Malaysia

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    • Hallo liebes Forum,

      ich halte mich zur Zeit wieder in Malaysia auf, und möchte ein wenig darüber berichten. Ich werde mich dabei aber recht kurz halten, und anstatt eines großen Berichts immer mal wieder kleinere Updates schreiben.
      Seit Samstag bin ich in der Hauptstadt Kuala Lumpur, die natürlich denkbar schlecht zum "anting" geeignet ist. Ein guter Freund kennt zum Glück einige gute Stellen direkt außerhalb von KL, wo man im Wald spazieren gehen kann - insbesondere im Osten gibt es noch viele Regenwälder, die allerdings sehr stark von Menschen beeinträchtigt sind - es handelt sich also um Sekundärwald mit dichten Untergrundbewuchs, und man findet entlang der Wege immer wieder kleine Plantagen für Bananen, Gummibäume und Ölpalmen. Die größeren Säugetiere sind hier längst verjagd, und die häufigsten Ameisen hier sind meistens Cosmopoliten wie Anoplolepis gracilipes. Aber man findet natürlich auch die überlichen Standarts wie Oecophylla ("Kerenga" auf Malay), Odontoponera, Myrmicaria, Crematogaster, Tetraponera, Camponotus usw.ufw.

      Hier eine Arbeiterin von Camponotus cf. nicobarensis in einer Gummibaumplantage.

      Und zum Abschluss noch ein Bild von KL bei Nacht.

      Morgen werden wir uns zunächst zur Universität aufmachen und anschließend zur Forschungsstation Ulu Gombak fahren (gleich östlich von KL) und dort ein paar Tage verbringen. Ich möchte dort unbedingt Myrmoteras finden, die dort mit zwei Arten vertreten sind. Ich habe dazu schon Kontakt zu dem japanischen Forscher Fuminori Ito aufgenommen, der beide Arten gut kennt und mir ein paar Tipps gegeben hat.

      Diskussion bitte hier rein.

      Grüße, Phil
    • Hallo liebe Leser,

      ich weiß, ihr wartet jetzt schon ne ganze Weile auf meinen Bericht. Wie das so ist mit dem Reisen, hat man leider kaum Zeit etwas zu schreiben, und dann kommen noch die Probleme mit der Internetverbindung hinzu...
      Jedenfalls, dies ist mein erster Post im “neuen” Forum!

      Inzwischen bin ich zurück in Teluk Senangin, dem kleinen Fischerdorf in dem ich2014/2015 bereits ein halbes Jahr verbracht habe, um dort beim Macacanemestrina Projekt Volunteer Arbeit zu leisten. Nebenher habe ich aneinem Ameisenprojekt gearbeitet, das ich nun zu Ende bringen will.
      Aber von Anfang an;zunächst, Ulu Gombak!

      Ulu Gombak, rechts unser Matratzenlager.

      Die Forschungsstation liegt sehr nahe an KL, was den Vorteil hat, dass man leicht dort hin kommt. Der Nachteil ist, dass der schlimme Smogder Stadt (“Haze” genannt) auch bis in die ansonsten idyllisch anmutetenden, von Regenwäldern bewachsenen Berge zieht. An einigenTagen riecht man die Stadt also bis obenhin.
      Ein Freund (Matze)und ich kamen also in der Station unter, die direkt neben einer der Hauptstraßen liegt. Das Wohngebäude ist im Prinzip ein großes Matratzenlager mit Küche, und wir mussten uns mit eigenen Proviant für die paar Tage eindecken. 'Drei Student von Pro. Rosli Hashim der University Malaya begleiteten uns, und zeigten uns und auch den Wald. Einer davon ist Herpetologe und so sahen wir bei einer nächtlichen Exkursion viele interessante Amphibien und Reptilien.

      Bach im Wald.


