 5 Stunden ging der Umzug los.

      Sie waren dabei so flink, dass mir davon kaum Bilder gelungen sind.


      Interessant war zu beobachten, dass nur einige Ameisen für den Transport zuständig waren.
      Eine flitzte zu schnell über den Rand des kleinen Beckens und verlor einen Kokon.
      Eine andere Ameise fand diesen, betrillerte ihn kurz mit den Fühlern und liess ihn einfach liegen.
      Erst als die Ameise, die den Kokon verloren hatte diese wieder fand, wurde er nun ins Nest getragen.
      Am nächsten Tag befanden sich noch die ganzen Larven im alten Nest.
      Auch als ich nun den Sichtschutz abnahm, wurden sie trotzdem nicht ins neue Nest getragen.
      Somit vermutete ich, dass das neue Nest zu trocken war.
      Ich bewässerte dieses nun ausreichend und schon nach einer halben Stunde wurden auch die Larven ins neue Nest getragen.
      Am Nachmittag konnte ich somit das alte Terrarium wieder rausnehmen.

      Anschließend legte ich die Deko hinein.
      Das größere Holzstück und der trockene Grasbüschel drückte ich etwas in den Boden hinein.


      Da kamen direkt schon neugierig einige Ameisen an und fingen direkt am Grasbüschel und am Holz das in den Boden gedrückt wurde an zu graben.
      Ich nehme an, sie spürten den feuchten Bodengrund.
      Einige Arbeiterinnen gruben die ganze Nacht durch.
      Aber auch neben einem Stein wurde gegraben.


      Am nächsten Nachmittag fütterte ich sie mit kleine Heimchen und diese wurde in das Loch unter dem Holz getragen.
      Ein Blick ins Ytongnest und dieses war komplett leer.
      Sind anscheinend im laufe des morgens komplett Umgezogen.

      Hier mal die Stellen, wo die Nesteingänge sind:


      Hier mal Bilder von der Wasser- und Honigwasserstelle:


      Damit es im Nest auch in der Nacht nicht zu kühl wird, habe ich den Wärmestrahler unter das Terrarium gestellt.


      Hier noch mal aktuelle Bilder von heute vom austragen des Sandes:


      Vorne an der Scheibe fangen sie auch an zu graben.

      Da ich weiterhin das Ytongnest bewässere, ist anscheinend dort an dieser Stelle Feuchtigkeit in den Boden gezogen.

      Hier mal ein Video vom graben. Sie sind verdammt schnell dabei:


      Es ist mal eine ganz andere Beobachtungen sie beim graben und buddeln zu beobachten.
      Macht mir richtig Freude ihnen dabei zuzuschauen.

      Wenn ich irgendwann doch wieder Nesteinblick haben möchte, fange ich halt ganz langsam und vorsichtig an, das Sandnest freizulegen.
      Dann müssen sie halt zwangsweiße ins Ytongnest umziehen.

      LG
      Holger

      Hier kann Diskutiert werden: eusozial.de/viewtopic.php?f=33&t=1365&start=10
      Die Erinnerung ist ein Fenster durch das ich Dich sehen kann, wann immer ich will.
    • Re: *Cataglyphis viaticus - Haltungsbericht

      Stand vom 09.04.2012

      Die Cataglyphis haben sich richtig gut eingelebt.
      Flitzen nach Cataglyphisart mit erhobenen Gaster durch das Becken und es sind ca 50 Tiere unterwegs.
      Macht richtig Freude ihnen dabei zu zuschauen.
      Mittlerweile dürften sie im ganzen Becken ihre Gänge und Kammern angelegt haben.
      Ist aber nicht weiter schlimm, da ich sie davon überzeugen konnte, ins Ytongnest mit der Brut einzuziehen.
      Zum einen dürfte es jetzt im Becken zu trocken sein und ich habe die Wärmelampe unter dem Becken ausgeschaltet.
      So sind sie nach und nach mit der Brut ins Ytongnest umgezogen.
      Die Kokons werden in den oberen, wärmeren Kammern gelagert und die kleine Larven in den mittleren Bereich.
      Die großen Larven sind in den unteren Kammern.
      Ein Teil der unteren Kammern sind etwas mit Sand und Lehm gefüllt in denen sich die Larven in einen Kokon einspinnen können.


      Der vordere Eingang ist vom Ytongnest und der hintere ist selbst gegraben.

      Dieser selbstgegrabene wird zurzeit am meisten genutzt.

      Der Eingang unter dem Holzstück ist auch noch vorhanden und vorne an der Scheibe.


