Eine stille Katastrophe.

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    • Eine stille Katastrophe.

      Vielen fällt im Nachhinein auf, wie wenige Insekten in den letzten Sommern an unseren Windschutzscheiben starben. Das hat offenbar eine Ursache, es gibt einfach sehr viel weniger Fluginsekten.
      Vermutungen gehen dahin, dass neuartige "Pflanzenschutzmittel", Insektizide die Ursache des Verschwindens der Insekten sind.
      Was für ein Wahnsinn. Wir schützen unsere Nutzpflanzen und töten die Bestäuber.

      nabu.de/news/2016/01/20033.html

      LG, Frank.
    • Re: Eine stille Katastrophe.

      Hallo Frank,

      in dem Verein der mit der Nabu dort zusammenarbeitet und die Untersuchungen unternommen hat, bin ich ebenfalls Mitglied (enthomologischer Verein Krefeld). Ich kenne die Beteiligten an dem Projekt recht gut, bzw trifft man sich regelmäßig. Mittlerweile merke ich auch selber stark wie wenig es Insekten gibt, im Gegensatz zu früher. Vorallem die Geschichten meiner Eltern/Großeltern lassen mich da manchmal noch staunen. Hoffe wirklich das wird sich bessern.

      LG
      Gregor
    • Re: Eine stille Katastrophe.

      Hallo Frank,
      leider ist die Lobby für Insekten in der Bevölkerung, nicht so groß wie für große niedliche oder seltene Tiere. Daher ist es, leider, eine stille Katastrophe.
      Wenn dann, daß Artensterben in der Nahrungskette, weiter oben oder am Ende angekommen ist, wird die Katastrophe nicht mehr so still sein!
      Dann ist es aber zu spät, leider ist es heute in unserer Gesellschaft so, wenn man etwas vor allen anderen bemerkt und sie auf das Bemerkte hinweist,
      wird man angegriffen, für dumm hingestellt oder ingnoriert.
      Schön, wenn es noch Menschen gibt, die nicht aufgeben.
      Wie lautet die Weissagung der Cree,
      ,, Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen ist, werdet Ihr merken, daß man Geld nicht essen kann"

      Steffen
      ,,es ist nicht wichtig, was andere denken wenn man kommt, es ist wichtig was sie denken, wenn man geht!
    • Re: Eine stille Katastrophe.

      Hallo Frank, ich würde gerne diesen Thread aufgreifen und unter der Überschrift "stille Katastrophen" weitere Verhängnisse ergänzen, die sich im Schatten des menschlichen Daseins offenbaren. Dazu würde ich Unfälle, Verbrechen & Prozesse gegenüber der Natur zählen, die schon etwas "Meta" für dieses Forum sind, aber letztendlich immer, da alles miteinander verbunden ist, auch auf uns zurückfallen, die nur noch den Kopf schütteln können. Ohne jetzt zu sehr auszuschweifen möchte eine Doku einfügen, (ich liebe Dokus), um nur ein Beispiel zu geben, was im Stillen vor sich geht (beziehungsweise wie ich Ergänzungen auffasse).

      Exotische Heimat - Die Globalisierung von Flora und Fauna

      Exoten aus der Tier- und Pflanzenwelt erobern Deutschland. Immer öfter und schneller gelangen Tiere und Pflanzen aus fremden Regionen in unsere Flüsse, Wiesen und Wälder. Sie legen eine überraschende Anpassungsfähigkeit an den Tag, bringen etablierte Nahrungsketten ins Wanken und verändern so letztlich auch das Leben der Menschen. Die Dokumentation öffnet den Blick für ein Naturphänomen, das in einer globalisierten Welt ständig an Bedeutung gewinnt und einen Vorgeschmack auf zukünftige Veränderungen gibt, die ein weltweiter Klimawandel und immer kürzere Verkehrswege mit sich bringen könnten.

