Regenwald - Welcher Besatz?

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    • Regenwald - Welcher Besatz?

      Hallo liebe Ameisenfreunde,

      so langsam wird es ernst und mein 150x70x100 (BxTxH) Terrarium wird geliefert. Der gesamte Aufbau wird dann in einem Haltungsbericht beschrieben... Es handelt sich um ein Regenwald-Terrarium.

      Vorab möchte ich Euch aber an der Besatzplanung teilhaben lassen. Die einzige Kolonie die bereits sicher ist, ist Neoponera apicalis.

      Als zweite Kolonie überlege ich Gigantiops destructor beizusetzen... Aber die sollen ja extrem schwer zu halten sein.

      Welche Art würdet ihr für die höheren Lagen empfehlen? Dort ist ja genügend Platz. Als Bedingung sollten die Kleinen nicht zu klein, also noch gut zu beobachten sein...

      Ich danke Euch schon mal und freue mich auf Euere Vorschläge.

      Gruß Benny
    • Hallo Benny,

      würde dir davon abraten die apicalis in dem kleinen Becken zu vergesellschaften, außer vielleicht mit kleineren Arten, die ihnen nicht auffallen. Solltest du auf lange Zeit in diesem Becken auch andere größere Arten halten wollen, so müsstest du häufiger eingreifen, in dem du etwa Tiere absammelst oder wenig fütterst.
      Gigantiops sind eigentlich nicht schwer zu halten, man sollte nur darauf achten keine Nachzucht zu kaufen und dem Verkäufer in soweit trauen, dass es sich um eine begattet Königin handelt.
      Würde dir vielleicht eher dazu raten, eine Gigantiops als haupt Ameise zu wählen und dann mit anderen Arten zu vergesellschaften. Du solltest dir aber darüber im klaren sein, das eine Vergesellschaftung nicht immer einfach ist und einen gewissen Grad an Erfahrung erfordert.

      Grüße

      Sven
    • Hey Benny,

      kann mich Sven nur anschließen und die wärmsten die Gigantiops ans Herz legen. Gerade in einem Tropenbecken mit entsprechender Beleuchtung machen diese Tierchen richtig Freude.

      In der Haltung waren sie nie wirklich schwierig, können problemlos in einem Ytongnest gehalten werden. Wichtig ist nur hier auch kühlere/wärmere und feuchtere/trockenere Bereiche innerhalb des Nestes zu schaffen, am besten mit einer kleinen Rotlichlampe oder einer Heizmatte, die einen Teil des Nestes bedeckt.

      Apicalis sind auch toll, versteh mich nicht falsch. Aber die Kolonien können groß und biestig werden, was die Vergesellschaftung mit anderen Arten angeht.

      Ansonsten sind für die höheren Regionen auch bestimmte Pseudomyrmex Arten wunderbar geeignet, habe diese aktuell auch in meinem Becken. Diese sind ausschließlich tagsüber unterwegs und das auch fast nur im oberen Drittel des Beckens.

      Viele Grüße
      fab
    • Hallo miteinander,

      ich danke Euch für die Antworten... Ich bin eigentlich fest davon ausgegangen, die Apicalis mit den Gigantiops vergesellschaften zu können. Man liest das auch immer... Zumal ich 150 cm auch nicht gerade klein finde. Aber ich werde mir da noch einmal meine Gedanken darüber machen.

      Fab, wenn dein Gesellschaftsbecken-Thread richtig verfolge, dann hast du Pseudomyrmex kuenkeli im Becken... Wo hast du diese her?

      Ich danke euch nochmal für die Hilfe und hoffe auf weitere Vorschläge :)

      Gruß Benny
    • Hallo!

      Mein persönlicher Rat, lass es mit der Vergesellschaftung mehrerer Arten. Das klappt Anfangs immer recht gut aber irgendwann sind die Kolonien so Groß dass sie sich in dem kleinen Terrarium angehen. Man ließt es immer wieder, Anfangs kann man gut drei bis fünf verschiedene Arten in ein großes Becken geben, aber dann hört man über diese Herangehensweise nichts mehr oder nur das man sie trennen musste.
      Mag sein das du in deinem Becken zwei drei Arten zusammen halten kannst. Diese müssen sich aber im besten Fall nicht über den Weg laufen oder von vornherein eine Symbiose eingegangen sein. Eine Idee wäre da etwas Bodenbewohnendes und etwas das eher im obereren Terrarium zu finden sein wird.
      Auch solltest du eventuell gucken das du nur Arten nimmst deren Kolonien eher klein bleiben. Auch wenn du, großes Lob dafür, ein großes Terrarium dein eigen nennen kannst, für die Ameisen ist das nur ein kleiner Ausschnitt ihres natürlichen Ausbreitungsgebietes.
      Wie gesagt, da muss man echt Erfahrung mitbringen und alles genau im Auge behalten um gegebenenfalls reagieren zu können. Ich würde dir die Gigantiops ans Herz legen und wenn es gut läuft noch eine klein bleibende andere Art.

