Diskussionsthread zum Haltungsbericht Camponotus fulvopilosus von Denjo1983

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    • Hey,
      es freut mich ebenfalls,dass es so gut bei dir läuft.
      Ich bin selbst Halter einer etwas größeren Camponotus fulvopilosus,
      jedoch scheint meine Kolonie,anders als deine , ein Verlangen nach einer Diapause zu haben!
      Die Königin brach die Eiablage komplett ab und die Larven wachsen nicht mehr.

      Hierzu scheint es verschiedene Meinungen zu geben:
      Manche behaupten,dass die Diapause bei jeder Temperatur durchgeführt wird,
      andere sagen,dass man sie hierzu auf ca. 15°C runterkühlen soll.

      Mein Nest ist jedoch zum Transportieren überdimensional (150x50,stehend),
      deshalb verweilen die Ameisen nun seit knapp ca. 1,5Monate bei Zimmertemperatur von etwa 19-22°...
      In dieser Zeit sterben halt leider weiterhin Arbeiterinnen und es kommen keine nach.
      Naja! Hoffen wir,dass es nicht mehr solang dauert, dann gibts ne größere Arena und die Königin kann wieder aufholen. ;)

      Bin gespannt wie es bei dir aussieht,ob sie evt auch irgendwann eine Diapause benötigen oder ob dies evt Herkunftsabhängig ist.
      Ich wünsche dir weiterhin viel Spaß mit den kleinen Schönlingen und freu mich auf weitere Berichte eventuell mit dem ein oder Anderem Bild ;)

      LG und einen schönen 3ten Advent !!!! :xmas:
    • Hey,
      ich konnte dieses Verhalten auch bei meiner großen Camponotus rufipes Kolonie beobachten.
      Allerdings nicht ganz so extrem und es sterben auch immer nur so ca. 5 Arbeiterinnen alle 2-3 Wochen.
      Ich denke hier handelt es sich einfach um natürliche Altersschwäche. Die Tiere haben eine extrem schnelle Entwicklung von 4-5 Wochen und ich halte sie auch noch warm.
      Es sind auch nur Minors und ein paar Medias die sterben. Die meisten meiner Majore werden bald 1 Jahr alt.
      Bei deinen fulvopilosus scheint es aber etwas anderes zu sein, auch wenn der Tod gleich abläuft.

      Grüße.
    • Moin Denjo,

      wir haben ja schon häufiger über das Thema gesprochen, aber mir fallen immer wieder nur die typischen Ursachen ein. Und das sind Altersschwäche oder aber Giftstoffe. Auf letztere scheinen die C. fulvopilosus eher empfindlich zu reagieren, zeigen bei Kontakt aber meist auch Lähmungserscheinungen (starre Fühler und/oder andere Gliedmaßen) bevor sie versterben.

      Habt ihr noch andere Haustiere, wie Hund oder Katze, welche vielleicht mit irgendwelchen Mittelchen gegen Flöhe oder Zecken behandelt werden? Oder kommen regelmäßig Freunde/Bekannte mit solch einem Tier zu Besuch? Gibt es Zimmerpflanzen die gegen Schädlinge behandelt wurden? Oder kommt ihr selbst auf der Arbeit mit schädlichen Substanzen in Kontakt und tragt diese u.U. mit nachhause?

      Vermutlich hast du all diese Möglichkeiten bereits in Erwägung gezogen, aber vermutlich ist es irgendeine Kleinigkeit an die man nicht sofort denkt. Manchmal reicht z.B. schon die Verwendung bestimmter Kunststoffe, da schädliche Weichmacher über einen langen Zeitraum freigegeben werden.

      LG, Chris
    • Hi...

      Sowas wie Chris beschreibt hatte ich letztens bei meinen Camponotus detritus und fulvopilosus.
      Da ich sie in Holzterrarien halte, habe ich unter der Sandschicht zum Schutz des Holzboden, eine Plastikfolie liegen.
      Diese hatte wohl irgendwelche Weichmacher oder sonstige Giftstoffe abgesondert, so das Tiere erst Lähmungserscheinungen hatten und dann verstorben sind.
      Es hatte einige Zeit gedauert bis ich diese Ursache ausmachen konnte.
      Habe Folie und Sand erneuert und jetzt ist wieder alles in Ordnung.