      Manche von ihnen leben schon seit Jahrhunderten unter uns. Andere erobern gerade unsere Heimat. Wilde Exoten, Tiere und Pflanzen, drängen aus immer ferneren Gebieten nach Deutschland. So vermehren sich Hunderte smaragdgrüner Papageien frei in Heidelberg, tropische Ameisenkolonien breiten sich bis in unsere Städte aus, amerikanische Bisamratten leben an der Elbe und osteuropäische Riesenstauden überwuchern Wiesen in Nordrhein-Westfalen.

      Der Mensch selbst bildet die Brücke für die exotischen Arten. Während sie sich früher von den Handelsschiffen der ersten Weltreisenden schlichen oder aus den Botanischen Gärten entkamen, in die der Mensch sie eigenhändig importiert hatte, gelangen die Neulinge heute auf den globalen Verkehrswegen immer massiver nach Deutschland. Einmal in unseren Breiten angelangt, verändern die fremden Tiere und Pflanzen nicht nur die einheimische Natur, sie beeinflussen auch das Leben der Menschen. Doch wer sind die unbekannten Eindringlinge? Wie schaffen sie es, fernab ihrer ursprünglichen Herkunftsländer zu überleben, ja sich sogar in Massen zu verbreiten?"


      Das wäre ein Beispiel aus dem Aspekt der Invasionsbiologie. Das ist schon für sich ein recht explosives Thema und gibt viel Anlass zu Grundsatzdiskussion wie wir generell als Mensch der Natur gegenüber treten, oder gar auffassen. Wahrscheinlich lässt sich hier der Ursprung des Ungleichgewichtes verorten, die weitere Phänomene deutlich machen. Ich meine damit auch sämtliche anderen Ausuferungen, Ausbeutungen, Auswucherungen, die sich unter der poetischen Formel "stille Katastrophen" subsumieren lassen. :think:

      Als kleinen Hymenoptera-Hinweis zur Dokumentation: ab Minute 30 gibt es eine Referenz zu Prof Dr. Sylvia Cremer (seit 2015 Professor, IST Austria) ist.ac.at/de/forschung/forschungsgruppen/cremer-gruppe/ und ihrer Forschung an der Lasius neglectus. Es gab ein Medienecho 2008 zur ' invasive Gartenameise auf dem Streifzug durch Europa ', untere anderem auch auf Nabu (nabu.de/tiere-und-pflanzen/ins…uegler/ameisen/10373.html). Leider konnte ich aus dem alten Ameisenforum nicht den Hinweis von Prof. Buschinger extrahieren, welcher allerdings schon 2002 auf Lasius neglectus aufmerksam machte. Für mich recht spannend, da ich schon die bekannten Lasius niger als recht lästig und hartnäckig empfinde, wenn man das als Manica rubida-fan so unverblümt sagen darf.

      soweit erstmal, liebe Grüße
    • Re: Eine stille Katastrophe.

      eine stille Katastrophe:

      Kein Verbot von Fracking
      bundestag.de/presse/hib/201604/-/418656

      Wirtschaft und Energie/Ausschuss - 14.04.2016
      Berlin: (hib/HLE) Der Ausschuss für Wirtschaft und Energie hat am Mittwoch ein Verbot der zur Förderung von Erdgas eingesetzten Fracking-Technologie abgelehnt. Mit den Stimmen der Koalitionsfraktionen CDU/CSU und SPD wurde ein Gesetzentwurf der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen (18/7551) zurückgewiesen, mit dem das Verbot des Einsatzes dieser Technik zur Aufsuchung und Gewinnung von Kohlenwasserstoffen im Bundesrecht verankert werden sollte. Neben der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen stimmte auch die Linksfraktion für den Gesetzentwurf. Ziel des Gesetzes sei der Schutz von Umwelt und Menschen vor den durch Fracking verursachten Gefährdungen sowie die Umstellung auf eine das Klima und die Umwelt schonende Energieversorgung, hatten die Abgeordneten ihren Gesetzentwurf begründet. Kritisiert wurden Bundesregierung und Koalition, denen es bisher nicht gelungen sei, eine Einigung über ihren am 23. April 2015 eingebrachten Gesetzentwurf zur Regelung der Fracking-Technik herzustellen. Weder hätten Ausschüsse über Erkenntnisse aus den Expertenanhörungen abschließend beraten noch sei eine Entscheidung des Bundestages erfolgt. Abgelehnt wurde von der Koalitionsmehrheit auch ein Antrag der Fraktion Die Linke (18/4810) für ein Verbot von Fracking in Deutschland. Die beiden Oppositionsfraktionen stimmten für den Antrag.


