*Camponotus habereri-gemeinsamer Haltungsbericht+Diskussion

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Re: *Camponotus habereri-gemeinsamer Haltungsbericht+Diskuss

      Hallo Stevie,

      mmmhhh bezüglich der Gaster kann ich dir da nicht ganz zustimmen. Es ist für mich bisher eine typische, schlanke asiatische Art. Deren gefüllte Gaster durchaus groß sind im Verhältnis zum restlichen Körper. Und dann insgesamt eine recht gestreckte Form aufweisen. Im Gegensatz z.B. zu Camponotus nicobarensis, die insgesamt einen runderen aber etwas weniger gestreckten, vollen Gaster zu haben scheinen. Zumindest trifft das bisher auf die Minore der Art zu, bei den beiden Kolonien die ich halte.

      Mal zwei Fotos von Camponotus habereri dazu, rund 3 Tage nach der Fütterung. Wahrlich keine ästhetischen Kunstwerke, ist bei dem Plastikreagenzglas nicht richtig möglich. Aber sie dokumentieren denke, was ich meine:



      LG
      Marcel
    • Re: *Camponotus habereri-gemeinsamer Haltungsbericht+Diskuss

      Hallo Marcel!

      Mir kommen die Gaster eher schmal vor, vielleicht liegt das aber auch daran das ich die Camponotus fellah vom Anblick her gewohnt bin, bei denen sehen gefüllte Gaster im Vergleich zum Körper wesentlich voluminöser aus:

      Camponotus fellah volle Gaster

      Aber dazu auf den unten folgenden Bildern mehr.

      Bei meiner Kolonie geht es weiterhin vorran, wenn auch nicht im Eiltempo. Aktuell hat meine Kolonie 8 Arbeiterin, 5 Puppen, eine große Larve, einige kleine Larven und ein paar Eier. Sie leben weiterhin sehr zurückgezogen, nur einmal habe ich jetzt mal wieder eine Arbeiterin außerhalb des Reagenzglases gesehen, als sie am Heimchen war. Diesesmal jedoch tagsüber!

      Das Ytongnest befeuchte ich nicht, somit bleibt es für die Kolonie weiterhin uninteressant. Sie sollen noch eine Weile in dem Reagenzglas bleiben, dass schafft mir aktuell mehr Sicherheit.

      Heute habe ich mal eine Fotoreihe gemacht sowie ein Video, welches in dem Thread "Video der Woche" zu finden ist. Hier nun zu den Bildern dieser beeidnruckend schönen Camponotus Art, ich habe mir die Gyne mal ein Bißchen näher angeschaut.

      Zu erst ein Foto der Kolonie:

      [IMG:http://www.upload.eusozial.de/i/t/5c5l1g4lrmj8.jpg]

      Jetzt schauen wir uns die Gaster der Gyne einmal an, zu erst der Anblick von hinten:

      [IMG:http://www.upload.eusozial.de/i/t/o809q4l1h4sc.jpg]

      Auf diesem Bild ist die Gaster von der Seite abgebildet, sie ist leicht gedehnt und man sieht das Innenleben :schreck: :

      [IMG:http://www.upload.eusozial.de/i/t/3quq80tr0j0t.jpg]

      Hier sieht man den Thorax:

      [IMG:http://www.upload.eusozial.de/i/t/5k5wywu8r9xq.jpg]

      Jetzt Kommen wir zum Caput, ich habe mehrere gute Fotos machen können, es lohnt sich sie anzuklicken:

      [IMG:http://www.upload.eusozial.de/i/t/yl2d1roney2c.jpg] [IMG:http://www.upload.eusozial.de/i/t/igvu08pzwcpu.jpg] [IMG:http://www.upload.eusozial.de/i/t/0a0mgen5ljms.jpg] [IMG:http://www.upload.eusozial.de/i/t/tqtr7ofd9p2z.jpg]

      Und zum Schluss noch ein Schnappschuss einer Arbeiterin:

      [IMG:http://www.upload.eusozial.de/i/t/uiu27f95io4v.jpg]

      Es ist eine wirklich fotogene Art das muss man sagen. An dem Reagenzglas hat sich Feuchtigkeit in Form von kleinen Tröpfchen abgesetzt, ein hübscher Effekt.

      LG Stevie
      Ein weiser Mann vertraut einem Menschen nicht nur aufgrund seiner Worte. Genausowenig verwirft er Worte nur aufgrund des Menschen, der sie gesprochen hat.
    • Re: *Camponotus habereri-gemeinsamer Haltungsbericht+Diskuss

      Hallo!

      Da sich etwas getan hat bei meiner Kolonie, wollte ich kurz updaten. Das Volk hat nun 11 Arbeiterinnen, wobei nun minimal Größenunterschiede zu erkennen sind. Die ersten "normalen" Arbeiterinnen dürften nun geschlüpft sein. Bei meiner Kolonie sind die Arbeiterinnen immer erst dann aus den Kokons geholt wurden, als sie schon fast vollkommen ausgefärbt waren. Das Reagenzglas ist stetig zugebaut und die Temperaturen in diesem dürften so bei 28 Grad liegen. Die Warme Luft im Reagenzglas speichert die Feuchtigkeit besser, das scheint den Tieren ebenfalls zu gefallen. Wie oben auf den Bildern zu erkennen, schlägt sich die Feuchtigkeit auf der Seite des Reagenzglases in Form von kleinen Tröpfchen nieder.

      Das vierte- also letzte Bild der Caputreihe, zeigt wie die Gyne einen runtergeflossenen Tropfen aufnimmt. In Vergrößerung also beim Anklicken des Bildes gut zu erkennen.