      LG

      Rog
    • Danke euch beiden für die Stellungnahme.
      Ich habe tatsächlich schon mehrfach über Giftstoffe nachgedacht, gerade am Anfang der Haltung habe ich überlegt, ob irgendwas schadhaftes im Becken ist...

      Wir haben noch eine Katze, die aber nicht nach draußen geht und deshalb auch keine Milbenabwehr trägt.
      Wir haben einige Pflanzen in der Wohnung. Die könnten natürlich schon behandelt worden sein. Meines Wissens sind das fast alle Pflanzen im Einzelhandel. Aber dazu muss ich auch sagen, dass wir die meisten Pflanzen schon länger haben und diese die Giftstoffe mit der Zeit auch verlieren. Allerdings kann ich Pflanzen natürlich nicht ausschließen. Müsste man dann allerdings nicht oft von solchen Problemen lesen. Da bin ich sicher nicht der Einzige, oder? Vor allem gibts da dann auch wenig, was man machen kann. Ich kann ja schlecht alle Pflanzen wegschmeißen, oder?
      Auf der Arbeit arbeiten wir nicht mit Giftstoffen. Das kann ich ausschließen.

      Wenn ich mir das Becken anschaue... Was habe ich da verbaut?
      Ytong vom Baumarkt.
      Sand für Terrarien.
      Kies für Aquarien.
      Lehm vom Antstore.
      Silikon für Aquarien.
      Ein paar kleinere Steine von draußen.
      Thermo-/Hygrometer auch im Nest.
      zwei kleine Wüstenpflanzen aus einem Terrarienshop extra für Terrarien (angeblich unbehandelt).
      Verbindungsrohre aus Plexiglas zum zweiten Becken (Das Sterben hatte aber schon angefangen als die noch nicht angeschlossen waren)

      Ich persönlich hatte auch Giftstoffe am ehesten im Verdacht. Da der Koloniebestand aber weiter anstieg und die Königin bei guter Gesundheit ist, bin ich davon später abgekommen.
      Auch die Brut entwickelt sich ja ganz normal. Deshalb verstehe ich das nicht so ganz.
      Sollte die Brut nicht am empfindlichsten sein? Und wenn ja, dann kann ich den Sand, den Lehm, das Silikon und den Ytong ausschließen, weil die auch im Nest vorhanden sind. Dann bleibt an Giftstoffen aber nicht mehr viel übrig.
      Kleine Info noch am Rande. Im gleichen Becken hatte ich auch Probleme mit den Cataglyphis von Dommsen.
      Bei mir sind auch langsam Arbeiterinnen gestorben. Die Kolonie wurde kleiner. Als die Kolonie wieder bei Dommsen war, ging es wieder aufwärts.
      Die Fulvos scheinen es besser zu verkraften als die Catas, aber irgendwas scheint nicht gut zu sein. Ich kann es mir aber echt nicht erklären (Ich habe extra darauf geachtet, dass ich keine Giftstoffe verbaue).
      Ich habe auch schon über sowas wie störende elektrische Felder oder ähnliches nachgedacht, aber das waren wilde Spekulationen.
      Liebe Grüße
      Denjo

      Myrmicaria sp. (abgegeben)
      Camponotus atriceps (abgegeben)
      Camponotus ligniperda (ausgesetz)
      Messor barbarus (abgegeben)
      Camponotus fulvopilosus
    • Hallo Denjo,
      genau das Problem wie du geschildert hast kann ich bei meiner Kolonie auch beobachten.
      Vor gut einer Woche allerdings hat sich das sterben wieder eingestellt. Zuvor konnte ich wirklich mindestens 6 tote Arbeiterinnen am Tag aus dem Becken fischen :/
      Woran es liegt weiß ich auch nicht und werde es vermutlich nie herausfinden ....... Da es doch viele Ursachen sein können.
      Wir haben auch Katzen, Pflanzen, Besuch, ich selbst Arbeite im Sondermaschinenbau und komme mit so einigen Sachen in Berührung. Wie soll ich da vorgehen um die Ursache zu finden. Aber wie oben geschrieben momentan sieht es besser aus.

      Meiner Kolonie geht es aber prächtig und die Entwicklung ist wirklich beachtlich.
      Und das mit den Catas konnte ich auch beobachten :D
      Meine Catas leben jetzt in einem kleineren Becken und die Entwicklung ist auch kaum zu Topen.
      Halter von

      Cataglyphis nodus
      Camponotus fulvopilosus
      Aphaenogaster spec.
      Pheidole spec.