      Fracking ist relativ gefährlich für Grundwasser und Luft, die verseucht werden kann. Der Prozess steht auch in Verdacht Erdbeben auszulösen. Klar ist, dass dies kein Schritt zu erneuerbaren Energien ist, sondern nur eine andere Methode natürliche Ressourcen auszubeuten. Im Kontext zum vergangen Klimagipfel in Paris ist mir dieser Schritt recht unerklärlich.


      Bezüglich der krebserregenden Wirkung gibt es konkret in Deutschland sogar schon einen Verdacht bzw Vorfall: n24.de/n24/Nachrichten/Politik…s-dorf-in-angst-lebt.html
      Tatsächlich ist die Bilanz von Bellen verstörend. In den vergangenen elf Jahren ist hier niemand an etwas anderem gestorben als an Krebs; es gab vier Todesfälle, acht weitere Menschen sind erkrankt. Laut dem Epidemiologischen Krebsregister Niedersachsen erkrankten in der Samtgemeinde Bothel, zu der das Dorf gehört, allein an Leukämie und Lymphomen neben vielen Frauen auch doppelt so viele Männer, wie statistisch zu erwarten gewesen wäre.
      Was sich in Bothel abspielt, ist nicht mehr nur eine lokale Tragödie der 8100 Einwohner, sondern auch ein Politikum, das bis nach Berlin dringt. Es steht die Vermutung im Raum, dass es einen Zusammenhang zwischen den Krebsfällen und der Erdgasförderung im Ort geben könnte.
      Wenn es eine Heimat deutscher Erdgasproduktion gibt, dann ist es Niedersachsen. Das Bundesland gilt als die Erdgaskammer der Republik, etwa 95 Prozent der gesamten deutschen Produktionsmenge werden hier gefördert. Und Bellen, das Dorf in Angst vor dem Krebs, liegt mitten in einer der zentralen Förderregionen im Landkreis Rotenburg (Wümme).

      :think:

    • Re: Eine stille Katastrophe.

      Hey zusammen :)
      will mich auch mal dazu äußern :)
      Dieses genannte Sterben der Fluginsekten bzw Insekten generell im letzten Jahr, ist auch eine Folge der sehr hohen Temperaturen und fehlenden Niederschläge! Dieses fehlende Wasser ließ im letzten Jahr Massen an Insekten verenden... Ich bin mit der Leiterin einer Tierauffangstation befreundet die mir diese Tatsache ebenfalls bestätigte! Ich sah Schwärme von jungen Lasius niger Königinnen, die einfach tot von Mauern fiehlen, da ihnen schlicht und ergreifend die Energie fehlte! Dies hatte verheerende Wirkungen, vorallem auf Kleisäuger wie Igel! Diese fanden zu wenig Nahrung und vorallem kurz vor dem Winter stellte dies ein horrentes Problem dar, da vorallem junge Igel zu wenig Reserven gesammelt hatten für den Winter. So hatte diese Auffangstation diesen Winter weit über 150 Igel zu versorgen!!
      Wenn dann noch Insektizide und Ähnliches dazu kommen wird es wirklich kritisch!!

      LG Felix :)
    • Re: Eine stille Katastrophe.