      Heute Nacht wurde zum ersten mal ein Mikroheimchen eingetragen, dieses ist etwas größer als eine Arbeiterin. Ein sehr gutes Zeichen. Da sich die Kolonie letzte Nacht um drei Arbeiterinnen vergrößert hat, werden jetzt Proteine benötigt. Die Gyne wird in den nächsten Tagen weitere Eier absetzen und die Kolonie wird jetzt richtig in Schwung kommen. Auf die Anzahl der Brut bin ich gespannt, in zwei Wochen wird sich zeigen wie viel Brut die Damen aufziehen werden. Ich betrachte das Ganze sehr nüchtern, trotz der Freude wie gut sich die Tiere vermehren, haben die vergangenen Wochen gezeigt, dass zwar Brut aufgezogen wird und sich diese auch zügig entwickelt, es aber nicht wirklich viele Bruteinheiten sind die aufgezogen werden.

      Dennoch habe ich das Gefühl das sich das jetzt ändern wird.

      Ich denke die Kolonie kommt jetzt erst richtig in Schwung, zum ersten Mal wurden wirklich Proteine eingetragen.

      Das sind einfach Zeichen die man nicht missachten sollte.

      Die Kolonie ist vor 5 Wochen mit einer Gyne und fünf Arbeiterinnen bei mir eingetroffen. Die Zahl der Arbeiterinnen hat sich also in der Zeit mehr als verdoppelt. Ich bin durchaus sehr zufrieden mit dieser schnellen Wachstumsquote und es ist ja weiterhin Brut in allen Stadien vorhanden.

      Zu dem Verhalten lässt sich noch sagen, dass es sich außerhalb des Nestes um eine sehr quirlige Camponotus Art handelt die sich schnell bewegt und nur kurz stillsteht für ein oder zwei Sekunden, um sich die Fühler die putzen. Dennoch war die Außenaktivität bis jetzt sehr bescheiden. Eine höhere Individuenzahl läße dann wohl mal öfters eine Arbeiterin draussen aggieren, das wäre toll, denn es ist ja schade wenn sich so schöne Tiere kontinuierlich verbarrikadieren und der Halter kaum etwas von ihnen mitbekommt :pardon:

      Wie sieht eigentlich bei euch aus:

      Felix, Nils, Marcel und Roger?!

      LG Stevie
      Ein weiser Mann vertraut einem Menschen nicht nur aufgrund seiner Worte. Genausowenig verwirft er Worte nur aufgrund des Menschen, der sie gesprochen hat.
    • Re: *Camponotus habereri-gemeinsamer Haltungsbericht+Diskuss

      Hi Stevie,

      Bei mir sind es jetzt 10 Arbeiterinnen.
      Als ich gestern geguckt und gefüttert habe, gab es leider kein Kokon sondern nur zwei große Larven, mehrere kleine Larven und Eier.
      Ich denke die zwei Großen werden sich bald verpuppen.
      Bei mir habe ich sie nur ganz am Anfang am Zuckerwasser betrachten können. Weitere Aufnahmen von Zuckerwasser konnte ich nicht sehen.
      Es wurden allerdings zwei kleine Heimchen (etwa wie Caput + Thorax der Königin -> Größe) angenommen und scheinbar auch verwertet.
      Die Tiere leben bei mir in einer "länglichen" Heimchendose mit etwas Moos, Rindenstücken und weitern erdigen Bodensubstrat. Daraus haben sie den Eingang verschlossen (siehe vorherigen Beitrag).
      Ich werde demnächst nochmal messen, wie warm es ist...aber ich denke tagsüber dürfte es an die 30°C gehen.

      Achso als ich nachgeguckt habe im Atlas, habe ich gesehen, dass Taiwan im tropische bis Subtropischen Gebiet der Feuchtwälder liegt und als Vegetation "Subtropischer Feuchtwald" angegeben ist. In Verbindung mit den Klimadiagrammen sollte damit ein Nachstellen des Lebensraumes gut möglich sein (Diercke Weltatlas 2002).

      Grüße Nils
      "Ein Experte ist ein Mann, der hinterher genau sagen kann, warum seine Prognose nicht gestimmt hat" - Winston Churchill
    • Re: *Camponotus habereri-gemeinsamer Haltungsbericht+Diskuss

      Hi Nils!

      Vielen Dank für Info.

      Na mensch, da sind unsere Damen ja fast gleich auf, was ein Vergleichen von Entwicklung und Verhalten ermöglicht.

      Meine Kolonie lebt, wie einem meiner vorherigen Beiträge zu sehen ist, in einem offenen Glasbecken. Das Klima ist dementsprechend nicht subtropisch. Normale Zimmerluftfeuchtigkeit und Temperaturen zwischen 16 und 20°C. Ich habe schon vermutet das sie deswegen ungern ihr Nest verlassen. Deine Haltungsparameter passen wohl besser zu denen in ihrer Heimat.

      Wenn Du aber ebenfalls eine sehr geringe Außenaktivität festellen kannst, ist ja alles in der Norm.

      Man muss ja auch bedenken das ja noch nicht viel Brut vorhanden ist. Ca. 10 Larven bei 10 Arbeiterinnen, da muss nicht jeden Tag Nest verlassen werden, denke wenn mal eine unterwegs ist, dann doch vorwiegend nachts.

      Eigentlich sollte jetzt die erste Mediaarbeiterin kommen, ich denke eine der nächsten Larven wird wohl etwas größer werden als der Rest der herangezogen wird.

      LG Stevie
      Ein weiser Mann vertraut einem Menschen nicht nur aufgrund seiner Worte. Genausowenig verwirft er Worte nur aufgrund des Menschen, der sie gesprochen hat.
    • Re: *Camponotus habereri-gemeinsamer Haltungsbericht+Diskuss

      Hallo!

      Bei meiner Kolonie läuft es weiterhin ganz gut. Letzte Nacht sind sie in den bereitgestellten Ytong gezogen, den ich zur Hälfte mit einer Heizmatte, die ich an die Scheibe geklebt habe erwärme. Der Ytongstein ist bis jetzt trocken gehalten wurden, wurde also nicht befeuchtet. Ich habe aber einen Wassertank eingerabeitet. Dies mache ich bei Camponotusarten für gewöhnlich nicht da sie nach meinen Erfahrungen sehr gute Selbsversorger sind. Da diese Art jedoch in ihrer Heimat subtropisches Klima genießt, bin ich auf Nr. sicher gegangen, da ich dieses im Becken nicht imitiere. Jetzt habe ich den Stein zum ersten Mal befeuchtet. Mal schauen ob es sich auf die Platzierung der Kolonie im Nest ausübt.

