*Polyrhachis dives - Bilder

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    • *Polyrhachis dives - Bilder

      Hi,

      starten will ich mit einer kurzen Bilderserie zum Nestbau.

      Zuerst zwei Bildern vom Reagenzglas in dem sie zu mir kamen und auch einige Zeit lebten.

      Das Reagenzglas ist nicht verdreckt, sondern vollständig zugesponnen:



      Auch die Öffnung wurde stark verkleinert:



      Derzeit leben sie in einem kleinen Nagerhaus. Die Öffnung des Nagerhauses befindet sich an der Seitenscheibe, an welcher von außen eine Heizmatte lehnt:



      An mehreren Stellen haben sie bereits das Nest erweitertet, dazu verwendeten sie Kleintierstreu und die Seide ihrer Larven.

      Die Nesteingänge scheinen immer etwa die selbe Größe zu haben. Im folgenden Bild sieht man gerade eine Ameise hineingehen:



      Polyrhachis dives sind sehr wärmeliebend, das sieht man auch daran, dass sie auf der Seite, die durch die Wärmematte am stärksten erwärmt wird, besonders viel gebaut haben:

    • Re: Polyarches dives - Bilder

      Hey Barristan,

      erstmal coole Bilder ^^

      Aber jetzt zu meiner Fragen,
      kannst du schon irgendeinen Säure-Geruch feststellen? Soll ja bei Polyrhachis dives recht schlimm werden.
      Außerdem brauchen sie eine höhere Luftfeuchte oder mögen sie es eher trocken und warm? Wie hälst du das Nest feucht?

      Ich will selber mit P.dives in die Exotenhaltung einsteigen,aber frühstens erst diesen Herbst wenn ich meine anderen Kolonien in die Winterruhe schicke.

      Allerdings sind sie
      A.Schwer zu bekommen.
      B.Sollen sie recht volkreich und laufwütig werden.
      C.Soll der Säure-Dunst die Gesundheit schädigen.


      Hoffe du kannst ein paar meiner Fragen beantworten.

      mfg Imp
    • Re: Polyrhaches dives - Bilder

      Hi ImperatorAdeptus,

      freut mich, dass Dir die Bilder gefallen.

      Zum Säuregeruch:

      Also im Zimmer und auch im Becken selbst rieche ich noch nichts davon, vermutlich ist die Kolonie einfach noch zu klein. Wenn ich allerdings mal wieder die Wassertränke auffüllen will und mich einige Arbeiterinnen beißen, kann man den Säuregeruch auf der Haut wahrnehmen.

      Ich halte das Nest und auch die Arena trocken, ab und an sprühe ich zwar, aber eher, weil sie gerne auch Wasser von der Scheibe aufnehmen. Die trockene Haltung hat aber zur Folge, dass sie sehr viel Wasser von der Tränke aufnehmen.

      Derzeit trinken sie eine Vogeltränke innerhalb einer Woche leer.

      Als ich einmal vergessen hatte, die Tränke aufzufüllen (mehrere Tage war sie wohl leer), trugen sie sogar die Larven direkt an die wieder aufgefüllte Tränke. Also ist es sehr wichtig, dass immer eine gefüllte Tränke bereit steht.

      Ansonsten sind sie sehr einfach zu halten.

      Fressen viel und vermehren sich recht fix.

      EDIT: Ich habe mit einer kleinen Kolonie gestartet (mit nur einer Königin)
    • Re: Polyrhachis dives - Bilder

      Hallo,

      heute gibt es mal wieder ein paar neue Bilder von den Polyrhachis dives.

      Obwohl die Kolonie noch relativ klein ist, muss ich ziemlich oft das Zuckerwasser nachfüllen. Derzeit wechsle ich öfters zwischen Zuckerwasser und Honig. Beides wird genommen, aber Zuckerwasser ist beliebter.



      Auch Schokoschaben sind bei den Polyrhachis dives sehr beliebt. Die Argentinische Waldschabe, die ich ihnen auch noch angeboten habe, wurde nicht angerührt.

    • Re: Polyrhachis dives - Bilder

      Was machen die Polyrhachis dives am liebsten? Richtig: fressen ;).

      Daher gab es heute mal wieder eine ordentliche Portion Schaben.



      Die große Schabe ist eine ganz harte Nuss, nämlich eine Fauchschabe. Ich bin mal gespannt, ob sie es schaffen, den Panzer zu durchdringen.



      Die Schokoschaben waren eindeutig beliebter. Das ist natürlich verständlich, denn wer müht sich schon gerne ab, wenn man mit weniger Arbeit auch ans Ziel (Proteine) kommen kann?

      Auch die Nesterweiterung wird nicht vernachlässigt.



      Zum Vergleich könnt ihr euch ja die Bilder weiter oben anschauen.

      Wie man sieht haben sie ihr Nest stark erweitert. Wohin wandern allerdings die ganzen Proteine?