      Vom Umweltbundesamt gibt es zum 18.04.2016 eine konzeptionelle Planung auf Papier zur theoretischen Bekämpfung invasiver Mücken, wie der Aedes albopictus (asiatischen Tigermücke). Das schaut mir jedoch alles sehr "schematisch" gedacht aus und fürchte die Umsetzung wird langfristig so nicht gut gehen. :think: Wer es lesen möchte: aedes_albopictus_-_handlungsbedarf_und_-optionen.pdf



      Ergänzung Thema Mücken: Sie könnten als Vektor für Borrelien in Frage kommen
      Publikation
      Christian Melaun, Sina Zotzmann, Vanesa Garcia Santaella, Antje Werblow, Helga Zumkowski-Xylander, Peter Kraiczy, Sven Klimpel, Occurrence of Borrelia burgdorferi s.l. in different genera of mosquitoes (Culicidae) in Central Europe, Ticks and Tick-borne Diseases, Volume 7, Issue 2, March 2016, Pages 256-263, ISSN 1877-959X, dx.doi.org/10.1016/j.ttbdis.2015.10.018.

      SENCKENBERG GESELLSCHAFT FÜR NATURFORSCHUNG dazu: 22.03.2016 - BORRELIOSE: ÜBERTRAGUNG DURCH MÜCKENSTICH?

      [...] „Mücken sind bekannte Überträger zahlreicher Infektionserreger wie beispielsweise Malaria, dem Dengue-Virus oder auch dem aktuell grassierenden Zika-Virus. Wir wollten überprüfen, ob die Insekten theoretisch auch Borreliose-auslösende Borrelien übertragen können.“

      An 42 Fangstandorten über das gesamte Bundesgebiet verteilt haben die Wissenschaftler im Jahr 2013 von April bis Oktober Stechmücken gefangen – von den insgesamt 3615 gefangenen Mücken wurden 682 Pools gebildet und auf Borrelien getestet, wobei 28 positive Pools identifiziert wurden. Dies bedeutet, dass zehn verschiedene Stechmückenarten aus vier Gattungen an 11 Standorten Borrelien in sich trugen. „Wir haben bestimmte Borrelien-spezifische Gene mit molekularbiologischen Methoden nachgewiesen und konnten so die Borrelien-Arten Borrelia afzelii, Borrelia bavariensis und Borrelia garinii identifizieren“, ergänzt Klimpel. Alle drei Borrelien-Arten sind humanpathogen und gelten in Deutschland sowie Europa als die bedeutendsten Erreger der Lyme-Borreliose.

      In ihrer Studie konnten die Parasitologen zudem erstmalig in wild-gefangenen und unter Laborbedingungen geschlüpften und aufgezogenen Stechmücken Borrelien-DNA nachweisen. „Dass wir die DNA der Erreger auch in den aufgezogenen Mücken gefunden haben, ist erstaunlich und zeigt, dass die Borrelien die Umwandlung der Larve zur Puppe und schließlich zum ausgewachsenen Tier überdauern können“, erläutert Klimpel.

      Bei den untersuchten Mücken lagen die Befallshäufigkeiten mit den Borrelien-Erregern zwischen 0,13 und 8,33 Prozent – bei der Rheinschnake (Aedes vexans) zum Beispiel bei 0,3 Prozent, bei der häufigen Stechmückenart Aedes cataphylla bei 11,1 Prozent.

      „Es besteht aber kein Grund zur Panik“, beruhigt Klimpel und fährt fort: „Nach unserem derzeitigen Erkenntnisstand sind Stechmücken als Überträger der Lyme-Borreliose auslösenden Erreger nur bedingt geeignet. Wenn überhaupt spielen sie eine eher untergeordnete Rolle.“

      (archiviert archive.is/1xAzL)
    • Re: Eine stille Katastrophe.

      Hallo!

