Hummeln halten

    • Nachdem neulich Karlheinz Baumanns bekanntes Werk "Königin für einen Sommer" lief habe ich mal wieder zum aktuellen Stand der Hummelhaltung recherchiert und bin auf folgende interessante Seite gestoßen:
      Das Hummelhaus
      Was hier vorgeschlagen wird scheint mir so ein Zwischending aus Nisthilfe und Haltung. Ob es wirklich so eine Ausrüstung braucht, wenns ein umgedrehter Blumentopf auch täte, sei dahingestellt, aber die Idee eine Königin auf Nistplatzsuche gezielt zu fangen und dann die eigene Nisthilfe anzubieten fand ich zumindest interessant. Dass alles, was zum angebotenen Hummelnistkasten an Zubehör und Verbrauchsmaterial da ist, zu einem halbwegs fairen Preis bestellt werden kann läßt vermuten, dass hinter der Sache doch mehr Idealismus als bloßer Geschäftssinn steht. Insofern: gefällt mir! Ich werde im kommenden Frühjahr vielleicht mal was ähnliches versuchen.
      Gute Gesprächspartner erkennt man daran, dass im Hintergrund kein Google laufen muss.
    • Genau dieses Hummelnest habe ich dieses Jahr gekauft (Version Erdhummel, daher mit langem Gang). Ich werde versuchen mal im Detail darüber zu berichten.

      Leider war ich etwas zu spät dran und es wurde nicht mehr bezogen. Nach einigen mißglückten Versuchen einer aktiven Ansiedlung, mit Hilfe eines Keschers, bei denen mir alle, auf Sondierungs- / Orientierungsflügen (z.B. an meinem Auto...) befindlichen, Königinnen jedoch entwischt sind, hatte ich für das aktuelle Jahr aufgegeben. Weitere herumfliegende Hummeln hatten wohl gegründet oder waren gar schon die erste Generation (keine Orientierungsflüge mehr ersichtlich). Ich wollte somit auch nicht mehr nachstellen.

      Das Nest selbst dient immer zur Haltung über ein Jahr und ist auch gut dafür gerüstet. Es bietet zumindest gute Voraussetzungen der Wachsmotte (Aphomia sociella) etwas zu entgegnen.
      Auch auf die Thermik, Möglichkeiten zur Kontrolle und Einsicht sowie der Vereinfachung des Einnistens wurde viel Wert gelegt.

      Leider hat, trotz Aufstellung auf der Ost-Seite, mein Kasten an einigen Stellen schon etwas abbekommen.
      Das erste Thema sind dabei die "Silikonnähte" zur Verbindung der Boxen. Diese haben sich durch die Wettereinflüsse vom Styropor abgelöst.
      Das Problem waren kleine Wurzeln, welche sich in und sogar durch das Styropor getrieben haben.

      Die Schäden werde ich über den Winter beheben und für den nächsten Frühling wohl doch noch einen Überbau anfertigen.

      Auf einen Selbstbau / Eigenkonstruktion wäre ich auf jeden Fall gespannt. :)
      Ich würde übrigens empfehlen damit schon im Winter anzufangen um ab ca. März bereits ein fertiges Nest anbieten zu können.
    • Hallo.

      Solche Nistkästen kann man aus Holz auch gut selber bauen. Anleitungen hierfür lassen sich schnell finden.
      Ich habe früher einige Jahre solche selbstgebauten Kästen benutzt. Mit sehr gutem Erfolg.

      Nur sollte man eine suchende Königin etwas sanfter fangen, dann klappte es fast immer mit der Ansiedlung.

      Ich habe mir dazu einen kleinen Karton besorgt, zum Beispiel wie sie als Verpackung für Zahncreme oder ähnliches benutzt werden. Die Schachtel muss nur so groß sein, dass eine Hummel-Königin reinpasst.
      Am hinteren Ende wird ein kleines Loch geschnitten, durch welches die Königin aber nicht durch kommen darf. Am vorderen Ende entfernt man die kleinen seitlichen Kartonfalze, so dass man nur noch einen passenden Deckel hat. Bei weicheren Kartonen kann man auch alles entfernen, so dass man eine große Öffnung hat.
      Wenn man jetzt im Frühjahr eine Königin auf Nistplatzsuche entdeckt, nähert man sich ihr vorsichtig um sie nicht zu verscheuchen. Oft krabbeln die Königinnen am Boden oder in Gras umher, wenn sie meinen einen interessanten Platz entdeckt zu haben. Man bekommt mit der Zeit ein Gefühl wo sie gerne suchen. Wichtig ist nur, dass er Ort möglichst nah bei den Nistkästen ist, um nicht so viel Zeit zu verlieren.
      Mit etwas Übung kann man dann den Karton über die Hummel stülpen, dabei darf die Königin aber nicht eingequetscht werden. Hat man etwas Erfahrung, bemerkt sie nicht einmal dass sie gefangen wurde. Nach einigen Sekunden krabbelt die Königin dann zum Licht, eben dem kleinen Loch am anderen Ende der Schachtel um weiter zu suchen. Da kommt sie aber nicht raus, nun muss man schnell unten zumachen und schon hat man sie.
      Jetzt ab zum Nistkasten und mit der großen Öffnung ans Eingangsloch halten. Das kleine Loch mit dem Finger zuhalten, damit es wieder dunkel ist im Karton. Nach einigen Sekunden oder auch Minuten wird die Königin schließlich in den Kasten krabbeln. Man warten noch etwas damit nicht gleich wieder Licht einfällt und zieht sich dann zurück.
      Jetzt muss man nur noch geduldig warten bis die Königin wieder aus dem Kasten kommt. Fliegt sie sofort weg, war es nichts. Beginnt sie dagegen mit einem Orientierungsflug hat man gute Chancen eine Kolonie zu erhalten. Allerdings finden manche Königinnen den Eingang nicht wieder.

