Angepinnt Das Bild des Tages

    • Oecophylla longinoda hier im Comoé National Park.
      Die Art sieht man relativ häufig. Allerdings ist es oftmals schwierig ihnen nahe zu kommen da sie in größeren Höhen fouragieren und nisten. Selbst auf dem Wasserturm, der mehr als 7m hoch ist, sind die Tiere oben noch zu finden, indem sie vom nächsten Baum auf das Bauwerk gelangen.


      Grüße aus dem Busch
      "Ein Experte ist ein Mann, der hinterher genau sagen kann, warum seine Prognose nicht gestimmt hat" - Winston Churchill
    • Meine Messorkolonie hat mittlerweile eine große Anzahl an Jungköniginnen, viele mit Flügeln, einige mit einem Flügeln und so mancher Gyne, die ohne Flügel die Rolle von Arbeiterinnen einnehmen. Der einzige Nachteil daran ist es, dass ich die "echte" Gyne nicht finde.

      Heute habe ich aber folgenden Blick erhaschen können:



      Nach meinen Erfahrungen sind (meine) Messor sehr selten physogastrisch, daher ist das schon ein echt beeindruckender Hintern. ;) Ich glaube, mir steht demnächst echt viel Nachwuchs ins Haus. Das warme Wetter + Heizmatte scheint den Ameisen also durchaus zu gefallen.
      Mein Diskussionsthread mit Links zu meinen HBs

      Ein Leben ohne Messor ist möglich, aber sinnlos! - frei nach Loriot
    • Moin!

      Hier seht ihr einige Arbeiterinnen der Art Anoplolepis steingroeveri. Diese Art ist polymorph und die Größe der Arbeiterinnen variiert zwischen drei bis sechs Millimeter.



      Gruß, Olaf
      „It's a white whale, I say,“ resumed Ahab, as he threw down the top-maul; „a white whale. Skin your eyes for him, men; look sharp for white water; if ye see but a bubble, sing out!“ Moby Dick, Herman Melville

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von Olaf Schwarz () aus folgendem Grund: Name der Art durch Händler falsch benannt. Name geändert von Anoplolepis nuptialis in Anoplolepis steingroeveri.

    • Nochmal ich.
      Ein wahrer Diamant ist uns in die Hände gefallen. Nach fast dreißig Jahren des Suchens, Hoffens, Spekulierens und nach vielen frustrierenden, weil erfolglosen Aufenthalten in den Heimatgebieten dieser interessanten Art fanden wir am letzten (!) Abend unserer Reise diese jungen Königin. Am Abend eines kühlen, stürmischen Tages. Es scheint also so, als ob die Art auch am Tage schwärmt. Dafür sprechen sowieso meine früheren Beobachtungen von 1993 bis 1997, ich beobachteten an warmen Tagen im Juni und Juli Weibchen an den Nestbäumen damals in Ungarn. Im vorigem Jahr tagsüber auch abfliegende Männchen in der südlichen Türkei. Dort früher im Jahr, im Mai. Es ist dort im Frühjahr wärmer.



      Hochinteressant. Der jungen Königin habe ich einige, etwa 30 kleine bis mittelgroße Arbeiterinnen zugesetzt. Das war risikobehaftet und ging beinah schief. Ich werde darüber berichten. Nun, nach einigen Tagen, haben sich diese Arbeiterinnen der Königin angeschlossen, es findet lebhafte Trophallaxis statt und Kommunikation statt. Es gibt erste Eipakete. Die Eier sind weiß.
      Noch ist nichts in trockenen Tüchern. Aber es sieht gut aus und ich bin überglücklich.
      Diese Art hat mich schon immer begeistert und fasziniert. Endlich gibt es eine Chance, mehr über diese Tiere zu erfahren.

      LG, Frank.

      Edit. Das Beobachtungsnest befindet sich in einem Reagenzglas. Etwas Kondenswasser trübt leider die Bildschärfe und Sicht auf die Tiere.
    • In Ungarn sahen wir an einigen Stellen Amazonenameisen. Auch Raubzüge konnten mehrfach wir beobachten. So auch bei dieser Kolonie auf einer stets gemähten Uferwiese am See.
      Die Ameisen marschierten in relativ geordneten Kolonnen zum Nest der Hilfsameisen. Der Rückzug, beladen mit dem Beutegut, Puppen der Hilfsameisen, verlief dagegen eher ungeordnet. Zum heimischen Nest zurückgekehrt, wurden die geraubten Puppen meist an einigen Stellen vor den heimischen Nesteingängen haufenweise hingeworfen und so an die eigenen Hilfsameisen übergeben. Manchmal konnte sich eine Polyergus nicht so richtig und sofort von der von ihr erbeuteten Puppe trennen, dann konnten die Hilfsameisen richtig energisch werden und entwanden der Amazonenkriegerin die Puppe, um sie in das Nest zu tragen. Die ließ dann ab von der geraubten Puppe und rannte wieder zum Ort der überfallenen Kolonie.