      Das Ytongnest habe ich ohne zusätzliche Abdeckung direkt an die Scheibe vom Becken gestellt. Die kleine Kolonie wohnt nicht direkt hinter der Heizmatte, sondern hat sich in eine Kammer zurückgezogen welche nicht direkt beiheizt wird. Dennoch leitet auch die Scheibe die Wärme weiter. Natürlich transportiert die Luft in dem Stein auch die Wärme, somit ist das Nest allgemein stetig wärmer als die Umgebungstemperatur.

      Warum sie aus dem Reagenzglas ausgezogen sind kann ich nicht sagen. Platz war natürlich noch zu genüge vorhanden. Vielleicht war es zu warm, vielleicht zu feucht, vielleicht habe ich aber auch zu häufig gestört, schließlich sind sie ja (wie bisher jede Camponotusart die ich gehalten habe) in einen trockenen Stein gezogen. Ich werde jetzt mal abwarten und austesten, ob ich den Stein überhaupt weiterhin befeuchten muss. Natürlich muss in dem Becken eine stetig wasserführende Quelle vorhanden sein.

      Aktuell sind es:

      12 Arbeiterinnen
      3 Puppen, eine davon ist sehr dunkel, die Imago wird wohl morgen schlüpfen.
      7 große Larven, welche sich in einigen Tagen verpuppen werden.
      ca. 3 kleine Larven
      ca. 3 Eier

      Ich wundere mich stark über die wenigen Eier und die geringe Anzahl kleiner Larven. Eigentlich sollte es jetzt richtig los gehen aber die Kolonie zögert, aus welchen Gründen auch immer. Evtl. stand der Umzug schon seit einigen Tagen an und die Gyne wurde deswegen nicht so intensiv mit Proteinen versorgt, oft gibt es vor und nach einem Umzug einen kleinen Brutstop.

      Ich hoffe das die geringe Produktion nicht auf nicht förderliche Bedingungen zurückzuführen ist, sondern mit dem Umzug zu tun hat.

      Das Reagenzglas habe ich vorsichtshalber noch in dem Becken belassen, einige Tage lass ich dieses noch drin.

      LG Stevie
      Ein weiser Mann vertraut einem Menschen nicht nur aufgrund seiner Worte. Genausowenig verwirft er Worte nur aufgrund des Menschen, der sie gesprochen hat.
    • Re: *Camponotus habereri-gemeinsamer Haltungsbericht+Diskuss

      Hallo!

      Ein kleines aber dennoch nicht unwichtiges Update für alle Halter dieser Art:

      Nachdem die Damen nun in den trockenen Ytongstein gezogen waren habe ich diesen befeuchtet, nicht viel. Im obigen Beitrag schrieb ich noch:

      schließlich sind sie ja (wie bisher jede Camponotusart die ich gehalten habe) in einen trockenen Stein gezogen


      Ich habe aber einen Wassertank eingerabeitet. Dies mache ich bei Camponotusarten für gewöhnlich nicht da sie nach meinen Erfahrungen sehr gute Selbsversorger sind.


      Jetzt habe ich den Stein zum ersten Mal befeuchtet. Mal schauen ob es sich auf die Platzierung der Kolonie im Nest ausübt.


      Das Reagenzglas habe ich vorsichtshalber noch in dem Becken belassen, einige Tage lass ich dieses noch drin.


      Tja, also nach dem befeuchten sind sie die Nacht darauf wieder in das Reagenzglas gezogen. Ich hatte schon ein komisches Gefühl dabei. Demnach scheinen sie trockenere, gar trockene Neststandorte zu bevorzugen.

      Desweiteren habe ich letztens mal nachts das Becken kontrolliert, es war gegen 1:00 Uhr. Zwei Ameisen waren am furagieren, sie untersuchten den großen Stock im Becken. Um endlich Klarheit zu bekommen legte ich drei Heimchen aus. Eines ganz oben auf dem Stock, eines etwas darunter und eines im Becken, am nächsten Morgen waren alle Heimchen eingetragen. Erstaunlich was nachts alles so passiert...des Nachts ist es so, am Tage ganz anders...

      Nun gut, also die Kolonie ist nachts sehr aktiv und sie sind zurück im Reagenzglas.

      Mal schauen wann sie wieder in den Ytong ziehen.

      LG Stevie
      Ein weiser Mann vertraut einem Menschen nicht nur aufgrund seiner Worte. Genausowenig verwirft er Worte nur aufgrund des Menschen, der sie gesprochen hat.
    • Re: *Camponotus habereri-gemeinsamer Haltungsbericht+Diskuss

      Hallo!

      Juhuu, sie sind wieder im Ytongnest :yu:

      Ich werde den Stein nicht mehr befeuchten. Das Nest bleibt nun trocken. Da in dem Reagenzglas und dem Ytongstein annähernd gleiche Bedingungen herrschen und sie sich nun 2x für den trockenen Stein entschieden haben, sie ausgezogen sind als ich ihn befeuchtet habe und sie nun zurückgekommen sind, als er wieder vollkommen trocken war, ist dies nun der Beweis:

      Meine Kolonie bevorzugt ein trockenes Nest.

      Sie sind zur Hälfte direkt hinter die Heizmatte gezogen, die andere Hälfte der Kolonie ist direkt daneben. Also bevorugen sie auch vorwiegend warme Bereiche, wenn die Luftfeuchtigkeit geringer ist.

      Im Reagenzglas wo es nicht so warm wird, da ja zwei Scheiben die Ameisen von der Wärmequelle trennen, sind die Tiere samt Brut an die andere Wand des Reagenzglases ausgewichen, wo sie dann auch gegenüberliegend der Wärmequelle die Brut an die Reagenzglaswand lagerten.

