*Lasius fuliginosus.

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    • Hallo!

      Das Kartonnest wurde inzwischen gewaltig ausgebaut und ist nun etwa so groß wie ein Tennisball. Dadurch, dass ich den Ameisen morsches Holz angeboten habe, ist auch die Farbe der Nestwände deutlich dunkler geworden und deren Oberfläche erscheint viel glatter. Leider haben die Ameisen das Nest über den Talkumrand der Arena hinaus gebaut, so dass ich seitdem einen Deckel verwenden muss. ^^
      Durch die Nestöffnungen sieht man immer wieder ältere Larven und Puppen. Die jungen Larven und Eier sowie die Königin befinden sich weiterhin im Acrylnest.
      Wenn ich mal etwas mehr Zeit habe, liefere ich noch bessere Photos nach. In der Zwischenzeit müssen die beiden Schnappschüsse genügen.

      Bis dahin viele Grüße

      Jens


    • Moin Jens,

      das ist ja einfach der Wahnsinn, danke dass du so regelmäßig berichtest. Wenn sie das Kartonnest weiter ausbauen, könnte man ja beinahe ein Beckensystem ähnlich wie bei Atta überlegen. Nur mit der Winterruhe wird es dann schwierig.

      Wie viel fütterst du die Kolonie inzwischen so?

      LG, Phillip
      "Das Leben besteht aus vielen kleinen Münzen und wer sie aufzuheben versteht, hat ein Vermögen." (Jean Anouilh)
    • Verfüttert werden täglich zwei bis drei Zophobas-Larven oder Heimchen. Zur Abwechslung auch mal ein paar Fliegen oder Raupen aus dem Garten. Je eine ordentliche Messerspitze Honig gibt es zweimal täglich. Ab und zu füttere ich eine halbierte Weintraube oder Kirsche, die bis auf die Schale restlos verzehrt werden.
      Die Koloniegröße schätze ich auf ungefähr 2.000 Arbeiterinnen plus eine ähnliche Anzahl an Larven und Puppen.
    • Es gibt neue Untersuchungen an Lasius fuliginosus. Merkur hat im AP darauf hingewiesen. Lesenswert.

      ameisenportal.eu/viewtopic.php…bc98e870f868371899b862a9c

      Offenbar haben die Autoren der dort erwähnten Arbeit Völker beforscht und die genetischen Verwandschaftsverhältnisse zB. der Arbeiterinnen in mehreren Kolonien untersucht.
      Es zeigte sich, dass die untersuchten Arbeiterinnen der jeweiligen Völker nur eine gemeinsame "Mutter" hatten, d.h., es war immer nur eine Königin in den Völkern reproduktiv.
      Das hätte ich nicht erwartet, sind doch die Völker der Art immer mit vielen Königinnen "ausgestattet". Wie es dazu kommt, dazu habe ich meine Beobachtungen ja eingehend geschildert. Das sind aber nur meine Beobachtungen, mag ja sein, dass andere andere Beobachtungen machen. Es scheint aber so zu sein, zumindest legt das der genannte Beitrag nahe, dass nur eine der Königinnen dominiert und sich fortpflanzt. Zumindest verstehe ich die Ergebnisse der Untersuchungen so.

      Freut mich sehr, dass an der Art geforscht wird.

      LG, Frank.
    • Hallo,

      nur als kleine Ergänzung. Untersucht wurden 33 Kolonien, alle aus der selben Region (bei Münster). Davon hatte eine Kolonie Arbeiterinnen, die von mehr als einer Königin produziert worden sind (sehr wahrscheinlich von 3 Königinnen). Polygyne Kolonien kommen also vor, sind aber sehr selten - zumindest in der Untersuchungsregion! Wie auch von den Autoren schon angedeutet könnte das in einem anderen Gebiet, auch innerhalb Deutschlands, wieder ganz anders aussehen.

      Grüße, Phil