      Ich war eigentlich schon immer ein Naturfreund und wie meine Mutter immer so schön sagt: Ich war wohl wirklich nur zum essen drinnen, die Toilette muss ich draußen gefunden haben! :finger:

      Wenn ich also an früher, an vor ein paar Jahren und an jetzt denke, da wird mir schlecht. Ich war vor wenigen Wochen mit meinem Sohn im Wald, alles war schon am "grünen" und "blühen". Wir blieben an einer Wiese, hinter uns viele Laubbäume die schon blätter hatten, vor uns Brenneseln und Frühblüher. Ich fragte meinen Sohn ob er etwas hören oder sehen würde. Nichts, rein gar nichts. Nicht einmal eine Fliege schwirrte um uns herum.
      Ich habe dieses Jahr, bis jetzt, genau drei Falter gesehen, einen Kohlweißling und zwei Zitronenfalter. Nicht einmal Maikäfer gab es dieses Jahr ansatzweise so viele wie in den Jahren davor. Normalerweise verenden bei uns in der Firma, in meinem Bereich, dutzende von ihnen. Sie werden Nachts vom Licht unserer Halle angelockt und finden nicht mehr hinaus, verkleben im Öl oder sterben an Erschöpfung. Zwei konnte ich noch retten, die wenigen anderen konnte ich an einer Hand abzählen. Bienen, Hummeln oder Wespen? Mir kommt es so vor als wären die wenigen die ich bis jetzt gesehen habe eher verwirrt. Zwei Wespenköniginnen habe ich aus unserem Wohnzimmer retten müssen, weiß natürlich nicht ob es die ein und die selbe war. Eine Hummel hat vor kurzem meinen Finger abgeleckt als wenn ich eine Blume wär... Das Video lade ich bei Zeiten mal hoch.
      Wo ich vor drei Jahren noch nicht einmal Luft holen konnte beim Fahrradfahren im Wald, aus Angst eine Raupe zu verschlucken, ist es heute schon gruselig wenig geworden. Kaum angenagtes frisches Blattgrün. Vor ein paar Jahren hatte ich mir mal sorgen um unseren Wald hier gemacht weil wir fast eine Raupenplage hatten, kaum noch Eichenblätter waren zu sehen. Nichts ist davon in den letzten beiden Jahren zu sehen... Auch Arbeitskollegen berichten mir ähnliche Schilderungen... Hier bei uns im "Schlachthofeck" wird viel Viehfutter angebaut, will nicht wissen was die auf ihre Felder sprühen... Monsanto lässt grüßen!

      LG, Mathias
      "Wer an sich denkt, hat Schwierigkeiten. Wer an andere denkt, hat Aufgaben."
      (Lama Ole Nydahl)
    • Re: Eine stille Katastrophe.

      Die EU hat jetzt ein kleines Kompendium an invasiven, gebietsfremden Arten gelistet, die in 2 Jahren "verbannt" bzw "verboten" gehören.
      ec.europa.eu/environment/natur…list_regulation_annex.pdf

      Das sieht auf dem Papier recht einfach aus, aber jetzt frag mal den Zollbeamten, was für ein Speisekrebs in Spanien nicht mehr auf den Tisch kommen soll.. - das wird schlecht umsetzbar ohne Bildchen und Aufklärung. Eventuell wird der Impuls und die Auswirkung im gewerblichen Handel aber größer sein. :think:

      Ich bin gespannt, ob es überhaupt Wellen gibt, wie man das umsetzen will und was für ein Erfolg sich dabei einstellt.
    • Xenius
      Insektensterben: Was sind die Folgen?


      arte.tv/guide/de/064455-027-A/xenius

      xenius schrieb:

      Wissenschaftler warnen weltweit vor einem dramatischen Insektensterben. Betroffen sind vor allem Fluginsekten, wie Wild- und Honigbienen und Schmetterlinge. "Xenius" besucht den Biologen Andreas Fleischmann in Landshut und den Vogelforscher Hans-Günther Bauer am Bodensee und berichtet, wie sehr sich das Insektensterben schon auf den Artenerhalt von Wildblumen und Vögeln auswirkt.