      Direkt neben der Station fließt ein Fluss entlang eines Tales, welches im Prinzip das nur 2 Hektar große Waldstück zur Station enthält. Auf beiden Talseiten wird es durch eine befahrene Straße begrenzt, sodass die Hintergrundkulisse überall im Wald von den Geräuschen der Straßegeprägt wird. Das fand ich sehr schade, und auch der Wald ist anvielen Stellen bereits zerstört, die Einheimischen schmeißen überall ihren Müll hin und schlagen größere Waldflächen frei(natürlich illegal). Man wies uns auf eine Stelle direkt neben der Station hin, wo die Myrmoteras angeblich zu finden sein sollen. Fortan verbrachte ich den gesamten Nachmittag nach der Ankunft damit, dort nach Myrmoteras zu suchen; leider ohne Erfolg!
      Das Gebiet war rechttrocken, es hatte schon viel zu lange nicht mehr geregnet. Die Ameisenfauna war dadurch (und vermutlich durch den menschlichen Einfluss) negativ beeinträchtigt; fast überall waren nur Anoplolepis Nester auszumachen, und selten andere Ameisen. Selbst ansonsten abundante Gattungen wie Polyrhachis waren eher selten, und nachdem ich fast den ganzen darauffolgenden Tag erfolglos bei meiner Suche blieb, schlug es sich doch negativ in meiner Motivation nieder.
      Am Abend des zweiten Tages, ich begann schon an meinen Fähigkeiten zu zweifeln, wurde ich schließlich noch in ein anderes Gebiet gebracht von dem Studenten, der uns dort betreute. Es war ein kleiner Bach in einem Tal, der direkt an der großen Straße mündete. Da es bald dunkel wurde, hatte ich nur um etwa 5 Minuten gebeten, um das Gebiet kurz auszuchecken. Kaum war ich ein paar Meter hinabgestiegen, bekam ich ein sehr gutes Gefühl im Magen; es gab keine Anoplolepis, und es warschattig und feucht!

      Tatsächlich sah und fing ich dann nach wenigen Minuten der Suche meine allererste Myrmoteras! Es handelte sich um die kleinere Art Myrmoteras jaitrongi, in die ich mich sofort verliebte. Mit breiten Grinsen auf meinen Gesicht fuhren wir also wieder zurück an die Station, wo ich die Arbeiterin fotographierte. Am nächsten Tag machten wir uns natürlich sogleich an die selbe Stelle auf, und fanden auch noch die zweite, größere Art, die dort im Gebiet laut F. Ito vorkommt: Myrmoteras irioidium.


      Links: Myrmoteras iriodium
      Rechts: Myrmoteras jaitrongi

      Habitat

      Die Ameisen sind sehr interessant zu beobachten, und bewegen sich sehr bedacht durch die Laubschicht am Boden, manchmal auch auf niedriger Vegetation. Sie bevorzugen sehr feuchte, schattige Orte entlang des kleinen Bachtals. Ein Nest fanden wir zwar in den nächsten Tagen nicht, aber ich war trotzdem vollends zufrieden. Entlang des Baches gab es noch viele weitere interessante Ameisen zu betrachten, die ich davor nicht gesehen hatte.
      Hier also noch ein paar Bildeindrücke.


      Links: Eine ziemlich große Meranoplus sp. Rechts: Díacamma sp. mit Puppe

      Links:Crematogaster-Camponotus Parabiose. Man sieht Camponotus inmitten des Crematogaster Nestes.
      Rechts: Odontoponera sp. Königin beim Furagieren im leaf litter
    • Sorry, dass die Leerzeichen nicht richtig übernommen wurden... Habe den Text offline geschrieben, dann ist irgendwas mit dem Konvertieren schief gegangen. Ich muss immer zum Strand wenn ich Internet haben will, und das ist sehr lästig mit dem Notebook.

      Jedenfalls, hier noch weitere Eindrücke.

      Links: Vermutlich Acropyga sp. mit Wurzelläusen, man findet sie häufiger an feuchteren Orten bspw. unter Steinen.
      Rechts: Tetraponera sp.

      Links: schwarze Polyrhachis sp.
      Rechts: Goldene Polyrhachis sp. Furagiergruppe, die im Gänsemarsch die Vegetation abliefen.

      Links: Dinomyrmex gigas darf natürlich bei keinem Bericht aus dem trop. Asien fehlen. Die großen Arbeiterinnen trifft man tagsüber meistens solitär im Wald an.
      Rechts: Die schwarze Varietät von Gnamptogenys menadensis. Diese Art nistet am Boden und beläuft die niedrige Vegetation an lichten Orten am Waldrand.