      Die anderen wurden wieder verschlossen.
      Dafür haben sie noch einen in der Nähe der Wassertränke angelegt.


      Trotz den Schönheitsfehlern bin ich sehr zufrieden mit dem Becken und wie es ausschaut die Ameisen auch.


      LG
      Holger

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    • Re: *Cataglyphis viaticus - Haltungsbericht

      Stand vom 14.06.2012

      Die viaticus entwickeln sich weiterhin recht gut.
      Brut ist in allen Stadien vorhanden, zwar nicht übermäßig viel, aber es ist immer einiges davon da, zumindest was ich sehen kann.
      Wie viele Ameisen es sind kann ich nicht angeben, da sie das ganze Becken mit Gängen durchzogen haben.
      Es könnte somit auch einiges an Brut im Boden selber gelagert werden.
      Auf jedenfalls im Nest selber halten sich ca 200 – 250 Ameisen auf.

      An einer Stelle war der Boden nicht so fest und als ich die Tränke darauf stellte, versang diese im Boden.
      Als ich sie wieder raus nahm, legten die Ameisen den Bereich komplett frei.
      Somit kann man erahnen, im welchen Ausmaß sie den Boden durchgraben haben.


      Ganz interessant sind ihre Aktivitätszeiten.
      Morgens um 9:30 Uhr, wenn die Beleuchtung an geht, sind ca 10 - 20 Arbeiterinnen unterwegs.
      Von ca 12:00 Uhr bis 15:00 Uhr sind sie am meisten Aktiv.
      Da sind es dann 50 – 80 Arbeiterinnen.
      Von 15:00 – 17:00 Uhr nimmt die Anzahl der Arbeiterinnen immer mehr ab und fast um Punkt 17:00 Uhr, sind maximal nur noch 5 Arbeiterinnen im Becken zu sehen.
      Von kurz nach 17:00 Uhr bis die Beleuchtung um 21:30 Uhr wieder ausgeht, sind wieder ca 20 Arbeiterinnen im Becken zu beobachten.

      Die Temperaturen liegen am Tag wischen 38°C und 40°C.
      Nachts fallen sie auf ca 22 °C.
      Das Nest bewässere ich ein bis zweimal die Woche etwas.

      Was auch noch ganz interessant zu beobachten ist, der Deckel wird als Grenze akzeptiert.
      Sie laufen ohne Probleme die Wände hoch und am Steg von der Felsimitation und dem Deckel, aber sie versuchen es gar nicht mehr Kopfunter am Deckel zu laufen.
      Dieses freut mich natürlich sehr und brauche mir vorerst keine Gedanken wegen Ausbruchversuche zu machen.
      Trotzdem habe ich den Öffnungsrand des Deckels mit Paraffinöl eingerieben.


      Hier nochmal Bilder von dem Nest mit der Brut:


      In dieser Kammer haben sie Sand und kleine Steinchen eingetragen, damit sich die Larven verpuppen können:


      LG
      Holger

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    • Re: *Cataglyphis viaticus - Haltungsbericht

      Stand vom 11.11.2012

      Es ist genau das geschehen was ich mir vorher schon gedacht hatte.
      Dadurch dass wir 2 Wochen in Urlaub waren und sie somit 2 Wochen keine Nahrung bekamen, wurde die Produktion der Brut eingestellt.
      Ist auch nicht weiter schlimm, da ich sie sowieso um diese Zeit immer eine kleine Pause machen lasse.

      Was mich aber jetzt auch noch interessierte, wie groß die Kolonie eigentlich ist.
      Dafür müsste ich den kompletten Bodengrund rausnehmen, da sie sich ja zum Teil dort eingenistet haben.
      Dafür fehlte es mir aber an Zeit.
      Nach einigen Überlegungen viel mir ein, ich könnte sie ja mal aus dem Bodengrund rausscheuchen, indem ich den Boden richtig nass mache.
      Gedacht getan, ich stellte ein 10 Liter Eimer auf das Becken und lies das Wasser mit einem Schlauch ins Terrarium tröpfeln.
      Am Schlauch brachte ich dafür eine kleine Klemme an, sonst wäre es zu schnell reingelaufen.
      Das Wasser lies ich auf ein Stück Holz tröpfeln.


      Die ganze Aktion dauerte ca 12 Stunden und es liefen 20 Liter ins Becken.

      Nachdem der Sand immer feuchter wurde, zogen sie komplett ins Ytongnest um.
      Somit konnte ich sie endlich mal schätzen und die Kolonie besteht aktuell aus 600 – 800 Frauen.


      Am nächsten Tag finge sie auch schon wieder in der Nähe des Nesteinganges an zu graben.


