Rhytidoponera metallica-Diskussionsthread

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    • Re: Rhytidoponera metallica-Disskusionsthread

      Hallo.

      Schön, dass Du es jetzt auch mit dieser Art versuchst. Endlich kann man sich etwas austauschen.

      Etwas unglücklich finde ich allerdings Deine Beschreibung der Art.
      Rhytidoponera metallica sind eine der häufigsten und weit verbreitesten australischen Insekten.
      Na das bezweifle ich dann doch sehr.
      anders als die meisten australischen Arten fouragieren sie auch bei Regenwetter solange es sich nur um kurze Schauer handelt
      Kann ich persönlich so nicht bestätigen. Nach meiner Beobachtung kommen bei Regen sehr viele Ameisenarten raus die man sonst nur Nachts sehen kann. Gerade in Wüsten oder Halbwüsten ist dies der Fall.
      Vielleicht noch mal überarbeiten?

      Übrigens habe ich inzwischen auch mal Blütenpollen ausprobiert. Sie haben ihn angenommen, allerdings erst als es nichts anderes zum Fressen gab. Lohnt also nicht die extra zu kaufen. Dafür ist Pollen zu teuer und wird nur im äussersten Notfall gefressen.
      Mit den Körnern bin ich auch noch nicht weiter gekommen. Muss ihnen mal geschälte und zerkleinerte Sonnenblumenkerne bieten oder ähnliches. Alles andere landete im Müll.
    • Re: Rhytidoponera metallica-Disskusionsthread

      Meinen Glückwunsch zu dieser Wunschameise, Holger.
      Das sind sehr schöne und hochspezialisierte Ponerinen, die manchen Arten ihrer näheren Verwandschaft einiges vorraus zu haben scheinen. Ich denke an zB. an das Tragen der Nestangehörigen bei Umzug. Kommunikation und Rekrutierung sind bei dieser Art gut entwickelt. Das kann man sehr schön in Markus' Haltungsberichten nachlesen. Ich hielt die Art auch mal eine Weile und war erstaunt über die Durchsetzungskraft der Ameisen. Für eine Vergesellschaftung mit anderen Arten scheinen die kleinen Rabauken nicht geeignet zu sein. Ein Versuch, sie mit Myrmecia gulosa zusammen zu halten, beides kleine Kolonien in einem wirklich grossen Terrarium war ein Fehlschlag.
      Viel Spass mit den schönen Ameisen.

      LG, Frank.
    • Re: Rhytidoponera metallica-Disskusionsthread

      Ja ja, kann dich nur zu gut verstehen. Man kann nicht genau sagen was es ist, aber irgendwie haben diese Ameisen etwas tolles an sich.
      Man könnte ihnen Stundenlang zusehen. :love:

      Meine lassen sich gerade kaum blicken, die sind so gemein.
      Das kleine Volk wächst aber ziemlich schnell. Inzwischen sind es schon 6 Arbeiterinnen und es sind noch 8 Puppen im Nest aus welchen alle Tage eine neue Arbeiterin schlüpft. Muss mir wohl auch langsam ein neues Nest ausdenken. :think:
    • Re: Rhytidoponera metallica-Disskusionsthread

      Hallo!

      Es freut mich sehr, dass es bei dir so gut voran geht. Ich selbst halte seit Ende letzten Jahres eine Kolonie. Jedoch begann die Aktivität erst so richtig vor 1-2Monaten. Mittlerweile wächst die Kolonie immer mehr. Meine Kolonie nimmt so gut wie kein Honigwasser. Wie verdünnst du das denn? Heimchen werden sehr gut angenommen. Fruchtfliegen ebenso.

      Gruß
      Simon
    • Re: Rhytidoponera metallica-Disskusionsthread

      Hi Simon

      Ich habe bei Swagman gelesen dass er seine eine zeitlang in Reagenzgläser hielt.
      Erst als er ein Ytongnest zur Verfügung stellte gaben sie dann so richtig Gas.
      Somit hab ich direkt von Anfang an ein Ytongnest angeboten, dieses ist recht hoch und somit sind die oberen Kammern schön warm was auch gerne angenommen wird.
      Das Honigwasser mische ich bei einem Teelöffel Honig mit ca das doppelte bis das dreifache an Wasser.
      Also ich fülle jetzt nicht drei Teelöffel mit Wasser sondern mache das nach Gefühl.

      LG
      Holger
    • Re: Rhytidoponera metallica-Disskusionsthread

      Hallo Holgi!

      Ich bin wirklich sehr erstaunt, wie schnell sie sich bei dir entwickeln. Meine Kolonie hängt da doch etwas zurück. Werde ihnen aber morgen ein geeignetes Ytong-Nest bauen.
      Du schreibst in deinem Bericht, dass sie mittlerweile auch kleine Heimchen annehmen. Ich gehe stark davon aus, dass du sie vorher abrühst und nicht lebendig fütterst, richtig?
      Hast du schon Verluste zu vermelden? Bei mir sind bestimmt schon 2 oder 3 Arbeiterinnen "verwertet" worden.

      Weiterhin viel Erfolg mit deiner Kolonie,

      Gruß
      Simon
    • Re: Rhytidoponera metallica-Disskusionsthread

      Hallo.