      Dieses Bild ist das einzige bisher aus Teluk Senangin. Eine Polyrhachis sp. beim Honigtauabsammeln von einer Zikadenart.

      Das wars erstmal!

      Viele Grüße,
      Phil
    • Phil schrieb:

      Sorry, dass die Leerzeichen nicht richtig übernommen wurden... Habe den Text offline geschrieben, dann ist irgendwas mit dem Konvertieren schief gegangen. Ich muss immer zum Strand wenn ich Internet haben will, und das ist sehr lästig mit dem Notebook.
      Hallo Phil,

      wenn du die Strasse noch ein Stück weiter fährst Richtung Genting Sempah, da gibt es ein Mc´s (kennst du bestimmt) da gibt es kostenloses Wlan und leckere Cheeseburger :D

      Grüße Sven
    • Ich geh doch nicht im MCes Essen, wenn ich in Malaysia bin! :D

      Man möge mir einen kleinen Abstecher zu den Nicht-Ameisen verzeihen. Zunächst habe ich nach meiner Ankunft im Dorf Teluk Senangin natürlich auch wieder die Affengruppe besucht, die ich früher ein halbes Jahr lang täglich beobachtet und verfolgt habe für das Macaca-nemestrina Projekt. Die Affen haben sich geändert, sind nun noch weniger scheu als früher, und einige neue Männchen haben die Gruppenleitung übernommen. Die Weibchen habe ich fast alle wiedererkannt.

      Außerdem war ich eine Woche lang in Ipoh auf einer kleinen Ziegenfarm, die direkt außerhalb der Stadt am Rande eines riesigen Waldgebietes liegt. Das Waldgebiet ist wirklich riesig, jedoch leider alles nur Sekundärwald - von außen siehts toll aus, aber von innen fehlt leider einfach irgendwie die Diversität eines Primärwaldes. Die größten Bäume wurden bereits gefällt, und in den Außenbereichen ist daher recht starkes Dickicht. Obwohl Ipoh nur etwa 2 Stunden Autofahrt von meinen Standort entfernt liegt, reicht dies bereits aus um eine ganz andere Ameisenfauna zu beherbergen. Myrmoteras, hinter denen ich immer noch ein wenig her bin, konnte ich allerdings nicht auffinden.
      Der Betreiber der Farm ist ein sehr netter älterer Herr, der seit jahrzehnten im Umweltschutz tätig ist. Eine wahre Sysiphusarbeit in Asien! Früher hat er sich auch als Politiker versucht, nun ist er aber auf seiner Farm sozusagen im Ruhestand. Er ist einer der einzigen "organischen Farmer" Malaysia, wobei er keine Spritzmittel verwendet. er hat einen wunderschönen Garten mit unzähligen Nutzpflanzen, der leider auch schon Schädlingen heimgesucht wird. Ich half ihm dabei, diese soweit es ging zu identifizieren und mögliche ökologische Bekämpfungsmöglichkeiten vorzuschlagen.

      Die Regenzeit beginnt gerade, und so konnte ich einen ganzen Tag lang nur Däumchen drehen als schwere Regenfälle über die Farm herzogen. Einige Termiten fingen an zu schwärmen; im niedrigen Flug flattern die Tiere über die Wiese, um sich dann an Grashalmen niederzulassen. Dabei schlagen die Tiere weiter mit ihren Flügeln, wohl um Pheromone in die Luft zu verbreiten. Hat sich ein Paar zusammengefunden, werden die Flügel abgeworfen und dann geht es im Gänsemarsch zusammen auf die Suche nach einem Gründungsort.

      Die Tiere dort freute das natürlich, aus allen Löchern kamen Frösche, Kröten und Eidechsen hervorgekrochen um sich die Leckerbissen zu schnappen, und auch eine Gruppe Gänse hat sich nahezu fanatisch auf die Termiten gestürzt.

      Ich habe mir auch so ein Pärchen gefangen, allerdings sind sie gleich am nächsten Tag eingegangen, als die Sonne zu hart auf meine Holzhütte schien und zu hohe Temperaturen darin verursachte.