      Nach drei Tagen, als die oberste Schicht etwas getrocknet war, wurde auch an anderen Stellen wieder gegraben.


      Es bereitet mir richtig Freude, ihnen dabei zu zuschauen.

      Hier noch ein Bild bei einer trophallaxis.


      Während die eine Ameise die andere fütterte, wurden beide noch von anderen geputzt.

      LG
      Holger

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    • Re: *Cataglyphis viaticus - Haltungsbericht

      Stand vom 23.11.2012

      Haben sich wieder komplett neue Gänge und Höhlen in den Sand gegraben und sind auch aus dem Ytongnest ausgezogen.
      Ich denke aber, dass sie wieder in den Ytong umziehen, sobald der Sand wieder komplett durchgetrocknet ist.
      Von daher ist es jetzt nicht tragisch.
      Wird halt noch ein paar Wochen dauern.

      Was mir vorher auffiel war, dass sie beim Ytongnest nur die unteren Kammern benutzten.
      Ich denke mal, dass die oberen Kammern einfach zu warm waren bzw. sind.
      Habe nun ums Nest Steine hingelegt und die Lücken zwischen Steine und Nest mit Sand aufgefüllt.
      Erhoffe mir dadurch, dass auch andere Kammern nicht so warm werden.


      Als sie noch im Ytongnest waren, machte ich nachts ein Bild davon wie sie vor dem Nesteingang Wache halten.


      Schöner saftiger Apfel wird sehr gerne angenommen.


      Hier mal zwei Videos beim buddeln und graben.
      Könnte stundenlang dabei zuschauen, vor allem wenn sie denn Sand nach hinten schleudern.




      LG
      Holger

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    • Re: *Cataglyphis viaticus - Haltungsbericht

      Stand vom 20.01.2013

      Der Sand ist wieder komplett getrocknet und dadurch, dass ich das Ytongnest leicht befeuchtete, sind sie wieder in dieses umgezogen.
      Auch haben sie ihre Pause beendet und ich entdeckte die ersten Eier.


      Ich verfüttere jeden Tag 2 – 3 kleine Heimchen und Puppen vom Mehlkäfer.
      Bei den Puppen achte ich darauf, dass diese richtig weiß sind.
      Diese haben sich erst verpuppt und die Haut ist noch nicht ausgehärtet.
      Wie man hier auf dem Bild sehen kann, sind die Puppen sehr beliebt.
      Mehr sogar als die Heimchen.


      Durch Eastons Hinweis in seinem Bericht gab ich ihnen auch mal ein Mandarinenstückchen.
      Sie waren sehr begeistert davon.


      Auch am zweiten Tag machten sie sich daran zu schaffen und bissen Stückchen ab um an den Saft zu kommen.

      Bei anderen Obstsorten werden diese so lange abgeleckt bis die Oberfläche trocken ist und dann nicht mehr beachtet.

      Die Wasserstelle wird regelmäßig besucht da ich das Nest nur unregelmäßig leicht befeuchte.


      Einige Arbeiterinnen laufen mit ihren toten Artgenossinnen eine zeitlang durch das Becken, bevor sie diese dann auf den Abfallhaufen ablegen.
      Habe leider kein schärferes Bild hinbekommen, sind verdamm flink unterwegs.


      Den Abfallhaufen haben sie im rechten hinteren Bereich angelegt.
      Also die weiteste Stelle vom Nest entfernt.
      Dieser wird meistens von mindesten einer Arbeiterin bewacht.


      Da die viaticus recht schnell umziehen, hat man eine Vielzahl von Beobachtungsmöglichkeiten.
      Wenn ich sie beim graben beobachten möchte, brauche einfach nur den Sand ausreichend befeuchten und schon geht es richtig Rund.
      Wenn ich aber einen Überblick über die Brut haben möchte, lasse ich den Sand komplett abtrocknen und befeuchte das Ytongnest leicht.
      Somit ziehen sie recht schnell wieder in das Ytongnest ein.
      Ist eine muntere Bande die mir richtig viel Freude bereitet.

      An dieser Stelle hätte ich aber eine Frage an Euch.
      Das Becken hat ja die Maße 95cm breit 95cm tief und 50cm hoch.
      Zurzeit beheize und beleuchte ich das Becken mit 6 Strahlern je 50 Watt.
      Würde es vielleicht ausreichen, wenn ich dafür 4Stück T5 Röhren mit jeweils 39Watt verwenden würde?
      Ob die abwärme der Röhren ausreicht?
      Ihr könnt mir ja eure Einschätzung im Diskussionsthread mitteilen.