      Es ist immer ein ziemliches Gewusel. Drückt man dann auf den Auslöser, sieht man nur wenige Tiere auf dem Bild. Schwierig, mit der Kamera wieder zu geben, was man gesehen hat. Hier aber ein solcher Platz, an dem die Amazonen in der Nähe des eigenen Nestes das Beutegut übergeben. Einige Amazonen und ihre Hilfsameisen aus dem eigenen Nest.



      LG, Frank.
    • Ich arbeite im Moment an meiner Masterthesis über Treiberameisenernährung. In den zwei Monaten Feldarbeit habe ich rund 3300 Beutestücke besammelt, die nun endlich alle sortiert sind. Das hat über zwei Monate gedauert, jetzt bin ich damit endlich durch.
      Hier eine Beobachtung während meiner Feldarbeit in Costa Rica. Die arme Apterostigma-Arbeiterin kann nur hilflos dabei zusehen, wie ihr Nest von einer Horde der Treiberameisen Neivamyrmex gibbatus ausgeraubt wird. Zum Glück rauben die Räuber nur die Brut, und lassen die adulten Ameisen völlig unbehelligt.



      Grüße, Phil
    • Im flachen Land am Plattensee in Ungarn fanden wir oft an Waldrändern, in verwilderten Gärten und auf hellen Lichtungen im Laubwald Erdhügelnester von Lasius spec.. Sicher nichts besonderes, aber manchmal waren die Erbauer Chthonolasisus-Arten. Hügelnester von Chthonolasius kenne ich hier im Rheinland nicht. In früheren Jahren, im Land Brandenburg, fand ich manchmal solche Nester. Mag sein, dass das auch mit der Beschaffenheit der Böden zusammenhängt, in Ungarn wie auch in Brandenburg gab es eher leichte, sandige Böden.
      Ein göffnetes Nest von Chthonolasius spec.. Eindeutig Chthonolasius, nicht etwa Lasius flavus. Wir sahen einige bereits geschlüpfte Jungköniginnen.



      Das Nest wurde nur öberflächlich geöffnet.

      LG, Frank.
    • Ungebetene Gäste

      Die doch recht kühlen Temperaturen in der vergangenen Woche ebneten einigen ungebetenen Gästen den Weg, da die Pseudomyrmex spinicola kaum noch Aktivität auf ihrer Akazie zeigten.


      Dieser Distelfalter (Vanessa cardui) hatte wohl ein Plätzchen zum Ausruhen gesucht und wurde von den Ameisen auch lange Zeit nicht bemerkt.


      Bei dieser dreisten Erdhummel, welche fleißig die Nektarien aberntete und dabei den Dornen ziemlich nah kam, verstanden die Bewohner allerdings keinen Spaß mehr.
    • Eine hübsche Chthonolasius spec. mit zugesetzten Lasius niger Arbeiterinnen und Puppen. Um die Königin nicht zu gefährden, habe ich nur sehr wenige Arbeiterinnen und lieber viele Puppen zugesetzt.
      Obwohl es sich um alte Arbeiterinnen einer sehr großen Lasius niger Kolonie handelt, war von Anfang an null Aggression gegenüber der fremden Königin zu beobachten, was mich wirklich erstaunt hat (es sind allerdings auch bloß fünf Arbeiterinnen, aber frisch aus einer Kolonie entnommen).
      Im Gegenteil, nach kurzer Zeit konnte ich bereits Trophallaxis beobachten.

      Viele Grüße, Phillip
      "Das Leben besteht aus vielen kleinen Münzen und wer sie aufzuheben versteht, hat ein Vermögen." (Jean Anouilh)
    • Eine Arbeiterin eines Formica-Nestes, gesichtet an einem sonnigen Waldrand neben einem Acker in Richtung Westen. Vermutlich Formica sanguinea - obwohl vom Aussehen auch Formica polyctena in Frage käme - allerdings sieht das Nest eher nach Formica pratensis oder sanguinea aus. Ich werde versuchen die kleinen ab und an zu besuchen und zu schauen was aus dem Nest wird.
    • Eine Ode an die Geduld in der Ameisenhaltung

      Moin!