      Das wars erstmal. Im nächsten Bericht gehts wieder um Ameisen, versprochen!
    • Hallo,

      inzwischen bin ich wieder in Deutschland, aber der Bericht hier ist natürlich noch nicht fertig.
      Durch einen Zufall sah ich auf Facebook wie Dave General, der Ameisentaxonom für die Philippinen, Werbung für einen kleinen Ameisenkurs machte. Also beschloss ich mich spontan dazu, fünf Tage auf die Philippinen zu fliegen.
      Der Kurs fand in der University of Philippines Diliman statt, welche in der Hauptstadt Manila liegt. Ich war bereits 2012 in Manila, und die Stadt war noch furchtbarer als in Erinnerung; im Gegensatz z.B. zu Kuala Lumpur besitzt die Stadt viele Slums und große Armut; was sie auch sehr gefährlich macht. Erst kurze Zeit vor meiner Ankunft gab es sogar eine Bombendrohung an der Universität. Wegen der hohen Kriminalität sieht man überall an den Geschäften bewaffnete Wachmänner, und nachts sollte man sich als Ausländer besser nicht den gefährlicheren Viertels aufhalten.
      Ich blieb also während des Kurses am Universitätscampus,wo ich auch schlafen durfte.

      Der Ameisenkurs selbst war kurz aber interessant, neben mir gab es noch 5 andere (Filipino) Studenten, die teilnahmen. Dave leitete den Kurs, und hielt ein paar Vorträge über Ameisenbiologie, Taxonomie und Fangtechniken, die auch kurz draußen im Botanischen Garten demonstriert wurden. Die Philippinen zeichnen sich durch eine unglaubliche Artenvielfalt aus, und so fanden wir sogar in den nur zwei Pitfall-Traps die wir auf dem Campus aufstellten eine Strumigenys Art, die möglicherweise unbeschrieben war. Dave General hat schon mehrere Exkursionen zur Arterfassung geleitet, und immer überraschend viele Spezies aufgefunden - und es gibt noch viele mehr: Von den ungefähr 7500 Inseln auf den Philippinen wurden gerade mal 32 auf Ameisen untersucht.
      Außerdem fanden wir auf dem Campus eine Königin von Odontomachus infandus, eine häufige, große Odontomachus Art die fast überall auf Luzon in den Wäldern vorkommt. Dave nahm diese mit, um sie auf seiner Arbeitsstelle im Museum von Los Banos zu halten und auszustellen.


      Nach dem Ameisenkurs folge ich Dave General nach Los Banos, wo ich auch auf dem dortigen Universitätscampus unterkam. Ich wollte ursprünglich den Mount Makiling besteigen, der immerhin etwas mehr als 1000 Meter hoch ist und für Ameisen daher ganz besonders interessant. Enttäuschender Weise wurde mir nicht gestattet, den Gipfel zu erklimmen: Alleinreisende dürfen nicht auf den Berg! So bezahlte ich nur den Eintritt für den "unteren Bereich", ein geschütztes Sekundärwaldgebiet. Ich fand hier aber nichtsdestotrotz überraschend viele Ameisen - fast unter jedem morschen Ast verbarg sich eine Ameisenart, die ich noch nicht vorher zu Gesicht bekommen hatte.

      Man möge mir die schlechten Bilder verzeihen - bei unter 3 mm großen Ameisen kommt auch mein Makroobjektiv ans Limit!

      Platythyrea sp., eine mittelgroße Ponerine die sich durch eine baumbewohnende Lebensweise auszeichnet.


      Die winzige Königin vermutlich einer Pristomyrmex Art


      Tetramorium sp., Königin rechts im Bild.



      Eine winzige Königin der Gattung Vollenhovia. Sie schleppte eine Milbe umher (links oben im Bild), wahrscheinlich ihre Beute.


      Eine Königin von Polyrhachis armata. Polyrhachis sind extrem artenreich in Südostasien.


      Die großen Odontomachus infandus.


      Eine bläuliche Diacamma Art in all ihrer Pracht. Sie waren sehr abundant anzutreffen, aber ich habe keine Ahnung was für eine Art es sein könnte.