      LG
      Holger

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    • Re: *Cataglyphis viaticus - Haltungsbericht

      Stand vom 23.06.2013

      Sie nehmen immer noch gierig Futter an aber was mir doch etwas Sorgen macht, die Aktivität lässt immer mehr nach.
      Zeitweiße sieht man gar keine Ameise im Becken.
      Da sie ja immer noch im selbstgegrabenen Erdnest sitzen weiß ich halt nicht wie der Stand der Kolonie ist.
      Heute hatte ich nun endlich Zeit für sie um sie auszugraben.
      Ich vermutete sie vorne auf der rechten Seite in der Nähe eines Eingangs des internen Ytongnestes da sie dort einen Eingang zum selbstgegrabenen Nest hatten
      Somit fing ich vorne auf der linken Seite an, um mich dann vorsichtig auf die rechte Seite graben zu können.


      Nur hatten sie doch nicht dort ihr Nest sondern ganz hinten im Becken.
      Somit grub ich mich vorsichtig weiter.


      Zwischenzeitlich hatte ich die Eingänge vom interen Ytongnest mit Sand verschlossen.
      Sie sollen in ein Ytongnestblock einziehen, dass ich später noch ins Becken legte.

      Nach dem ich jetzt schon über eine Stunde gegraben hatte, fand ich das Nest nun endlich.

      Die festen Lehmbrocken nahm ich vorsichtig mit der Hand raus und den losen Sand mit der Schaufel bis alles frei lag.
      Meine Befürchtungen haben sich nun bestätigt, es ist keine Brut vorhanden und die Kolonie ist auf ca 80 – 100 Tiere geschrumpft.
      Leider fand ich aber auch die Königin nicht.

      Nun legte ich das Ytongnestblock ins Becken, damit sie dort einziehen können falls die Kolonie doch zu stark abgebaut hat und ich sie in ein kleineres Becken umsetzen kann.


      Kurz danach sah ich, dass sie einen Eingang vom internen Nest freigelegt haben und ich hoffe somit, dass sie die Königin ins Nest getragen haben und ich es nicht sah.

      Einige Arbeiterinnen waren durch die Aktion völlig Orientierungslos und andere kauerten sich an Lehmbrocken.


      Aber mit der Zeit fanden sie das Nest und beruhigten sich wieder.
      Ich lies sie nun mal in Ruhe und als ich später noch mal ins interne Nest nachschaute, befanden sich ca 20 Arbeiterinnen darin.


      Die Königin konnte ich nicht entdecken.
      Es gibt aber eine Stelle wo man keinen Einblick hat.


      Im Ytongnestblock befanden sich auch einige Arbeiterinnen nur leider ist direkt hinter dem Eingang eine größere Kammer bei der ich auch keinen Einblick habe.


      Ich werde sie jetzt zuerst mal in Ruhe lassen und hoffe halt, dass die Königin noch lebt.
      Des weiteren werde ich wieder am internen Nest für abends eine Heizmatte anbringen.
      Hoffentlich wendet sich noch alles zum Guten.

      LG
      Holger

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    • Re: *Cataglyphis viaticus - Haltungsbericht

      Stand vom 08.07.2013

      Nachdem sie ins Ytongnest eingezogen waren, hatte ich Tags darauf Spielsand aus einem Baumarkt gekauft und das Becken wieder eingerichtet.
      Dieses Mal habe ich unter dem Sand kein Lehmpulver hinzugemischt und somit können sie sich nicht wieder ein eigenes Nest graben.
      Über den Nestern habe ich die drei 50 Watt Strahler gegen 25 Watt Energiestrahler ausgetauscht und für nachts eine Heizmatte an das Glas des Nestes angebracht.


      Nach zwei Tage stieg die Außenaktivität wieder merklich an und sie versuchten auch bis jetzt nicht sich irgendwo einzugraben.

      Futter wird gierig angenommen und sie haben auch keine Probleme mit großen toten Heimchen.


      Somit wird es dann doch mal Zeit ein Blick ins Nest zu werfen. Und siehe da, es ist schon erstaunlich was sich in den zwei Wochen getan hat.
      Eierpakete und Larven werden von den Arbeiterinnen festgehalten.
      Zwei größere liegen auf dem Boden.


      Dieser Anblick erfreut mich sehr und somit kann es nun wieder aufwärts gehen.
      Da sie auch keine Anstalten machen wieder aus dem Ytong auszuziehen, war es doch vorher durch die drei 50 Watt Strahler über Tag zu warm.
      Im selbstgegrabenen Erdnest war es dafür nachts zu kühl und somit wurde die Produktion von Brut eingestellt.
      Jetzt läuft es ja wieder bestens.