      Wissenschaftler warnen weltweit vor einem dramatischen Insektensterben. Betroffen sind vor allem Fluginsekten, wie Wild- und Honigbienen und Schmetterlinge. Dabei sind Insekten immens wichtig für uns Menschen und das gesamte Ökosystem: Fast 90 Prozent der Wildblumen sind von Bestäubung durch Insekten abhängig. Und weltweit könnten sich 75 Prozent unserer Nutzpflanzen, wie Obst und Gemüse nicht ohne Bestäubung durch Insekten fortpflanzen.
      Insekten sind auch ein bedeutender Bestandteil der Nahrungskette für Fische und Vögel. Deshalb prophezeite der Insektenforscher Edward O. Wilson schon vor 30 Jahren: „Wenn die kleinen wirbellosen Tiere aussterben, bezweifle ich, dass wir Menschen länger als ein paar Monate überleben würden.” „Xenius” besucht den Biologen Andreas Fleischmann in Landshut und den Vogelforscher Hans-Günther Bauer am Bodensee und berichtet, wie sehr sich das Insektensterben schon auf den Artenerhalt von Wildblumen und Vögeln auswirkt.
      Wo liegen die Ursachen und was können wir tun? Diese Frage stellen die „Xenius”-Moderatoren dem Imker Albrecht Pausch und dem Schmetterlingsforscher Jan Christian Habel von der TU München. Beide fordern einen Umbau der Landwirtschaft, um Insekten wieder Lebensraum und ausreichend Futter bieten zu können.
      • Moderation: Carolin Matzko, Gunnar Mergner
      • Land: Deutschland
      • Jahr: 2016
      • Herkunft: BR
      • 26min


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      einen zweiten Link zur Metabetrachtung finde ich ganz ok den mal zu teilen: wwf.de/living-planet-report/ :think:

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Alexander ()

    • BR: Das leise Artensterben - Wie Tierarten unbemerkt verschwinden

      br fernsehen schrieb:

      Zwei Drittel aller Frosch- und Krötenarten gelten in Deutschland als vom Aussterben gefährdet. Etwa 200.000 Fledermäuse und 12.000 Mäusebussarde sterben jährlich durch Windräder. Baustellen zerstören den Lebensraum bedrohter Arten. [...]

      Moderation: Gunnar Mergner
      Autor: Sabine Frühbuss, Marian Grosser, Herbert Hackl, Nicolette Renz
      Redaktion: Armin Olbrich
    • Alexander schrieb:

      BR: Das leise Artensterben - Wie Tierarten unbemerkt verschwinden

      br fernsehen schrieb:

      Zwei Drittel aller Frosch- und Krötenarten gelten in Deutschland als vom Aussterben gefährdet. Etwa 200.000 Fledermäuse und 12.000 Mäusebussarde sterben jährlich durch Windräder. Baustellen zerstören den Lebensraum bedrohter Arten. [...]

      Moderation: Gunnar Mergner
      Autor: Sabine Frühbuss, Marian Grosser, Herbert Hackl, Nicolette Renz
      Redaktion: Armin Olbrich


      Bei den ach so umweltfreundlichen Windrädern gibt es noch viel größere Probleme: daserste.ndr.de/panorama/archiv/2011/windkraft189.html

      Neodym findet man übrigens in vielen Produkten

      Gleiches gilt übrigens für alle Metalle der Seltenen Erden, die sich in sehr vielen technischen Geräten befinden, die wir täglich verwenden.
      Wanting people to listen, you can't just tap them on the shoulder anymore. You have to hit them with a sledgehammer, and then you'll notice you've got their strict attention. (Seven)
    • Hallo,
      ich glaube wir sind uns alle einige, dass wir dieselbe Meinung in vielen wichtigen Themen haben, ich sehe nur ein Problem.
      Der großteil der Bevölkerung interresiert sich nicht besonders für zB. Insekten oder ganz allgemein Natur.
      Und es wird mit jeder Generation scheinbar schlimmer statt besser.