      Dolichoderus thoracicus sind ebenfalls sehr häufig anzutreffen. Die Kolonien haben große, polygyn-polydome Koloniesysteme und dominieren ganze Bäume. Besonders häufig trifft man sie auf den äußerst leckeren Rambutan-Früchten, wo nicht selten sogar Brut und Königinnen mit drauf sitzen.


      Nach meiner mehrstündigen Exkursion kehrte ich zum Museum zurück, dass gerade sein 40 jähriges Jubiläum feierte. Es war überraschend gut ausgestattet und viele Insekten wurden auch lebend ausgestellt. Danach war mein kurzer Trip vorbei, am nächsten Tag reiste ich mit furchtbaren öffentlichen Verkehrsmitteln wieder zurück, und war richtig froh, wieder im unkomplizierten Malaysia zu sein, das für mich inzwischen ein zweites Zuhause ist.

      Rechts Dave General, links ich.

      Einer der Gründe, warum ich mich in Malaysia aufhielt, war um bestimmte Ameisen für Forschungszwecke zu sammeln. Eine dieser Ameisenarten ist Polyrhachis rufipes, die sich als ausgesprochen schwer zum Sammeln herausstellte. Diese Art hat viele kleine Zweignester, aber anscheinend nur eine Königin - diese fand ich bei nur einer Kolonie zufällig auf den Trails umherlaufend. Ich vermute, dass die Königin oft das Nest wechselt. Die Satellitennester sind allesamt klein (10 bis 40 Arbeiterinnen), und sehr schwer zu finden. Die Ameisen bauen sehr oberflächlich aus Holzspänen und ähnlichen Dreck, sie gehen nie tief in die Erde oder ins Holz. Die Nester sind perfekt getarnt und zufallen bei der geringsten Berührung in sich zusammen, weshalb vermutlich keine Seide beim Bau eingesetzt wird wie bei anderen Arten.

      Polyrhachis rufipes Nest

      Polyrhachis rufipes Königin


      Außerdem sammelte ich einige Nester von Gnamptogenys menadensis. In fast allen Nestern befanden sich bis zu 5 Ameisengrillen in unterschiedlichen Larvenstadien, die als friedliche Mitbewohner in dem Nest lebten. Leider überlebten sie im Gegensatz zu den Ameisen die Kälte im Flugzeug nicht und verstarben alle, sodass ich sie nicht nachzüchten kann.


      An einem Baum am Strand in Malaysia fand ich eine Colobopsis Kolonie. Der Soldat hatte eine Arbeiterin von einer anderen Kolonie am Fühler hängen, wohl aus einem Kampf. Nach dem Bild entfernte ich die tote Arbeiterin.


      Eines Tages im Wald fanden wir ein Nest der Riesenhonigbiene Apis dorsata. Es war noch ein relativ kleines Nest, und sehr niedrig lokalisiert; Kaum in 2,5 Metern Höhe! Ich bin zunächst direkt darunter durchgelaufen ohne es zu sehen (wenn man nur am Boden nach Ameisen guckt...), bis mich mein Kollege auf die Bienen hinwies. Zum Glück sind sie überhaupt nicht aggressiv!


      Jeden Morgen beim Frühstück besuchten mich diese hübschen Pheidole. Das Nest ist in einem Loch in unseren Steinernen Tisch. Ich kannte das Volk bereits von letztem Jahr, damals war es aber viel kleiner. Inzwischen bilden sie schöne Straßen mit Soldaten aus, um sich das leckere Roti Boom zu ergattern.

      Und abschließend noch etwas primatologisches :D Ein hübscher Plumplori den ich eines abends an meinen üblichen Restaurant antraf. Er hatte kaum Angst vor den Menschen und kam ganz nah. Er suchte gezielt das Licht der Menschen auf, weil sich dort viele große Insekten aufhalten, von denen er sich ernährt. Die Malaiien ignorieren ihn dabei. Plumploris gehören zu den wenigen giftigen Säugetieren; sie besitzen eine Giftdrüse am Arm, das sie auf die Zähne auftragen können. Auch wenn er noch so niedlich ist: Nur knipsen, nicht anfassen.


      Grüße, Phil