      Vielleicht hilft der Trick etwas bei der Ansiedlung diesem interessanten Insekten.
    • So vielleicht einmal ein Update...

      ... ... ...




      Mit der professionellen und sehr gepflegten Anlage von Dommsen (Apis mellifera) hat das natürlich nicht viel zutun. Das Hummelhaus wurde 2016 gekauft und aufgestellt, aber nicht bezogen. Dieses Jahr wurde es (selbst) bezogen, also nicht künstlich besiedelt.

      Das Nest ist gen Osten aufgestellt, bekommt also etwas Morgensonne. Es steht, wie man sehen kann, sehr naturbelassen einfach da.


      Dieses Jahr habe ich einen neuen Einsatz geschnitten und Kapokwolle verwendet. Die Gaze im "Klimakamin" habe ich besser abgedeckt, somit war den Innenraum sehr gut abgedunkelt. Außerdem habe ich das Nest nach dem aufstellen nicht einmal angeschaut, um Störungen zu vermeiden.

      Letzte Woche habe ich dann kurz "angeklopft", worauf sofort ein Summen zu vernehmen war. Allerdings klang es sehr hell und fast nach einer Fliege. Ich habe dann trotzdem die Abdunklung entfernt. Zu meiner Freude ist das Nest von Hummeln bezogen.

      Es ist erstaunlich wie selten aktuell noch Hummeln aus- und einfliegen.

      Was genau dieses Jahr besser gelaufen ist, bzw. ob ich letztes Jahr einfach zu spät dran war oder eben Pech hatte weiß ich nicht.

      Über die nächsten Tage steht nun noch an die Hummelklappe nach und nach abzusenken. Und dann bleibt natürlich zu hoffen dass ich von Wachsmotten weitestgehend verschont bleibe. :)

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    • Hey dotted,

      richtig große Klasse und es freut mich so richtig, dass der Kasten jetzt besiedelt ist! Mit meinen domestizierten Viechern solltest du das auch gar nicht vergleichen wollen...
      Hummeln sind großartig und du leistest da einen wichtigen Beitrag, bitte bitte lass uns dieses Jahr öfter daran teilhaben!!!

      Mal ein Bild aus dem Innenraum würde mich ja reizen (später, wenn das Volk etwas größer und kräftig ist), weisst du schon welche Hummelart es sich dort bequem gemacht hat?

      Grüße
      Dominik
    • Hey Dominik,

      ja das sollte klappen - aktuell versuche ich sie noch nicht zu belästigen aber ggf. lässt sich da über das Jahr einiges realisieren, auch aus dem Innenraum.

      Wo wir schon beim nächsten Thema sind - im Moment halte ich noch ziemlichen Abstand beim fotografieren. Es scheint jedoch eine Erdhummel zu sein.

      An- und Abflüge sind noch immer recht selten für mein Empfinden. Teils mit 10-20 Minuten dazwischen. Das mag jedoch vielleicht auch an der Tageszeit liegen.

      Die Klappe habe ich wieder etwas abgesenkt. Prompt fand die erste Hummel nicht mehr heraus und drehte um, sodass ich die Klappe wieder ein wenig anheben musste. Die nächste Hummel schaffte es heraus - purzelte jedoch erstmal direkt aus der Klappe in den Sand... :D
      Kleine Schritte scheinen hier sehr wichtig zu sein.



      Ich probiere mal am Wochenende ein paar detailreiche Bilder.
    • Gestern war nicht das beste Wetter (sehr wechselhaft, teils regnerisch) aber ich habe ein paar beim Anflug erwischt.


