Myrmecia pyriformis - Gründungsprobleme & Haltungserfahrungen

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    • Ich sehe das wie Phillip. Bei solchen Arten würde ich auf Einblick und Kontrolle nicht verzichten wollen.
      Bei meinen gulosa mache ich es so, dass sie das Gipsnest zum größten Teil selbst ausräumen müssen. Sie müssen also arbeiten und graben, um das vorgegebene Nest zu räumen und die Platzmöglichkeiten nutzen zu können, die es ihnen bietet. Meine Nester werden mit Erde und Substrat gefüllt, bevor ich sie an die Scheibe setze. Nicht völlig, damit die Ameisen erst mal einziehen können. Es ist soviel Platz von Anfang an im Nest, dass die Kolonie gerade so hinein passt.
      Dann aber müssen die Ameisen arbeiten, um sich mehr Platz zu schaffen und die unterschiedlichen Feuchtigkeits- und Temperaturbereiche des Nestes nach ihrem Bedarf erschließen zu können.
      Das mag profan klingen und ist nicht revolutionär. Gut daran aber ist, dass die eigentlich bei mir faulen gulosa meist wirklich nur soviel graben, wie sie müssen und nur soviel Platz schaffen, wie sie im Moment brauchen. Was zur Folge hat, dass sinnlos leerstehende Kammern und Räume nicht als Abfallhalde genutzt werden und so unbrauchbar werden...

      LG, Frank.
      Was ist ein Ozean, wenn nicht eine Vielzahl von Tropfen?
    • Hallo,

      ziemlich genau nach einem Monat sind die ersten winzig kleinen Larven zu sehen. Durch den Lichteinfall gestört, wurden einige gleich mal aus dem Sichtbereich getragen, aber für einen kleinen Handy-Schnappschuss zur Dokumentation hat es dann doch gereicht. Ich bin sehr gespannt, wie es jetzt weitergeht und ob bzw. was am Ende schlüpfen wird, ich werde berichten!
      Es sind jetzt auch alle Puppen geschlüpft, die Myrmecia pyriformis Königin hat jetzt Unterstützung durch 12 Myrmecia gulosa Arbeiterinnen. Eine süße kleine Patchwork-Kolonie. :love:

    • Hallo liebe Gemeinde:),

      meine pyriformis Kolonie lebt und gedeiht auch mit Schwierigkeiten. Beim letzten Brut Schub sind komischerweise um die 20 Kokons entsorgt worden. Heute mal wieder zwei frisch geschlüpft. Wenn ich Glück habe bringt der letzte Schub ca. 10 Arbeiter noch. Vermute, das die zu große Zahl an Springschwänze eine Ursache sein kann. Ansonsten bleibt es wie bisher: Futter Heimchen, Schaben, Fliegen, Mehlwürmer und was ich finde . Wasser. Und Invertwasser mix. Hab sie aber so gut wie nie trinken sehen. Ok sind auch nachtaktiv. Anzahl der Tiere 17 -22 Arbeiter eine Königin. Eier, Larven, Puppen, soweit alles vorhanden. Versuche gerade auch, etwas mit der Temperatur und der Feuchtigkeit, evtl. eine bessere Abstimmung.
      Lg
      M.123

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Frank Mattheis ()

    • So leider muss ich mich aus diesem Thread zurückziehen meine Königin ist gestern Abend verstorben :/

      Die Kolonie ist in den letzten 6 Monaten von einer Gyne auf 6 Arbeiterinnen gewachsen. Langsam aber konstant lief die Haltung ab.
      Probleme gab es keine und auch keine Anzeichen , dass etwas nicht stimmen könnte. Futter wurde immer angenommen. Ab und an wurde aus einer Puppe nix doch das kommt vor. Alles lief nach Plan.
      Gestern Mittag kurz reingeschaut alles I.O, Gyne fit und munter, am Abend war sie tot.