      Lebende Heimchen oder ähnliches sollte man nicht verfüttern. Diese Ameisen könnten sie nicht erbeuten. Sie jagen nicht in großen Gruppen und lassen sich selbst von Fliegen abschütteln.
      Kleinste Futtertiere wie Drosophila sind dagegen eine gutes Lebendfutter.
      Sehr große Beute wird nicht selten außerhalb des Nestes zerlegt, wenn sie es nicht schaffen sie ins Nest zu bringen. Dazu werden weitere Arbeiterinnen rekrutiert die helfen die Beute einzutragen. Oft graben sie dann den Boden unter solchen großen Brocken weg und das Futtertier versinkt regelrecht im Substrat.

      @ Simon
      Ein Ytong-Nest ist wirklich die bessere Alternative. Zudem sollte man eine kleine Kolonie mit entsprechend kleinen Futtertieren versorgen. Da sie alles einsammeln kann man sie gut mit zerkleinerten Futtertieren füttern. Dadurch wird die Brutaufzucht ziemlich angeregt.

      LG
      Markus
    • Re: Rhytidoponera metallica-Disskusionsthread

      Hallo Markus,

      vielen Dank für die Erläuterung.
      Ich füttere die kleine Kolonie bereits mit kleinen Heimchen. Kurz abgebrüht, in zwei Hälften geteilt werden sie sofort angenommen. Auf Fruchtfliegen stehen sie auch, jedoch habe ich da meine Probleme mit der Haltung der Fliegen. Das Behältnis beginnt sehr schnell an zu stinken und das abbrühen ist auch etwas komplexer. Meine Kolonie zählt derzeit ca. 15 Arbeiter und einiges an Brut. Um hier nicht zu sehr von Holger's Diskussionsthread abzudriften möchte ich noch erwähnen, dass ich schon etwas neidisch auf die Entwicklung seiner Kolonie bin.
    • Re: Rhytidoponera metallica-Disskusionsthread

      Hallo Simon

      Die Heimchen überbrühe ich und gefriere diese dann ein.
      Somit habe ich immer genügend Vorrat.
      Natürlich werden diese vorm verfüttern wieder aufgetaut, die ich brauche.
      Die Heimchen sind ca nur halb so groß wie die Ameisen selber, also richtige Winzlinge.
      Ich füttere zurzeit morgen und abends immer eins.
      Mit Fliegen hatte ich keine Probleme dies zu fangen.
      Durch unser Meerschwein sind immer welche in der Wohnung.
      Auch diese überbrühe ich vorm verfüttern bzw. sind sie durch das fangen noch so torkelig das die Ameisen sie ohne Probleme überwältigen.
      Der Ytong steht bei mir hochkant, somit sind die oberen Kammern richtig warm.
      Ich denke da dürften es locker 30 - 32 Grad sein.
      Diese oberen Kammern werden über Tag für die meiste Brut genutzt.
      Bis jetzt habe ich aktuell seit gestern eine Ameise, die gestorben ist.
      Aber es sind jetzt 23 Arbeiterinnen.
      Ich bin mir sicher, wenn Du deinen ein Ytonnest anbietest, werden sie sich auch schneller Entwicklen.

      LG
      Holger
    • Re: Rhytidoponera metallica-Disskusionsthread

      Hallo Holger,

      bei Deiner Kolonie gehts ja richtig rund!
      Hast sicherlich viel Spass mit diesen Ameisen.

      Übrigens, bei den Honigmaden handelt es sich um die Larven der
      Großen Wachsmotte (Galleria mellonella). Bei Imkern nicht
      gerade beliebt, da sie sich von Wachs, Honig und Pollen ernähren.
      Sie ist daher in der Imkerei als Schädling angesehen.
      Zu züchten sind sie jedoch relativ einfach, da sie auch Ersatzfutter
      annehmen.

      LG, Heiko
    • Re: Rhytidoponera metallica-Diskussionsthread

      Hallo.

      Freut mich das sich deine Kolonie so gut entwickelt.
      Sind ja recht dankbare Pfleglinge welche kaum Schwierigkeiten machen, gerade wenn man mal einige Zeit weg ist und sich nicht kümmern kann. Selbst längere Fastenzeiten machen nicht viel aus, lediglich die Brutentwicklung stockt und es werden keine neuen Eier gelegt. Füttert man dann wieder reichlich normalisiert sich die Brutpflege in wenigen Tagen und es werden neue Eier gelegt.
    • Re: Rhytidoponera metallica-Diskussionsthread

      Hallo Swagman

      Bei der eine Woche hatte ich auch keine bedenken, aber dass diese längere Fastenzeiten überstehen überrascht mich doch.
      Nun ja, länger als eine Woche werden sie auf jedenfall nicht alleine gelassen.
      Wenn ich mal 2 - 3 Wochen weg bin, kommt sowieso mein Bruder regelmäßig vorbei,um nach dem rechten zu sehen ( hat sich vorher immer um meine Schlangen und Fische gekümmert).
      Da er auch seit diesem Jahr pallidula hat und sich somit auch mit Ameisen etwas auskennt, kann er ohne Probleme meine Kolonien verpflegen.

      LG
      Holger