      Die kleinen verschwinden leider erstaunlich schnell im Eingang... :D

      Es ist sehr wahrscheinlich eine dunkle Erdhummel (Bombus terrestris).

      Viele Hummeln kommen ohne Pollenhöschen wieder zurück. Das Frühlingswetter war dieses Jahr auch recht ungünstig - ich überlege daher noch als Zusatz die Zuckertränke aufzustellen.

      Die Klappe ist wieder weiter abgesenkt. So langsam scheinen sie sich jedoch an das Gewicht der Klappe zu gewöhnen - keine ist umgedreht.
    • Freut mich auch sehr, dass es so gut klappt mit deinen Hummeln.
      Ich bin gespannt, ob die Klappe wirklich gewährleistet, dass Wachsmotten keinen Zugang finden. Die Biester sind für alle eusozialen Hummeln und Bienen, sogar mit einigen Arten für eusoziale Faltenwespen wirklich gefährlich.
      Beobachte das mal und halte uns auch da auf dem laufenden.

      Um sicher zu sein, dass es keinen Befall gibt, solltest du versuchen, ab und an das Nest zu sehen. Die Wachsmottenlarven befallen die Hummelnester meist von unten, überziehen dann nach und nach Bezirke des Nestes mit ihrem harten, festen Gespinst, separieren sie so und verhindern den Zugriff durch die Arbeiterinnen. Im Nu ist dann ein Nest verloren. Bei Befall sofort das Nest entnehmen, den Befall großzügig entfernen. Vorher die Hummeln natürlich einsammeln, die sind friedlich und relativ gut zu händeln.

      Ich weiß, diese Klappen sollen gut funktionieren. Ich würde aber trotzdem ab und zu nachsehen und auf Befall kontrollieren. Geht man langsam und umsichtig vor, macht das den Hummeln nichts aus.

      Achso. Gibt es wenig Pollen in der Tracht, kann man zufüttern. Pollen gibt es im Handel zu kaufen, Bienenhalter, also Imker verkaufen ihn (...und wir haben einen guten, erfolgreichen Imker unter uns.). Pollen ist ja wichtig für die Entwicklung der Brut, er ist die Proteinquelle der sozialen Bienen.

      LG, Frank.
      Was ist ein Ozean, wenn nicht eine Vielzahl von Tropfen?
    • Dank Feiertag mal wieder ein Update.

      @Frank Mattheis danke für den Hinweis
      Teils kommen aktuell die Hummeln mit prallen Pollenhöschen zurück - teils aber auch komplett ohne. Ob zufüttern nötig ist kann ich aktuell daher nur schwer sagen. Ich habe dennoch auf die schnelle eine Tränke aufgestellt.
      Natürlich kam wie es kommen musste und die Tränke wurde zuerst von Ameisen gefunden... :D Ich vermute Lasius und Tetramorium (auf den Fotos im Anschluss zu sehen).
      Hummeln konnte ich an der Tränke bislang leider keine beobachten.

      Ich hatte daher überlegt direkt im Nest zu füttern - dies dann aber doch schnell verworfen um die Ameisen nicht ins Nest zu führen. Ich befürchte sie könnten auf die Idee kommen das Nest als neue Futterquelle beziehungsweise, noch schlimmer, als Proteinquelle zu erschließen.
      Sollte die Tränke weiter nicht von den Hummeln angenommen werden wird sie erstmal wieder abgebaut. Natur ist eben Natur und daran herumzuschrauben ist nicht immer ohne Konsequenzen.

      Hat jemand Erfahrungen ob Ameisen ggf. Beutezüge in Hummel- / Bienennester vornehmen?


      Die Hummelklappe ist mittlerweile fast geschlossen. Vor einigen Tagen war das Streichholz komplett rausgefallen - mittlweile habe ich wohl das Rätsel gelöst wie das passieren konnte. Die Hummeln stoßen teils einfach an die Klappe bis sie dann versuchen durchzukrabbeln. Siehe Video :)



      Als Abschluss mal noch ein paar weitere Impressionen.

      Eine etwas... unentschlossene Hummel


      Teilweise ist es super lustig anzusehen wie einige Hummeln beim Abflug zunächst regelrecht abstürzen. :D
      Manche sind allerdings auch schon recht elegant unterwegs... 8)


      Hummel mit Pollenhöschen - interessant ist wie stark sich die Färbung dieser ändern kann. Meist ist es Gelb mit einem Hauch von Orange aber hier wohl auch ein sehr blasses Gelb.