      Diese Formica (Serviformica) fusca Kolonie ist die erste Ameisenkolonie, die ich Anfang Juni 2015 erhielt und es kommt mir eine halbe Ewigkeit vor. Der Kolonie geht es insgesamt gut, allerdings hat sie sich zahlenmäßig nicht weit entwickeln dürfen. Zu Beginn zählten sie um die 30-40 Arbeiterinnen, die Gyne war sicherlich im Schwarmflug 2014 gefangen worden. Bei mir kam es 2015 zu einem gewissen Maß an Nachwuchs, den ich leider nicht mehr genau beziffern kann. 2016 wollte die Kolonie dann voll durchstarten, doch habe ich spontan den ersten Nachwuchs (90+ Puppen) an meine Formica (Raptiformica) sanguinea abgezweigt. Dies empfinde ich heute als Fehler. Die Formica (Serviformica) fusca Kolonie hätte erst deutlich größer sein müssen, um Brutabzweigung verkraften zu können. Und dann hätte ich auch nicht alles abzweigen dürfen. Da ich annahm, dass die Gyne sofort wieder anfangen würde Eier zu legen, um den Verlust der Brut auszugleichen, machte ich mir diesbezüglich keine Gedanken. Nun legte die Gyne eine mehrwöchige Pause ein, bevor sie die Eiablage zum Ende des Sommers wieder aufnahm. Und die Formica (Raptiformica) sanguinea hat die hinzugefügte Brut der Formica (Serviformica) fusca größtenteils gefressen. Die deutlich größere Formica (Raptiformica) sanguinea Kolonie hätte dieser Infusion an Brut auch nicht unbedingt bedurft, also wurde ohne Not die Kolonieentwicklung der Formica (Serviformica) fusca Kolonie behindert. Ich wollte der Formica (Raptiformica) sanguinea einfach bessere Bedingungen schaffen und ihnen wenigsten einmal im Jahr Brut anbieten.



      Letztendlich war die Formica (Serviformica) fusca Kolonie mit der Reproduktion aus 2015 und dem ausgebremsten 2016 auf eine Arbeiterinnenstärke von 250 gekommen. Anfang 2017 legte die Gyne sehr reserviert Eier, es entwickelten sich daraus acht Puppen, im Frühjahr zuvor hatte ich zum Vergleich fast 100 Puppen, aber es sollten sich dann nur Geschlechtstiere daraus entwickeln, fünf Königinnen und drei Männchen, die ich nun zum ersten Mal sehen konnte. Dann kamen die Milben und reduzierten die fünfzehn Gynen auf zehn Gynen und die ca. 250 Arbeiterinnen auf ca. 100 Arbeiterinnen (Stand Juni 2017). Aber der Kolonie geht es wieder gut und sie hat bereits Brut in allen Stadien, darunter erfreulicherweise viele Eier. Nun lass ich in jedem Fall die Finger von der Brut und hoffe in zwei bis drei Jahren eine schöne, große Kolonie zu halten.

      Gruß, Olaf
      „It's a white whale, I say,“ resumed Ahab, as he threw down the top-maul; „a white whale. Skin your eyes for him, men; look sharp for white water; if ye see but a bubble, sing out!“ Moby Dick, Herman Melville
    • Moin!



      In Südafrika hat der Winter begonnen. Bereits Anfang Juni 2017 habe ich die Wärme der Lampen und der Heizmatte für die zwei Formikarien der Anoplolepis steingroeveri Kolonie weggelassen, dann die Heizmatte für das Nest abgeschaltet: die Wärme, die die Anoplolepis steingroeveri bei mir gewöhnt sind, ist weg. Als Reaktion brachten sie ihre Puppen nach oben und legten sie auf der Oberfläche des Nests ab.



      Gruß, Olaf
      „It's a white whale, I say,“ resumed Ahab, as he threw down the top-maul; „a white whale. Skin your eyes for him, men; look sharp for white water; if ye see but a bubble, sing out!“ Moby Dick, Herman Melville
    • Moin!

      Die Pheidole pallidula Soldatinnen und Arbeiterinnen beim sonntäglichen Schmauß: frische Grillen, lecker! Die Heuschrecken von vor zwei Tagen sind nun fast ganz gefressen, deshalb lasse ich sie den Ameisen noch ein bis zwei Tage. Trotzdem gab es jetzt frische Kurzflügelgrillen.



      Gruß, Olaf
      „It's a white whale, I say,“ resumed Ahab, as he threw down the top-maul; „a white whale. Skin your eyes for him, men; look sharp for white water; if ye see but a bubble, sing out!“ Moby Dick, Herman Melville
    • Letzte Woche waren meine Freundin und ich von Ilsenburg aus im Harz unterwegs, es ist einfach nur super schön dort! In Hannover haben wir ja leider nur Laubwälder. Blick auf Ilsenburg:

      Dabei entdeckten wir diesen riesigen und wahrscheinlich schon sehr alten Waldameisenhügel, der dem vom eigentlichen Wanderweg plattgetretenen Trampelpfad zufolge scheinbar eine kleine Sensation für vorbeiwandernde Familien ist. Auf der Bank möchte aber wahrscheinlich niemand mehr sitzen; um das Nest herrschte trotz der doch eher kühlen Temperaturen reger Betrieb.

      LG, Phillip :)
      "Das Leben besteht aus vielen kleinen Münzen und wer sie aufzuheben versteht, hat ein Vermögen." (Jean Anouilh)