      Die Bilder beantworten die Frage. Man sieht vor allem sehr viele Puppen und ältere Larven. Ich bin mir allerdings ziemlich sicher, dass weiter im Inneren auch noch jüngere Larven vorhanden sind. Diese werden allerdings nicht gerne direkt an der stark aufgewärmten Scheibe gelagert.

      Der Kolonie scheint es prächtig zu gehen und sie wächst recht ordentlich. Es stellt sich natürlich die Frage, wie viele es mittlerweile sind? Das zu beantworten fällt bei einem solchen Nest ohne viel Einblick natürlich schwer, ich schätze mal vorsichtig, dass es 200 - 300 Tiere sind.
    • Re: Polyrhachis dives - Bilder

      Es wird mal wieder Zeit für ein Update.

      Aber eigentlich kann ich nur folgendes schreiben: Es werden immer mehr ;)

      Im Nest sind ständig Puppen vorhanden, der Bereich an der Scheibe (wo die Heizmatte anliegt) ist voll davon:



      Hunger haben sie auch ständig. Vermutlich könnte ich 10 oder mehr adulte Schaben am Tag verfüttern, aber ich beschränke es auf so 5 ;)



      Generell würde ich die Art als sehr aggressiv einschätzen, was Neststörungen angeht. Sobald ich auch nur in die Nähe komme wird meine Hand attackiert, sich festgebissen und man riecht sehr gut die Ameisensäure, die sie versprühen.

      Man glaubt auch gar nicht, wie kompakt die in ihrem Nest so leben. Wenn sich mal eine Arbeiterin in meiner Hand festgebissen hat und ich sie dann abschüttel, stürmen die alarmierten Ameisen in Massen aus dem Nest.

      Das Nachfüllen der Tränke ist auch immer interessant, da sie diese auch sehr stark verteidigen ;). Mittlerweile muss ich sie alle 2-3 Tage nachfüllen, da sie in der Zeit komplett leergetrunken wird.

      Selbst mit nur einer Gyne wachsen sie sehr zügig :rock:
    • Re: Polyrhachis dives - Bilder

      Heute gibt es mal wieder ein paar Bilder meiner Polyrhachis dives Kolonie.

      Ich versuche ihnen ständig etwas Abwechslung bei der Nahrung zu bieten, aber nicht immer wird alles sehr gerne angenommen. Die Pflaume ist kein so großer Renner.



      In den PET-Schraubverschlüssen ist im übrigen reines Wasser und in den Kronkorken Zuckerwasser.

      Die Ameisen versuchen mittlerweile wirklich alles in ihr Nest zu integrieren. Wenn man sich obiges Bild genauer anschaut, kann man einen Seidenfaden zwischen dem oberen PET-Verschluss und dem Kronkorken erkennen. Am unteren PET-Verschluss wuselt eine Arbeiterin mit einer Larve herum.

      Derzeit verschließen sie aber auch viele Nesteingänge wieder, wie man auf dem folgenden Bild erkennt:



      Die Zweige aus dem Garten kommen sehr gut an und werden gerne als Ausgangspunkt für Nestbauarbeiten benutzt (Das grüne im Hintergrund ist die neue Heizmatte):



      An der Scheibe ist das Nest jetzt fast 40 cm breit:



      Abschließend noch ein paar Nahaufnahmen:

    • Re: *Polyrhachis dives - Bilder

      Heute habe ich mal wieder ein paar Bilder gemacht und will euch auf dem Laufenden halten.

      Zuerst ein kurzer Blick in das Becken:



      Wie man sieht haben sie das Becken schon stark an ihre Bedürfnisse angepasst. Das im Inneren liegende Nagerhaus kann man nur noch an einigen hervorschauenden Ecken erahnen. Dazu beigetragen haben natürlich auch die Zweige, die ich über das Nagerhaus gelegt habe. Dadurch hatten sie wieder Angriffspunkte, um neue Nesterweiterungen anzulegen.

      Die Reinigung ist mittlerweile auch recht schwer, da immer ziemlich viele Ameisen alles besetzen, inklusive der Tränke, wie man rechts im Bild sieht. Der böse Angreifer, nämlich meine Hand wird dann attackiert und ich muss mit der anderen Hand die festgebissenen Ameisen entfernen. Ernsthaft weh tut das allerdings nicht, man spürt lediglich ein Zwicken an weicheren Stellen.

      Zwar füttere ich auch noch in diesem Becken, aber langfristig ist es geplant, dass es nur noch als Nestbecken dient und das Futter und Wasser dann in einem separaten Becken bzw. auf einer Insel angeboten wird. Die Insel hätte vor allem für mich als Fotograf den Reiz, dass ich ohne lästige Glasscheiben Fotos machen kann.