      Weitere Aufnahmen - ggf. kann jemand mit Expertise ja bestätigen ob es sich wirklich um eine dunkle Erdhummel (Bombus terrestris) handelt :)

      Wie fast immer sind Ameisen im Bild... X/

      Alle Videos habe ich übrigens in eine Youtube Playlist gepackt (Hummelnest 2017): youtube.com/playlist?list=PLtA-MZHQpdEolu3AzDIt4yMpHQBracxET
    • Kurzes Update - die An- und Abflüge haben sich sehr massiv gesteigert und teils kehren die Hummeln mit fetten Pollenhöschen zurück. Ich denke also alles ist erstmal im Lot. :)

      Ich werde die kommenden Wochen mal versuchen das Nest von innen zu inspizieren. Außerdem werde ich noch etwas Präventivschutz gegen Wachsmotten einsetzen.

      Ich habe einen Youtube Kanal angelegt wo ich in Zukunft das ein oder andere "Eusozial-Video" hochladen werde. Hier zwei aktuelle Videos - leider war es etwas windig... :D

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    • HUMMMMEEEELLLLNNNNNN, sorry aber ich mag diese Tierchen einfach total gerne! Sind irgendwie wie ich xD

      Meine Freundin hat sich das auch mal angesehen und ist auch wirklich angetan von dieser Art der Hilfe. Wir haben gleich um die Ecke einen echt fetten Garten der Nachbarn, haben auch auf der anderen Seite nen großen Garten und wir haben auch die ein oder andere Blume auf der Terrasse.

      Hat denn jemand von euch einen Link, wo man sich diese Kästen mal genauer anschauen kann? Ich würde mich sehr freuen diesen Brummern zu helfen und die auch um mich herum schwirren zu sehen, wenn ich auf der Terrasse bin.

      Vielen Dank schon mal im Voraus
      Gehaltene Arten: Diacamma sp.

      Du bist was du denkst, der Geist ist alles <---- Buddha
    • Richtig, das abgebildete Nest ist von "Das-Hummelhaus.de". Ein absolut empfehlenswertes Gesamtpaket, insbesondere in Verbindung mit der Webseite die fast alles notwendige Wissen rund um die Hummel bereitstellt.

      An der Stelle wäre anzumerken dass es für Einsatz unter rauhen Bedingungen etwas Eigeninitiative benötigt. Man sollte ein paar Dinge beachten bzw. sich auf die Wartung einiger Komponenten einstellen.

      Der Aufstellort sollte so weit wie möglich der Sonne abgewand sein. Ich vermute die Sonneneinstrahlung hat meinem Haus, insbesondere im ersten Jahr, stark zugesetzt. Die ganzen Klebenähte waren am Ende fast komplett aufgeplatzt. Ich habe diese mit Silikon überarbeitet - es wird sich zeigen wie das jetzt hält. Nachteil: Abtönfarbe hält auf Silikon natürlich nicht mehr.
      Ein weiterer Punkt ist die Anfälligkeit für Wurzeln. Ich hatte diverses Wurzelwerk von Gräsern was sich tief in, teils durch, das Styropor gebohrt hat.
      Weiterhin muss ich leider feststellen, dass ich wohl nächstes Jahr den Eingang erneuern muss. Dieser weist teils schon Risse und Brüche im Holz auf. Ich denke hier war vor allem Nässe schuld. Vielleicht hätte ich hier auch zu etwas Öl greifen sollen um das Holz von Anfang an besser zu schützen.

      Ich denke es wäre für diese Konstruktion am besten einen kompletten Überbau aus Holz. o.ä. zu fertigen. Als Schutz vor Wurzeln könnte man entweder den Bodenbereich laminieren oder in ein Gewebe einschlagen wie es teils zum Terassenbau etc. verwendet wird.

      Einen wichtigen Punkt kann ich noch anmerken: leider bietet das Nest von Haus aus keine Möglichkeiten wirklich guten Nesteinblick zu nehmen. Mein Traumnest hätte diese Möglichkeit von Haus aus. Aber dies ist wohl nur im Eigenbau zu realisieren.


      Das tatsächlich wichtigste ist jedoch zunächst die eigene Umgebung zu beobachten und zu schauen welche Hummelarten unterwegs sind. Bei mir waren das vorrangig Erdhummeln also habe ich diese Nestart gekauft.
      Weiterhin braucht es wohl ein wenig Glück und Geduld. Selbst das beste Nest hilft nichts wenn keine Bewohner einziehen. Daher sollte man schon überlegen wie viel man zu investieren bereit ist oder ob man für den Anfang erst einmal mit einem simplen Eigenbau anfängt. Ist einmal ein Hummelnest in der nahen Umgebung vorhanden steigen die Chancen einer Besiedelung enorm (ich habe selbst Flüge zur Nestsuche in die Abgasanlage meines Autos beobachten können).
      Die Versuche einer künstlichen Besiedelung im ersten Jahr waren bei mir zumindest nicht erfolgreich und nach etwas einlesen ist es auch nicht unbedingt empfehlenswert.

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