      Aktuell sind es nun 14 Arbeiterinnen und es steht weiter Brut in den Startlöchern.

      LG Stevie
      Ein weiser Mann vertraut einem Menschen nicht nur aufgrund seiner Worte. Genausowenig verwirft er Worte nur aufgrund des Menschen, der sie gesprochen hat.
    • Re: *Camponotus habereri-gemeinsamer Haltungsbericht+Diskuss

      Hallo!

      Die kleine Kolonie scheint sich nun im Ytongnest wohl zu fühlen. Ich habe es natürlich auch nicht mehr befeuchtet. Das Reagenzglas habe ich nun entfernt und somit sind die Ameisen nun gezwungen dort zu bleiben.

      [IMG:http://www.upload.eusozial.de/i/t/gletl7vxw0im.jpg]

      Sie tragen des Nachts fleißig Kokosrindenstückchen ein und versuchen wohl damit Kammern und Gänge schmaler zu machen. Mal schauen welche Ausmaße die Aktivität noch annimmt. Manche Arten tragen sehr viel Substrat ein, andere unterlassen dies dann zügig wieder. Dadurch das ich das Nest nun nicht befeuchten muss, können sie so viel Substrat eintragen wie sie möchten. Das Nest bleibt eh trocken, dann kann das Substrat ja auch nicht schimmeln.

      [IMG:http://www.upload.eusozial.de/i/t/ta0gy9jwjhpj.jpg]

      Die Arbeiterinnen machen einen bunten Eindruck, auch deswegen weil manche noch etwas heller sind, anfangs wurden sie erst aus dem Kokon befreit, als sie fast schon komplett ausgefärbt waren.

      [IMG:http://www.upload.eusozial.de/i/t/b3fwtzx4nfme.jpg]

      Die Anzahl der Bruteinheiten ist nach wie vor moderat. Ich würde mir gern mehr wünschen oder gerne wissen, ob das normal ist bei dieser Art.
      Aktuell sind es 14 Arbeiterinnen die unter 10 Bruteinheiten pflegen. Evt. sind ja auch falsche Haltungsparameter schuld?!

      [IMG:http://www.upload.eusozial.de/i/t/lt5swixshmd0.jpg]

      Die Arbeiterinnen haben gut gefüllte Gaster, auch die Gyne hat einen relativ gut gefüllten Hinterleib. Es sind nur wenige Larven vorhanden, zwei Große die sich die nächsten Tage verpuppen werden und ein paar noch ganz kleine. Eier sind ca. 5 vorhanden.

      [IMG:http://www.upload.eusozial.de/i/t/6yvwt9p1fcjd.jpg]

      Puppen sind es hingegen etwas mehr, sprich 6 wie man auf den Bildern erkennen kann. Was mich aber freut: Die Puppen sind wie erwartet etwas größer als sonst, die Größten sind in etwa so groß wie die Arbeiterinnen, ergo sind die bald schlüpfenden Imagines einen Kopf größer. Links sieht man die Eier und kleine Larven. Ich wollte die Kolonie nicht lange stören, darum habe ich nur ein paar Schnappschüsse gemacht.

      [IMG:http://www.upload.eusozial.de/i/t/2ej1pa4rup9d.jpg]

      Wie sieht es denn bei euch aus mit dem Verhältnis Brut-Arbeiterinnen?

      LG Stevie
      Ein weiser Mann vertraut einem Menschen nicht nur aufgrund seiner Worte. Genausowenig verwirft er Worte nur aufgrund des Menschen, der sie gesprochen hat.
    • Re: *Camponotus habereri-gemeinsamer Haltungsbericht+Diskuss

      Hallo @all,

      ich würde gerne eine kleine Anmerkung zu C. habereri schreiben. Die Tiere leben vorwiegend im trockenen Totholz. Daher ist es nicht verwunderlich, dass sie feuchte Nester scheuen. @Imago: du kannst den Y-tong ohne Besorgnis trocken lassen. Meine C. habereri (aufgezogen aus einer Königin, bestehend aktuell aus ca. 50 Tieren) leben zur Aufzucht in einer trockenen Plastikbox. Die Kolonie wächst so gut, dass ich sie noch etwas in der Box lasse. Später kommt sie dann in ein Becken mit Korkrinde. Die erste größere Arbeiterin erschien bei ca. 30 Tieren und ist momentan auch die einzige ihrer Größe. C. habereri liebt süße Säfte/Speisen. Ab und zu bekommen sie auch ein angedrücktes Heimchen. Ich hoffe euren Kolonien geht es gut.

      Grüßle Kevin
    • Re: *Camponotus habereri-gemeinsamer Haltungsbericht+Diskuss

      Hi Kevin!

      Vielen lieben Dank für Dein (in meinen Augen viel zu seltenes) Statement.

      Dann bestätigt sich meine Vermutung hiermit. Ich habe extra Holz ins Becken eingebracht, Löcher sind vorhanden in dem Stock und belaufen wird er auch. Ich hoffe ja das sie evtl. dort einziehen.

      [IMG:http://www.upload.eusozial.de/i/t/brw4f9ajt5pg.jpg]

      Sag mal Kevin hat Dich eine Arbeiterin schon mal gebissen, oder besteht die Möglichkeit das Du eine Arbeiterin dazu bringen kannst Dich zu zwicken? (Ich sehe leider nur selten eine Arbeiterin mal draußen, die Kolonie beschränkt ihre Außenaktivität derzeit ausschließlich auf die Nachtstunden) holzbearbeitende Arten können kräftig zubeißen, meist wesentlich stärker als Arten die kein Holz bearbeiten. Trockenes Holz ist für gewöhnlich eher hart und verrottet nicht so schnell wie Holz das häufig nass wird. Was auf die Flexibilität der Art zurückführt. Die Kolonien sollen ja lt. Angaben auch nicht all zu volkreich werden. Von einigen Hundert Arbeiterinnen ist die Rede, auch was das angeht bin ich gespannt. Kleine Kolonien sind natürlich wesentlich flexibler.