      LG
      Holger

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      Die Erinnerung ist ein Fenster durch das ich Dich sehen kann, wann immer ich will.
    • Re: *Cataglyphis viaticus - Haltungsbericht

      Stand vom 17.11.2013

      Tja, da hatte ich mich doch zu früh gefreut.
      Ich wollte ihnen Ruhe geben und schaute über mehrere Wochen nicht mehr ins Nest.
      Als ich dann noch mal nachschaute, ca Ende September, hatten sie sich komplett in den hinteren kühleren Nestblock zurückgezogen und natürlich keine Brut mehr.
      Ich entfernte nun beim hinteren Nestblock den Sichtschutz.


      Sie sind dann auch brav wieder in den vorderen Teil gewandert an dem auch die Heizmatte angebracht ist.
      Es tat sich aber immer noch nichts.
      Irgendetwas schien hier nicht mehr zu passen und ich hatte keine richtige Idee, woran es liegen konnte.
      Zumal sie sich immer den kühleren Bereich des Nestes aussuchten, war ich der Meinung, dass es an fehlender Wärme nicht liegen kann.
      Wollte nun die Tage ein 60cm Becken fertig machen und sie dort reinsetzten.
      Das große Becken wollte ich dann komplett abbauen.
      Da ich aber im Moment nicht viel Zeit für dies Aktion habe, entschloss ich mich doch noch einen Versuch zu starten.
      Ich tauschte vor drei Tage die drei 35 Watt Strahler gegen 50 Watt aus und nahm diese aus der Halterung damit sie etwas tiefer im Becken hängen.


      Somit ist es auch im unteren Bereich wärmer.

      Heute schaute ich noch mal ins Nest und die Aktion hat sich gelohnt.
      Konnte eine Arbeiterin mit einem Eierpaket entdecken.


      Musste sie also dazu zwingen im wärmeren Bereich zu sitzen damit sie wieder Brut aufziehen.
      Konnte so ein Verhalten bei den anderen Arten die ich pflege nicht beobachten.
      Sie suchen sich schon die warmen Bereiche auf die sie brauchen um Eier legen zu können.
      Die Catas hätten ja im Nestblock in die oberen Kammern sitzen können, da ist es warm genug, machten sie aber nicht.

      Da frag ich mich halt wie es in der Natur ausschaut.
      Ist der Boden auch in tiefern Bereichen richtig warm und können somit einer gewissen Wärme nicht entgehen?

      Werde sie nun genauer im Auge behalten.
      Wenn sie wieder reichlich Brut aufziehen passt es ja.
      Wird dies nicht der Fall sein, werde ich sie dann doch in kleineres Becken umsetzten um optimaler Bedingungen raus finden zu können.

      LG
      Holger

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    • Re: *Cataglyphis viaticus - Haltungsbericht

      Stand vom 10.02.2014

      Leider sind und bleiben sie meine Sorgenkinder.
      Sie haben ja seit November wieder Brut, allerdings entwickelt sich diese nicht weiter.
      Bin mir ziemlich sicher, dass es an den Temperaturen nicht liegen kann sondern denke, dass das Nest zu trocken ist bzw. durch die Nestgrösse es der Kolonie nicht möglich ist diese ausreichend mit Wasser zu versorgen, dass in einzelnen Kammern etwas erhöhte Luftfeuchtigkeit herrscht.

      Da mir das Terrarium sowieso nicht gefällt und es in diesem Becken von Anfang an nicht richtig lief, habe ich mich entschlossen dieses wieder abzubauen.
      Zum Glück fand ich vor zwei Monaten ein 60cm Aquarium auf dem Sperrmüll.


      Um sie aus dem Terrarium rauszufangen stellte ich ein neues Ytongnest ins Becken und beleuchtete das interne große Nest.


      Es dauerte nur ein Tag und sie zogen in das neue Nest um und ich konnte sie damit problemlos aus dem Terrarium rausnehmen.
      Das Nest stellte ich ins neue kleine umgebaute Becken.


      Hier habe ich nun bessere Möglichkeiten an den Haltungsparameter zu schrauben bis es wieder passt.
      Werde das Nest 2-3 mal die Woche befeuchten, mal schauen ob sich die Brut dann endlich weiterentwickelt.
      Eier haben sie noch reichlich, hier eine Arbeiterin mit einem Eierpaket:


      Aktuell sind es noch 120 - 150 Arbeiterinnen.

      LG
      Holger

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