      Ich habe mich letzten mit Frau Grotian getroffen, eine absolut liebenswerte Dame mit einem enormen Fachwissen über den Wald und seine Zusammenhänge zwischen Tier und Pflanze.
      Diese Dame ist in der Asw sehr aktiv und geht zB. in die Schulen um dort Vorträge über Waldameisen und den Wald allgemein zu halten.
      Ich durfte einen Teil des Vortrages miterleben und konnte mir dabei aus dem Hintergrund auch in Ruhe die Zuschauer anschauen.
      Ihre Aussage danach bestätigte meine Vermutung: sie macht das seit 20 jahren aber noch nie war das Interresse und Wissen an der Natur dem Wald oder den Ameisen so gering wie Heutzutage.
      Die Natur scheint es in Zeiten der verlockenden Technik nicht mehr leicht zu haben :(

      MFG Andre
      Lasius niger, umbratus, fuliginosus
      Formica fusca, sanguinea
      Camponotus ligniperdus,herculeanus,lateralis, barbaricus cf. aethiops
      Messor barbarus,arenarius
      Cataglyphis nodus
      Crematogaster scuteralis
      Pheidole spec.
    • Hallo Andre,
      ich kann Dir nur zustimmen. Ich denke es liegt daran, es wird schon in der Grundschule und in der Freizeit/Elternhaus, auf andere Dinge geachtet als früher.
      Damit möchte ich jetzt wirklich nicht schreiben, in der Vergangenheit war alles besser, aber es war eben anders.
      Früher, war es normal im Biologieunterricht im Frühjahr, eine Tümpeltour zu machen, um Flora und Fauna kennenzulernen.
      Heute werden die Prioritäten anders gesetzt. Ob das besser ist? Ich denke nein, denn der Mensch schützt nur das, was er kennt!
      So ist es heute für viele wichtiger, welche Apps man hat oder was das Smarthphone alles kann.
      Das dadurch logisches Denken im spielerischen Sinne gefördert wird, ist schon richtig,
      aber logisches Denken über den Sinn des Lebens, um dieses zu meistern, leider nicht!
      Achtung Sarkasmus!!
      Braucht man ja auch nicht, wenn man eine Frage hat, kann man ja im Internet suchen, wo andere einem die Frage beantworten.
      So etwas prägt sich dann auch nicht ein, ist ja nicht erlernt, sondern beantwortet.
      So gesehen, ein Teil der zukünftigen stillen Katastrophe.........................
      Gruß, Steffen
      ,,es ist nicht wichtig, was andere denken wenn man kommt, es ist wichtig was sie denken, wenn man geht!
    • Eine stille Katastrophe.

      Steffen Kraus schrieb:


      Achtung Sarkasmus!!
      Braucht man ja auch nicht, wenn man eine Frage hat, kann man ja im Internet suchen, wo andere einem die Frage beantworten.
      So etwas prägt sich dann auch nicht ein, ist ja nicht erlernt, sondern beantwortet.

      so weit ist das gar nicht mal hergeholt. Man braucht ja nur mal einen Blick auf eher allgemein gehaltene Frageforen werfen.
      Schon da bestehen 90% der Fragen aus solchen, die man innerhalb ein paar Minuten ergoogeln könnte.
      Die Information im Internet ist zwar da, aber ob sie auch gefunden wird?
      Es gibt ja zu beinahe jedem größeren Fachbereich schon eigene Wikis. Da wäre es eigentlich ein leichtes, möchte man meinen.
      Ich hab mal ein Interview mit einem Erziehungswissenschaftler gehört, der war eigentlich dagegen, Smartphones im Unterricht zu verbieten. Er war der Meinung, es läge eigentlich an der Aufgabenstellung, diese so zu gestalten, dass man auch gezwungen ist, die dementsprechenden Problemlösungen zu finden.
      Ich erinnere mich noch gut an die Klausuren, die wir zu meiner Zeit noch mit Skript schreiben durften. Danach war das ja nicht mehr erlaubt, obwohl unsere Professoren alle einhellig der Meinung waren, die Qualität hätte nachgelassen.
      Vielleicht sind wir ja wieder auf dem Weg dahin, nur in einer anderen Form.
      Wer nicht kann was er will, muss wollen was er kann. Denn das zu wollen, was er nicht kann, wäre töricht. :crazy:
      Leonardo da Vinci