      Somit würde ich gerne wissen, ob sie Holz aktiv bearbeiten oder ob sie gezielt Nutzflächen aufsuchen und sich arrangieren was den Platzbedarf angeht, ggf. einen neuen Unterschlupf aufsuchen wenn dieser zu klein wird. Oder gar doch ihr Nest erweitern nach unten hin, sprich ein Teilerdnest.

      Auch würde mich interessieren ob sie in Totholz nisten welches sich auf dem Boden befindet, oder sich ihr Lebensraum evtl. sogar auf Bäume erweitern lässt und ihre Nester auch in der Höhe, z.B. in toten Bäumen zu finden sind.

      Natürlich ist es viel zu früh darüber zu spekulieren, ich werde es aber mit meiner Kolonie versuchen herraus zu bekommen.

      Der Verzehr von süßen Früchten/ Säften muss sich nicht nur auf Fallobst beziehen (süße Baumsäfte etc), das bewohnen von Holz, sich vielleicht nicht mal ausschließlich auf Totholz beschränken und das Leben der Tiere sich nicht nur auf den Lebensraum knapp überhalb der Streuschicht begrenzen.

      Ich gehe, so wie diese Art zu leben scheint davon aus, dass das aufziehen von eher weniger Brut zu ihrer Lebensart gehört, würde zumindest zu der aufgeführten Charakterisierung passen. Bevorzugt Süßes, nicht primär auf Proteine aus. So verhält sich auch meine Kolonie. Die Gaster, wie auf meinen vorherigen Fotos zu erkennen ist, sind prall gefüllt, jedoch mit Honig. Die Heimchen bleiben häufig liegen. Jedoch wurden kürzlich auch gleich drei Heimchen eingetragen, das machte sich auch direkt bemerkbar und die Larven legten in den nächsten Tagen enorm zu und verpuppten sich.

      Ach der Arme Kevin, jetzt hat er wieder die volle Breitseite abbekommen, aber vielleicht kannst Du aber doch zu ein oder zwei Sachen ein oder zwei kurze Sätze verlieren, sofern Du beobachten konntest in naher Zukunft beobachten kannst, wenn Deine Kolonie im Becken ist oder aktuell noch mehr Wissen hast als wir.

      Und wie oben geschrieben, auch wenn Zeit immer Mangelware ist, ich würde mich freuen wenn man etwas mehr von Dir lesen könnte!

      LG Stevie
      Ein weiser Mann vertraut einem Menschen nicht nur aufgrund seiner Worte. Genausowenig verwirft er Worte nur aufgrund des Menschen, der sie gesprochen hat.
    • Re: *Camponotus habereri-gemeinsamer Haltungsbericht+Diskuss

      Hallo Imago,

      also...so viel ich weis, nutzen die Camponotus habereri bereits bestehende Holznester. Die Arbeiterinnen können nicht kräftig zwicken. Wie es mit den Majoren aussieht, kann ich bisher nicht sagen. Noch etwas zur Brut: Wie ich bereits schrieb, besteht meine Kolonie aus ca. 50 Tieren. Grob geschätzt, hat die Kolonie ca. 30 kleine bis mittlere Larven und ebenso viele Eier. Puppen sind momenan nicht vorhanden. Der große Schwung ist einmal durch. Da waren es zusätzlich zu der angegebenen Menge Brut und Larven ca. 15-20 Kokons. Ich halte die Tiere momentan bei 24 Grad. C. habereri ist für mich eine sehr flinke Camponotus, welche mit zunehmender Koloniegröße definitiv aktiver wird. In dem Becken sind ca. 5-10 Arbeiterinnen ständig auf Futtersuche etc. (gut 10-20%). Zu dieser Prozentzahl komme ich auch im Mittel bei vielen anderen Ameisenarten. Bei einer Kolonie mit ca. 100 Tieren sind also oft 10-20 Tiere mit Nahrungssuche, Erkundung der Umgebung oder dem Nestbau beschäftigt. Natürlich ist das nur eine oberflächlich zusammengefasste Beobachtung. Die Außenaktivität hängt ganz klar auch von vielen anderen Aktivitäten ab, das weis ich. Die Sterberate von meinen habereri ist sehr gering. Außerdem haben sie zwei Bereiche in ihrem Nest (nichts Verwunderliches). In dem etwas kühlerem Bereich (22 Grad) sitzt die Königin mit ca. 5-10 Arbeiterinnen. In dem wärmeren Bereich (24 Grad), bfindet sich die gesamte Brut mit ca. 30 Arbeiterinnen. Der Rest der Arbeiterinnen läuft umher. An Heimchen wird rumgeknabbert. Es bleibt jedoch viel Restmüll. Süße Säfte etc. werden komplett aufgenommen. Heute werde ich das erste Mal Fruchtfliegen anbieten. Ich nehme an, dass diese sehr gut angenommen werden. Ich hoffe, ich konnte ein bisschen was zum Haltungsbericht beitragen.

      LG Kevin
    • Re: *Camponotus habereri-gemeinsamer Haltungsbericht+Diskuss

      Hi Kevin!

      Ich erwärme den Ytongstein zur Hälfte. Soll heißen das die Heizmatte am Becken angebracht ist, dahinter ist direkt der Ytongstein. Die Heizmatte bedeckt genau die Hälfte des Nestes. Somit entsteht im Nest ein Temperaturgefälle. Ich kann Deine Beobachtung bestätigen:

      In dem etwas kühlerem Bereich (22 Grad) sitzt die Königin mit ca. 5-10 Arbeiterinnen. In dem wärmeren Bereich (24 Grad), bfindet sich die gesamte Brut mit ca. 30 Arbeiterinnen.


      Die gesamte Brut plus knapp zwei Drittel der Arbeiterinnen (9) verweilen direkt hinter der Heizmatte. Gut ein Drittel der gesamten Arbeiterinnen (5) sind stetig bei der Gyne. Die Kolonie ist somit wie bei Dir räumlich aufgeteilt. Während die Brut an der wärmsten Stelle gelagert wird, ca. 28°C, verweilt die Gyne mit einigen Arbeiterinnen an einem kühleren Platz im Nest, nicht direkt hinter der Heizmatte.