      Zum Vergleich poste ich noch einmal, wie das ganze am Anfang aussah (2013):



      Natürlich gab es wie jeden Tag auch heute eine ordentliche Portion Schaben, die begierig angenommen wurden:



      Immer wieder interessant, sind die Drohgebärden, die sehr stark an die unserer hügelbauenden Waldameisen erinnern (nur Säure verspritzen sie nicht). Die Zweige haben auch für mich als Fotografen den Vorteil, dass ich Aufnahmen aus verschiedenen Ansichten machen kann.



      Auch beim Nahrungsaustausch (Trophallaxis) konnte ich zwei Arbeiterinnen erwischen:



      Auch eine geflügelte (alate) Gyne wagte ich raus und ich konnte sie ablichten:



      Auch wenn ich schon sehr oft geflügelte Gynen gesehen habe, so konnte ich noch kein einziges männliches Geschlechtstier ausmachen. Ob die Kolonie noch keine gebildet hat, oder ob sie bereits im Nest ihren "Job" erledigt haben und starben, weiß ich nicht.

      Einige kleinere Nestbauarbeiten wurden ebenfalls durchgeführt



      Ich möchte auch noch anmerken, dass ich bis jetzt keinen Säuregeruch im Zimmer wahrnehme, obwohl die Kolonie ja mittlerweile doch schon eine gewisse Größe erreicht hat.

      Es sind wirklich tolle Ameisen, die zu Unrecht in Verruf geraten sind und dem Halter viel Freude bereiten können.
    • Re: *Polyrhachis dives - Bilder

      Das letzte Update ist ja jetzt auch schon fast zwei Monate her, darum will ich mal wieder etwas zu meinen Polyrhachis dives posten.

      Ich hielt sie in den vergangen Monaten ja ohne Heizmatte, einfach um zu testen, wie es ihnen bekommt und weil ihre Wachstumsrate doch schon recht enorm war. Allerdings fiel mir in der Zeit auf, dass sie kaum noch an ihrem Nest arbeiten. Zwar sah man ab und an immer mal wieder Arbeiterinnen, die am Weben waren, aber das war kein Vergleich zu früheren Baumaßnahmen.

      Daher habe ich seit ein paar Tagen wieder die Heizmatte tagsüber aktiv und die Aktivität stieg gleich merklich.

      An einer Stelle recht nahe der Scheibe, an der die Heizmatte lehnt, haben sie gleich mit der Erweiterung begonnen:



      Die ganze Scheibe auf dieser Seite haben sie im übrigen im Lauf der Zeit fast vollständig zugesponnen. Man sieht am Glas die Seidenfäden:



      Zwischenzeitlich habe ich ihnen auch einen Blumentopf reingestellt, um zu sehen, ob sie dort ein Zweignest anlegen, aber bis jetzt war es wenig beliebt (Es ist halt keine Heizmatte in der Nähe). Immerhin habe ich jetzt wieder eine schöne Plattform, um Futter anzubieten ;).



      Hunger haben sie auch wie immer:



      Aber auch Flüssignahrung muss ausgetauscht werden. Zwei Arbeiterinnen beim Nahrungsaustausch (Trophallaxis):

    • Re: *Polyrhachis dives - Bilder

      Hallo,

      "Barristan" schrieb:

      Polyrhachis dives fressen so ziemlich alles. Auch Hackfleisch wird sehr gerne angenommen. Dass Hackfleisch kein geeignetes Futter für Ameisen sein soll, sehe ich nicht so.

      Wer behauptet denn so was? Ich füttere fast nur Hackfleisch und habe auch keine Probleme.

      Moudebouhou
      PS: Danke für die tollen Bilder!
      Ich weiß, dass gleich ein Besserwisser kommt und mich richtigstellt.
      Vielen Dank dafür!
    • Re: *Polyrhachis dives - Bilder

      "Moudebouhou" schrieb:


      Wer behauptet denn so was? Ich füttere fast nur Hackfleisch und habe auch keine Probleme.


      Es stand jahrelang im Ameisenforum. Aber Erne hat das zum Glück schon vor einiger Zeit geändert. Aber demnächst wird ja ein weiteres Forum einen Wissensbereich eröffnen, dann wird man sehen, was dort so zur Ernährung geschrieben wird ;)
    • Re: *Polyrhachis dives - Bilder

      Seit einigen Tagen bemerke ich recht oft Gynen ohne Flügel, die im Becken umherlaufen. Vier habe ich jetzt in Reagenzgläser getan und warte ab, ob sie Eier legen. Eine davon war ganz fotogen ;):



      Zwar konnte ich auch vorher schon Gynen ohne Flügel herumlaufen sehen, aber vor einigen Tagen bemerkte ich das erste männliche Geschlechtstier.

      Daher besteht zumindest eine Chance (auch wenn sie wohl trotzdem sehr gering ist), dass die Gynen begattet sein können.