Pheidole sinica - Haltungsbericht

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    • Pheidole sinica - Haltungsbericht

      [mitte]Pheidole sinica Haltungsbericht[/mitte]

      [mitte]Titel: Pheidole sinica
      Verbreitung: Asien
      Königin: 12-15mm
      Arbeiterinnen: 3-7mm
      Nahrung: Insekten und Honigwasser
      Luftfeuchtigkeit: 50-70%
      Temperatur: 20-28°C
      Winterruhe: Nein
      Nestbau: Erdnester
      Formicarien: Becken, Farmbecken
      Besonderheiten: Die Gattung Pheidole besitzt zwei Arbeiterinnenkasten, nor-male Minor-Arbeiterinnen und auffällige Soldaten mit großen Köpfen. Diese Art gehört zur Untergattung Ceratopheidole, bei ihnen ist der Größenunterschied der kleinen Arbeiterinnen und Soldaten besonders stark ausgeprägt. Auf einen guten Ausbruchsschutz sollte immer geachtet werden. Sie sind recht aggressiv und besitzen eine sehr starke, beeindruckende Rek-rutierung. Eine der größten Pheidole Arten in Asien. Majore erreichen eine Größe von 8-9mm.


      Anfang des Jahres 2013 erhielt ich neben einer Pheidole noda und einer Pheidole spathifera ebenfalls eine Pheidole sinica, eine Untergattung von Ceratopheidole. Der Unterschied zu den anderen beiden Arten ist der, dass diese um einiges größer sind. Allein die Gyne misst an die 14mm, was ich ziemlich erstaunlich finde. Die Arbeiterinnen sind an die 5-7mm groß und eine Soldatin, welche mit dabei war, misst um die 10mm.
      Ganz schön beachtlich. Ich freute mich ab diesen Zeitpunkt, was die Zeit mit sich bringt, und wie die Kolonie sich entwickelt. Wenn bei kleinen Pheidole schon soviel zu sehen ist, was ist dann bei einer solchen zu sehen, welche groß sind, um sie gut zu beobachten. Laut Angaben kommt diese Pheidole aus dichtem Wald, indem es auch etwas kühler ist. Ich brauchte etwas, um ihnen die perfekten Bedingungen zu bieten und auch in dieser Zeit verstarben mir einige Arbeiterinnen - Begonnen mit 1 Gyne, etwa 20 Arbeiterinnen und eine Soldatin. Traurig war’s und ich musste mir eingestehen, dass diese Art doch etwas anfälliger ist wie die anderen Pheidolen. Nachdem ich die perfekten Bedingungen fand, explodierte die Kolonie plötzlich. Und es kam einiges an Brut. Heute, 2 Monate später ist die Kolonie auf 60-70 Tiere gewachsen, darunter auch einige Soldatinnen- gestorben sind jedoch an die 50 Tiere. Erstaunlich finde ich, dass die Soldatinnen, ähnlich wie Pheidologeton, beachtliche Größenunterschiede zeigen. Nicht alle Soldatinnen sind gleich groß. Die Einen sind wirkliche Granaten, wobei andere wieder etwas zierlicher sind und an Pheidole noda Soldatinnen erinnern. Ähnliches auch bei den Arbeiterinnen. Die Einen größer, die anderen kleiner. Erstlingsarbeiterinnen kann ich ausschließen. Ich habe Bilder gesehen, da waren Soldatinnen so groß wie die Gyne selbst. Ich freue mich schon, was da auf mich zu kommt.
      Zu sagen ist auch, dass die Entwicklung nicht ganz so schnell ist, wie bei anderen Pheidolen. Sie geht etwas langsamer zu Tage. Das macht nichts – dafür ist schon bei kleiner Kolonie ordentlich viel los.
      Soldatinnen, die außerhalb des Nestes sind, konnte ich bisher nicht beobachten – dafür ist die Kolonie warscheinlich noch zu klein.
      Aufgezogen habe ich sie in einer Plastikbox, ausgegossen mit Gips und darüber eine Schicht Bodengrund ( Humus, Sand gemischt )
      Aktuell hausen sie in einem Gipsblock, meiner Meinung nach die beste Nestart für exotische, feuchtliebende Arten. Das Ganze steht in einem 30x20 Becken. Wenn die Kolonie sich weiter so entwickelt, werde ich ihnen aber ein großes Becken anbieten.
      Die Tage versuche ich auch passende Bilder zu machen.[/mitte]
      [mitte]Aktuell :
      60-70 Arbeiterinnen, 100- 150 Bruteinheiten[/mitte]


      Diskussion :

      eusozial.de/viewtopic.php?f=33&t=2184
    • Re: Pheidole sinica - Haltungsbericht

      Hallo,

      mal Zeit für ein Update.

      Der Kolonie geht es bestens, und ich muss sagen, dass mir die Kolonie immer mehr Freude bereitet. Zur Zeit ist eine gewaltige Menge an Larven, sowie Puppen vorhanden, darunter auch ein paar Soldatinnen. Auch die Gyne war fleissig in der letzten Zeit : Sie legte unmengen an Eier. Mehrere Eierpakete sind zu sehen mit ca. 50 Eiern. Sieht schön aus, wenn 10 Arbeiterinnen an der Decke hängen und die Eierpakete tragen.
      Die Menge an Brut ist warsheinlich zurückzuführen, dass ich seeehr viel füttere zur Zeit. Und wie ich sehe, können sie es auch gut gebrauchen. Dadurch ist das Rekrutierungsverhalten jedoch nicht so stark, und bis heute kam noch keine Soldatin zum Einsatz. Die bleiben lieber im Nest und zerteilen die Futtertiere im mollig-warmen Nest. Kleine Schisser - dabei sehen sie doch so monströs aus. Wie gesagt, erinnert mich stark an Pheidologeton. Bei den Puppen konnte ich heute auch eine echt große sehen, die von der Größe an die Gyne heranreicht.

      Ich konnte auch Bilder von den Tieren machen und 2 unterschiedlich großen Soldatinnen :

      Hier einmal der kleine, der in etwa die Größe einer Pheidole noda/spathifera (minimal 1-2mm größer) Soldatin hat :



      Und hier der größere Kandidat, jedoch noch nicht der Größte ( leider möchte er nicht in die Kamera schauen) :





      Die Kleinen haben auch die Kammer mit der Brut mit Humus und Sand verbaut, und nur kleine Löcher gelassen. Ist schwer wirklich alles zu sehen. Ich vermute es ist sogar noch mehr Brut vorhanden, als ich sah.
      Zum Wachstum muss ich sagen, dass die Brut sich nicht ganz so schnell entwickelt, wie der bereits bekannten Pheidolen, jedoch macht sich das durch die Menge der Brut wieder gut.

      Leider sind die Bilder nicht die Besten - ich weiß. Das liegt einfach daran, dass ich keine gescheite Kamera mit Nahaufnahme habe. :(

      Grüße