      Das die Arbeiterinnen nicht wirklich fest zwicken können ist natürlich kein Beweis dafür das sie kein Holz bearbeiten, lässt lediglich vermuten das es nicht so ist. Es ist ein Anhaltspunkt, mehr nicht, mit dem man aber Tendenzen spekulieren kann.

      Also stimmt das Verhätnis Bruteinheiten/ Arbeiterinnen. Es sind weniger Bruteinheiten als Arbeiterinnen vorhanden. Auch kann ich beobachten das nicht stetig alle Bruteinheiten vorhanden sind, sie produzieren auch bei mir offensichtlich in Schüben. Interessant ist, dass sie das bei Dir immer noch tun, und das es trotz der "Vielzahl" an Arbeiterinnen noch so ausgeprägt ersichtlich ist.

      Was bedeutet:

      oder dem Nestbau beschäftigt


      Bei mir haben sie lediglich ein wenig Kokosrinde eingetragen, nicht wirklich viel. Den Nesteingang haben sie belassen wie er ist. Der Nesteingang gestaltet sich bei mir lediglich als ein Loch im Ytongstein, welches senkrecht nach unten geht.

      Ich bin zuversichtlich was die Außenaktivität angeht, wenn ich Deine Zahlen lese!

      Vielen lieben Dank Kevin das Du Dir die Zeit genommen hast, alle Beobachtungen decken sich mit den Meinigen, das hat mir sehr geholfen und ich denke den anderen Haltern auch.

      LG Stevie
      Ein weiser Mann vertraut einem Menschen nicht nur aufgrund seiner Worte. Genausowenig verwirft er Worte nur aufgrund des Menschen, der sie gesprochen hat.
    • Re: *Camponotus habereri-gemeinsamer Haltungsbericht+Diskuss

      Hallo!

      Hier noch mal ein kleines Update:

      1 Gyne
      20 Arbeiterinnen
      1 große Larve

      Ein paar Eier evtl. kleinste Larven. Ich konnte es leider nicht erkennen, die Ameisen verdeckten die Brut mir ihren Leibern.

      Ich habe die Ameisen nun zeimlich genau 2 Monate. Am 14. September erhielt ich die Kolonie mit 6 Arbeiterinnen plus Brut. In diesen zwei Monaten haben sie sich also doch sehr gut vermehrt. Sie ziehen weiterhin nur wenig Brut auf, welche aber sehr konsequent großgezogen wird. Die Außenaktivität ist weiterhin sehr moderat. Die Heimchen werden manchchmal wochenlang nicht angerührt, den Honig kann ich nicht kontrollieren. Das Volk lebt bei mir immer noch sehr zurückgezogen. Es sind unter den aktuellen Arbeiterinnen leichte Größenunterschiede zu erkennen, die aber noch nicht auf die Unterkasten schließen lassen.

      LG Stevie
      Ein weiser Mann vertraut einem Menschen nicht nur aufgrund seiner Worte. Genausowenig verwirft er Worte nur aufgrund des Menschen, der sie gesprochen hat.
    • Re: *Camponotus habereri-gemeinsamer Haltungsbericht+Diskuss

      Hallo!

      In den letzten Tagen hat sich etwas verändert.

      Draussen ist es kälter geworden und ich heize noch nicht, da meine Wohnung gut isoliert ist. Dennoch ist es auch in der Wohnung kälter geworden. Ich rechnete damit, dass die Kolonie nun vollkommen hinter der Heizmatte verschwindet um keinen Wärmeverlust zu erleiden. Doch genau das Gegenteil hat sich eingestellt. Die gesamte Kolonie hat sich von der Wärmequelle distanziert. Der Rechte Teil des Nestes wird von der Heizmatte bedeckt, die Kolonie befindet sich nun seit ca. einer Woche komplett auf der linken Seite des Nestes.

      Einzige spontane Erklärung des Verhaltens ist eine Diapause.

      Die Art stammt aus dem Südosten von Taiwan, laut Klimadiagramm sind wir da aktuell so bei 20°C, nachts bei 15°C. Bei mir zu Hause sind aktuell die selben Temperaturen.

      Brut wird weiterhin aufgezogen, die Larven wachsen, jedoch kann ich keine Eier erkennen, außerdem meiden sie die Wärme, welche sie vorher nutzten.

      Die Kolonie besteht nach wie vor aus 20 Arbeiterinnen und wenig Brut. Es sind weiterhin unter 10 Bruteinheiten/ Larven, die Mehrheit besteht aus großen Larven die sich in den nächsten 2 Wochen alle verpuppen werden, 2-3 kleine Larven scheinen auch vorhanden zu sein.

      Die Fotos der gesamten Kolonie zeigen das die Tiere nun nicht mehr getrennt sind sondern alle zusammen verweilen:
      [IMG:http://www.upload.eusozial.de/i/t/8saw2wkt0gzd.jpg]

      Sie machen eigentlich den Eindruck einer Diapause. Die vorher in Anspruch genommene Wärme wird nun gemieden, auch Eier scheinen keine vorhanden zu sein:
      [IMG:http://www.upload.eusozial.de/i/t/vt156m23w086.jpg]

      Die Larven werden mit kleinen Proteinbrocken gefüttert. Evtl. besteht ja auch bei dieser Art ein Praesaepium, bei Camponotus (Colobopsis) ist ein solches vorhanden. Ob es allgemein der Gattung Camponotus zuzuschreiben ist, weiß ich nicht. Fakt ist jedoch das die Larven von Camponotus habereri Fleischbrocken unterhalb ihres Nahrungsaufnahmeapparates festhalten und diese dann aufnehmen:
      [IMG:http://www.upload.eusozial.de/i/t/xjsohqaek1py.jpg]

      Hier noch ein Foto der hübschen Gyne:
      [IMG:http://www.upload.eusozial.de/i/t/f8efgq0kvl46.jpg]

      LG Stevie
      Ein weiser Mann vertraut einem Menschen nicht nur aufgrund seiner Worte. Genausowenig verwirft er Worte nur aufgrund des Menschen, der sie gesprochen hat.
    • Re: *Camponotus habereri-gemeinsamer Haltungsbericht+Diskuss

      Hallo!