      Gruß
      Mathias
      "Manche Menschen brauchen keine Laktose, um intolerant zu sein."
      (aus dem Internet)
    • Hallo,

      wie Mathias schon geschrieben hat ist es mit der Vergesellschaftung nicht immer einfach, allerdings gibt es ein paar Arten die man in so einem Becken vergesellschaften kann. Fabian hat da sicher auch schon den richtigen Ansatz gemacht. Gigantiops mit den kuenkeli sollte ohne Probleme gehen (leider kenne ich diese Zusammensetzung nicht aus eigener Erfahrung, am besten mal bei Exotic Ants nachfragen). Die kuenkeli bekommt man bei Exotic Ants (notfalls mal anfragen). Dazu sollte noch Apterostigma funktionieren und vielleicht noch ein kleine Crematogaster. Bei der Auswahl der Arten sollte man am besten jemand an der Seite haben, der sich damit auskennt.
      Für die apicalis ist das Becken dann doch eher klein, sind halt sehr große Tiere die in der Natur sehr weite Strecken laufen. Sie werden in dem Becken relativ schnell sehr aggressiv werden.

      Grüße Sven
    • Kann Gigantiops auch nur für die Haltung in einem Gesellschaftsbecken empfehlen. Sie weichen selbst in meinem 100 cm langen Becken den anderen Arten problemlos aus und sind auch von den Beobachtungsmöglichkeiten her etwas ganz besonderes. Der Besatz in meinem Becken schaut aktuell wie folgt aus.

      - Gigantiops destructor
      - Polyrhachis abdominalis
      - Polyrhachis sp. (nachtaktiv)
      - Crematogaster sp. (sehr klein)

      Es steht verhältnismäßig wenig Nahrung zur Verfügung, um die P. abdominalis etwas einzubremsen. Die Gigantiops bedienen sich hingegen auch an Asseln, Springschwänzen und den Larven der Trauermücke, so dass die Kolonie konstant aber langsam wächst.

      Hatte zwar auch anfangs an den Besatz mit einer Pseudomyrmecine gedacht, da es sich mit Abstand um meine Lieblingsunterfamilie handelt, aber wirklich geeignet scheint mir nur die Pseudomyrmex kuenkeli zu sein. Für den Großteil der Pseudomyrmex und Tetraponera Arten passen tropische Verhältnisse nicht wirklich, da sie es m.E.n. trocken bevorzugen. Ich hätte jedenfalls keine geeigneten Bereiche und könnte diese in meinem kleinen Becken auch nicht schaffen.

      Wie hier schon häufiger geschrieben wurde, braucht es doch den ein oder anderen Kniff für die Vergesellschaftung im Allgemeinen. Es handelt sich hierbei trotz meiner Erfahrung in der Haltung um mein erstes Tropenbecken, so dass ich mir oft Rat bei erfahreneren Haltern geholt habe. Das hat mir sicherlich einiges an Frustration erspart.
    • Hallo liebe Gemeinde,

      sorry für mein langes Schweigen, der gesamte Bau hat sich ein wenig verzögert, befindet sich aber gerade im finalen Harz-Anstrich. Bilder sind Unmengen gemacht, sodass ich hier im Forum sehr zeitnah eine Doku schreiben werde.

      Eine ganz wichtige Frage habe ich noch an die Gemeinde, ich bin mir diesbezüglich einfach unschlüssig:
      Das Terra steht in meiner Doppelgarage, die sowohl im Sommer als auch im Winter konstante Temperaturen aufweist (plus/minus 18-20 Grad), da sie von Wohnraum umschlossen ist.

      Wie würdet ihr nun beheizen um die nötigen Temperaturen zu erhalten? Heizkabel im Boden halte ich aufgrund der hohen Drainageschicht für nicht effektiv genug, auch wenn ich ein 100 Watt Kabel auf Lager habe. Beleuchtung von oben via HQI oder ähnliches halte ich da schon für sinnvoller. Aber wie nachts die Temperatur halten?

      Was würdet ihr da empfehlen?

      Danke euch im Voraus.

      Grüßle
    • Ich kann leider keine technische Lösung im engen Sinn anbieten, aber ich kann dir eine ökonomische Variante vorschlagen: ich hab meine Neoponera villosa in einem eigenen Zimmer untergebracht, welches über eine Nacht, auch im Winter, nicht sonderlich abkühlt. Die Lufttemperatur wird dann üblich von der Zentralheizung reguliert und ich vermeide gleichzeitig Kondenswasser. Es ist jetzt das "eine Hobby-zimmer", wo sich auch alle Pflanzen, jenseits der Holarktis stammend, wohlfühlen.
      liebe Grüße aus Dresden