Pinienrinde gegen Milben

    This site uses cookies. By continuing to browse this site, you are agreeing to our Cookie Policy.

    • Pinienrinde gegen Milben

      Hallo,

      ich bin zufällig auf Pinienrinde als Alternative für sämtliche anderen Terrariensubstrate gestoßen. Angeblich meiden Milben die Rinde, da sie den Harz nicht mögen. Perfekt denke ich mir. Hat jemand Erfahrungen damit gemacht. Ich möchte letztendlich nur wissen, ob ich sämtlichen exotischen Ameisenarten diese Rinde problemlos anbieten kann oder ob Pinienrinde für die Ameisen gefährliche Inhaltsstoffe besitzt?

      LG Kevin
    • Re: Pinienrinde gegen Milben

      Hallo Kevin,

      glaube Imago hatte mal schlechte Erfahrungen mit behandelter Pinienrinde gemacht, bei seinen Camponotus ligniperda, wenn ich nicht irre. Schau mal in seinen Haltungsbericht. Und Frank hatte mal was zu unbehandelter Rinde geschrieben.

      Vielleicht meldet sich ja noch einer von beiden, für genaueres.

      Ansonsten hilft bei tropisch-feuchten Becken auf jeden Fall eine Grundbesatz an Bodenorganismen. Also weiße Asseln, Springschwänze etc. Auch gegen Schimmel. Von sterilen Becken halte ich nicht viel, außer bei reinen Sandterrarien. Bringt mehr Probleme mit sich, als natürliche Terrarien mit Mikrofauna.

      LG
      Marcel
    • Re: Pinienrinde gegen Milben

      In meinem Waldterratium habe ich bei der Einrichtung einiges an Pinienrinde verstreut, gemeinsam und gemischt mit Waldsubstrat und -streu aus dem Freiland. Also als Bodenstreu.
      Die Pinienrindenstückchen sind nun teilweise mit Moos bewachsen, sie werden von vielen kleinen Bodentierchen wie den Springschwänzen und Asseln gut angenommen. Für mich ist das ein guter Zusatz zum Bodenstreu. Als ausschliesslicher Bodenstreu allerdings wären mir die Rindenstückchen zu gross und zu grob. Sie sind im Durchschnitt etwa 1 Zentimeter lang. Aber die Pinienrinde sorgt offenbar für ein recht gutes Kleinklima am Boden und ist in gewisser Weise biologisch aktiv, indem sie Unterschlupf und Nahrung bietet für viele kleine Organismen.
      Meine Pinienrinde ist so ein Orchideensubstrat, damals gekauft beim Dehner. Unbehandelt und ungedüngt.

      Ob die Pinienrinde imstande ist, Milben abzuwehren oder gar abzutöten, weiss ich nicht. In jedem Fall gibt es bei mir sicher auch wenige Milben, ebenso wie alle anderen Kleintiere, die am Waldboden leben. Aber nicht jede Milbenart ist eine Bedrohung. Es gibt jedoch keine bemerkenswerten Populationen an störenden Futtermilben oder gar an parasitschen Milben. Vermutlich werden solche Milben im Schach gehalten durch die fitteren Springschwänze etc., die die Milben indirekt verdrängen durch Konkurrenz um die Ressourcen, Nahrungsreste der Ameisen etc..
      Ich denke, ein vielfältiger, kleinteilig und reichlich strukturierter und möglichst naturähnlich gestalteter Lebensraum ist der beste Schutz gegen solche Parasiten in Waldterrarien, er bietet den Feinden solcher Milben ausreichend Unterschlupf und Möglichkeiten.

      LG, Frank.
    • Re: Pinienrinde gegen Milben

      Hallo!

      Auch ich habe Pinienrinde in meinem Tropenterrarium. Vermischt mit Erde und zum Teil auch als oberste Schicht verstreut. Ich verwendete eine mit einer feinen Körnung. Pinienrinde soll feuchtigkeitsbindend sein und antiseptische Wirkstoffe besitzen was die Vermehrung von Keimen und Pilzen vermindern soll. Bei einem natürlichen Boden aus guter Erde, Humus und Pinienrinde in dem viele Kleinstlebewesen leben kann eigentlich nichts schief gehen. Zumindest bei mir läuft das Ganze nun seit über 1 1/2 Jahren problemlos.

      LG, Jacky