      Also knapp drei Wochen nach meinem letzten Bericht, der die Situation einer bevorstehenden Winterruhe ankündigte, muss ich berichten das sich meine Befürchtungen mehr oder weniger bewahrheitet haben.

      Ich halte die Kolonie weiterhin bei ca. 15°C. Beckentemperatur. In Taiwan herrschen exakt die gleichen Temperaturen.
      Das Nest erwärme ich weiterhin, jedoch habe ich den Teil des Nestes der beheizt wird geschmälert. Somit verringert sich die Nesttemperatur. Das Volk hat sich an die von der Heizmatte entfernteste Stelle zurückgezogen. Ich werde das Nest zukünftig also noch weniger erwärmen. Die Brut scheint nicht gewachsen zu sein, wie schon auf den obigen Bildern zu sehen ist, sind die Gaster der Tiere bis auf einige wenige, prall gefüllt.

      Innerhalb der nun vergangenen drei Wochen, die zwischen meinen beiden Beiträgen liegen, wurde ein kleines Heimchen angenommen. Dieses positionierte ich mit einem anderen welches sie liegengelassen haben, direkt vor dem Nesteingang und nicht wie sonst an der gewohnten Futterstelle.

      Meiner Meinung nach sind das eindeutige Zeichen einer Diapause.

      Schade finde ich, das ich hier mehr oder weniger der Einzige bin der noch über die Camponotus habereri berichtet. Zwischen Tür und Angel habe ich jedoch erfahren, das andere Halter über wenig Nachwuchs klagen. Jetzt stelle ich mir natürlich wieder die Frage: Sind deren Kolonien auch in einer Diapause oder haben die andere Probleme?

      Camponotus habereri ist als eine sich schnell vermehrende Art beschrieben was ich auch vor der Diapause absolut unterschreiben kann.

      Also jetzt noch mal ganz öffentlich an die Halter dieser Art:

      Wie sieht es mit euren Kolonien aus:

      Wachsen sie?
      Wenn nicht sein wann?
      Wie sind eure Haltungsbedingungen?
      Wie groß sind eure Kolonien?

      Ihr würdet mir sehr helfen da ich so kaum Rückschlüsse ziehen kann.

      LG Stevie
      Ein weiser Mann vertraut einem Menschen nicht nur aufgrund seiner Worte. Genausowenig verwirft er Worte nur aufgrund des Menschen, der sie gesprochen hat.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Imago ()

    • Re: AW: *Camponotus habereri-gemeinsamer Haltungsbericht+Dis

      Servus,
      Meine Kolonie ist in 4 Wochen um eine Arbeiterin gewachsen. Ist damit nun 7 Frauen stark :)
      Aber in der nächsten Zeit müssten weitere 4-7 schlüpfen.

      Hat eine ganze Zeit gedauert bis sich da was getan hat. Brut haben sie in allen Stadien.

      Die Kolonie hockt noch im Reagenzglas welches in einer abgedunkelten Dose liegt.
      Habe konstante 27 Grad tags über. Nachts 24-26 Grad.

      Mfg Flo

      P.S sehe die so gut wie nie Futter nehmen. Gaster sind gefüllt und sie wachsen.
    • Re: *Camponotus habereri-gemeinsamer Haltungsbericht+Diskuss

      Hallo!

      Danke Flo das Du Dich gemeldet hast.

      Also zeigt Deine Kolonie bei wärmeren Temperaturen ein anderes Verhalten. Brut in allen Stadien bedeutet stetiges Wachstum, jedoch ist bei meiner Kolonie erst mal Stillstand angesagt. Schuld sind wohl die Temperaturen bei denen ich sie halte. Ehrlich gesagt hätte mich gewundert wenn sie bei 15°C genauso weitergemacht hätten wie bisher.

      Jetzt drängt sich natürlich die Frage auf:

      Wie verhält sich diese Art in ihrer Heimat wirklich?

      Ich denke sie legen dort auch eine Diapause ein. Warum sollten sie diesen Verhalten hier zeigen und ihrer Heimat nicht?

      Was mich nur wundert ist, dass sie dieses Verhalten zeigen obwohl das Nest weiterhin (im Gegensatz zu den natürlichen Gegebenheiten) erwärmt wurde. Die Kolonie hat sich ja bewusst für die Diapause entschieden und meidet die Wärme und somit auch die Möglichkeit das die Brut sich weiterentwickelt. Ob dieses Verhalten nun wirklich auf kältere Außentemperaturen zurück zuführen ist, ist ja auch nicht gesagt aber davon gehe ich jetzt einfach mal aus, da es die einzige Variable ist.

      Ich denke ich werde ja nun der Einzige sein, der sich an die Temperaturen im Heimatland hält was die Haltung dieser Art angeht, darum wird man da jetzt wohl auch nicht wirklich ein aussagekräftiges Ergebnis erwarten können. Aber mal angenommen Camponotus habereri hält in ihrer Heimat tatsächlich eine Diapause ab, die so ausgeprägt ist das es wirklich für eine gewisse Zeit zu einem Wachstumsstop der Kolonie kommt. Dann sollte man in der Haltung auch darauf eingehen denke ich.

      Exotische Ameisen halten bedeutet nicht das die Tiere permanent bei konstanten 28°C. gehalten werden sollen.
      Auch sollte man nicht vergessen das exogen gesteuerte Diapausen bei exotischen Arten kein: "Naja man muss sie ja nicht unbedingt einhalten" Verhalten antreiben sollen, da evtl. ein nicht Einhalten der Diapause Folgen haben könnte, auch wenn sie undefiniert bleiben und für den Halter ansich belanglos sein können, da sie nicht ausschlaggebend genug aus- und auffallen können.

      Dennoch kann eine Diapause für ein Tier einer bestimmten Region in vielerlei Hinsicht sinnvoll sein. Ganz oben auf der Liste steht für mich der Punkt, dass dieses Verhalten in den Tieren fest verankert ist. Eine Pause herbeigeführt durch externe Gegebenheiten hat die Art evtl. geprägt und ist im Laufe der Evolution unverzichtbar geworden. Evtl. sogar aus rein biologischer Sicht. Evtl. sind mehrere Körperfunktionen auf so eine Pause angewiesen und es geht längst nicht mehr nur darum eine kühlere Zeit zu überbrücken.

      Auch wenn diese Art verkauft wird unter dem Aspekt das sie keine Winterruhe hält, darf man den Begriff Diapause in keinster Weise vernachlässigen. Keine Ameisenart produziert vom 01. Januar bis zum 31. Dezember kontinuierlich gleichbleibend viele Arbeiterinnen, es gibt Hochs und Tiefs und das wohl nicht nicht nur weil externe Umstände diese Schwankungen herbeiführen. Sie waren evtl. einst mal der Auslöser, die Biologie der Tiere und die Kontinuität dieser Umstände haben eine Pause evtl. für das Tier zwingend notwendig gemacht, unabhängig wie die externen Begebenheiten sind.

      Meine Kolonie zeigt ja das sie fähig sind sich anzupassen...
      oder müssen sich nun die Kolonien anpassen die warm durch gepflegt werden?

      Die Antwort finden wir in Taiwan und da keiner von uns da hinkommen wird, müssen wir den Tieren vorgaukeln da sie da wären sonst beeinflussen wir deren biologischen Rhythmus, zu Folge deren Auswirkungen wir nicht kennen. So sehe ich das zumindest.

      In Taiwan herrschen aktuell Tiefstwerte von unter 15°C. und die Höchstwerte liegen bei 20°C.

      Ich bin mal gespannt wie sich das weiter entwickeln wird, ich werde mich weiter streng nach den Temperaturen richten, die dort vorherrschen.

      LG Stevie
      Ein weiser Mann vertraut einem Menschen nicht nur aufgrund seiner Worte. Genausowenig verwirft er Worte nur aufgrund des Menschen, der sie gesprochen hat.
    • Re: *Camponotus habereri-gemeinsamer Haltungsbericht+Diskuss

      Solche Temperaturangaben aus dem Freiland lassen sich aber nicht so einfach direkt übertragen, Stevie. Ich wäre da eher vorsichtig. Zwanzig Grad und Sonnenschein können bedeuten, dass es an sonnigen Standorten sehr viel wärmer ist in Bodennähe. Bei solchen Temperaturen beginnen viele bodenlebende subtropische Arten zB. in den küstennahen Bereichen Nordafrikas oder in Südeuropas mit der Brutaufzucht.
      Es kommt sicher immer auf die Art und auf ihre Lebensweise an, wie du sagst. So gibt es Arten wie die Messor-Arten in den subtropischen Mittelmeerregionen, die bei solche Temperaturen aktiv sind, Brut aufziehen und deren Geschlechtstiere in der kühleren Jahreszeit sogar schwärmen. Der Höhepunkt der Aktivitäten der Kolonien, also die geschlechtliche Fortpflanzung, fallen sogar in die Wintermonate bei einigen dieser Arten. Das ist möglich, weil die Sonneneinstrahlung auch jetzt stark genug ist, die oberflächennahen Bereiche des Bodens ausreichend zu erwärmen.
      Viele Cataglyphis-Arten zeigen im zeitigen Frühjahr ein fast nomadisches Dasein, die Kolonie ziehen oft um und suchen immer besonders sonnenexponierte Neststandorte, um hier zeitig mit der Brutaufzucht zu beginnen.
      Das geschieht bereits im Januar, bei Temperaturen, die denen in etwa gleichen, die du aktuell für Taiwan angibst. Denn, 20 Grad Lufttemperatur bedeuten nicht, dass es in den oberflächennahen besonnten Bereichen eines Ameisennestes nicht viel wärmer sein kann. Dort können es dann leicht um 30 Grad sein und darüber und manche Arten suchen solche warmen Stellen sehr gezielt auf.
      Nicht alle Arten nutzen und suchen die frühe Erwärmung im Jahr aktiv wie zB. die Cataglyphis-Arten aus der bicolor-Gruppe, manche Arten aber eben schon. Um genau zu wissen, welche Art wann und wie mit der Brutaufzucht beginnt, braucht man einfach Freilandbeobachtungen. Nicht nur der Art und ihrer Lebensweise sowie ihres Jahreszyklus, sondern auch der mikroklimatischen Verhältnisse bei zeitweise besonnten Boden und Lufttemperaturen um 20 Grad.

      Ich wäre also mit solchen meteorologischen Temperaturangaben sehr vorsichtig. Sie entsprechen nicht unbedingt den Temperaturen, die Ameisen in den Bereichen antreffen, in denen sie leben. Solche Temperaturen werden ja oft in zwei Metern Höhe gemessen. Temperaturangaben, die die Verhältnisse in der Nähe der Bodenoberfläche angeben, wären m.E. nützlicher. Sowohl in besonnten wie in baumschattigen Bereichen, je nachdem, wo die Tiere so leben.

      LG, Frank.
    • Re: AW: *Camponotus habereri-gemeinsamer Haltungsbericht+Dis

      Hallo,
      Was mir aufgefallen ist, seit ich die bei 27Grad halte habe ich sogar bei der kleinen Kolonie etwas Aussenaktivität.
      Und es geht mit dem Wachstum nicht ganz so schleppend voran.
      Wobei geringe Mengen Protein schon immens viel bewirkt.

      Allem Anschein nach fühlen sie sich wohler, wenn ich das so ausdrücken kann.

      Mfg Flo