      Die Gyne hat 6 Arbeiterinnen 5-6 Larven und eine Puppe hinterlassen. Da es auch keine Wanderungen der Gyne oder sonstige Anzeichen wie zittern, hängende Fühler, Gleichtsgewichtsstörungen, körperliche Schwäche, Milben usw... gab, bevor sie gestorben ist kann ich mir nicht vorstellen das es an der Art selbst liegt die sehr schwehr zu halten sein könnte.
      Ganz am Anfang nach den ersten 2 Arbeiterinnen, gab es mal 3 Puppen diese waren extrem gross sicher 30% dicker und länger als die normalen Puppen. Ich bin mir fast sicher es waren Geschlechtstiere . Als ich die Gyne erhalten hatte, musste ich erst rausfinden, wieviel Feuchte diese Ameisen benötigen weshalb die Puppen eingegangen sind.
      Ich frag mich auf Grund der riesen Puppen/Geschlechtstieren die Gyne schon sehr alt war und deshalb gestorben ist? Ich möchte nix behaupten und auch keinen Händler schlechtmachen aber das wäre eine mögliche Ursache. Es könnte es auch sonst eine Krankheit oder etwas in der Art gewesen sein. Ich denke ich hab einfach extrem Pech gehabt und finde es schade da alles gut lief und ich die Kolonie ein Halbes Jahr lang aufgebaut habe. Mir ist noch in den Sinn gekommen der letzte Eierschub blieb aus vom gewohnten Intervall liess sie den letzten Schub Eier aus welcher kurz vor dem Tod hätte kommen müssen.

      Ich muss jetzt mal überlegen ob und welche Art Myrmecia ich mir zulegen werde. Mir gefallen alle Myrmecia Arten weshalb es nicht unbedingt wieder diese Art sein muss ich werde einfach nach einem guten Angebot ausschau halten. Falls möglich eine mit schon 5-20 Arbeiterinnen da ich keinen Bock habe, wieder 6 Monate zu warten bis ich wieder da bin wo ich gestern war... ( ich persöndlich finde die Gründung nicht so Spannend )

      Grüsse Cama
    • Das ist wirklich verdammt schade, camaross! Ich hoffe sehr, dass die Haltung dieser Art längerfristig gelingt und sie nicht ähnlich in Verruf gerät wie Myrmecia brevinoda.

      Dass sehr früh Geschlechtstiere aufgezogen werden, ist bei mir auch so; es schlüpfen immer wieder Männchen und Jungköniginnen, obwohl meine gulosa Kolonie noch nicht alt ist.
      Eine alte Königin aus einem großen Nest zu entnehmen wäre ein so unverhältnismäßig großer Aufwand, dass ich nicht glaube, dass das passiert ist.

      LG, Phillip
      "Das Leben besteht aus vielen kleinen Münzen und wer sie aufzuheben versteht, hat ein Vermögen." (Jean Anouilh)
    • Hallo liebe Myrmecia-Liebhaber,

      seit ein paar Tagen habe ich die kleine Kolonie von Vitruv in Pflege hier bei mir, wegen der er diesen Thread hier ursprünglich gestartet hatte. Zu versuchen, diese Art erfolgreich aufzuziehen, sie im direkten Vergleich mit anderen Arten beobachten zu dürfen, für diese Chance bin ich sehr dankbar!

      Untergebracht habe ich sie in einem kleinen Glasbecken, dass ich kurzerhand mit einer dünnen Plexiglasscheibe in zwei Abteilungen unterteilt habe, sodass links die Myrmecia pyriformis und rechts M. pilosula darin Platz finden und ich beide Kolonien mit einer LED-Leiste und einer Rotlichtlampe gemeinsam versorgen kann. Ein paar kleine Pflanzen - Mauerpfeffer, Moos und Lebende Steine - runden das Bild ab und sorgen für einen gewissen Feuchtigkeitsspeicher im Becken:

      Die Königin mit ihren beiden Arbeiterinnen und einigen Larven haben schnell das kleine bewährte Ytongnest bezogen, in dem über die Jahre schon so einige Kolonien zeitweise wohnen durften. Ein neuer Lehmanstrich hat es wieder flott gemacht.

      Bisher sieht alles sehr gut aus, größere Futtertiere wie Mehlwürmer haben sie im Gegensatz zu M. pavida und gulosa bisher völlig verschmäht, aber auf frisch getötete Mikroheimchen stehen sie, die Larven werden gut gefüttert. Zuckerwasser nehmen sie ebenfalls sehr gerne an und sind wie für diese Gattung typisch immer damit beschäftigt den Halter zu ärgern und den Napf mit Sand und Steinchen aufzufüllen.

      Die Königin ist ein wunderschönes Tier, noch etwas größer und kräftiger als andere Arten. Sie ist noch sehr aktiv, trägt nicht nur Futter ein, sondern bastelt auch mit Moos außen am Nest herum und verschließt die kleinen Ritzen zwischen Scheibe und Nest. Was auffällt ist die Aggressivität dieser Art, die Arbeiterinnen sind sehr schnell und überhaupt nicht zurückhaltend, ich musste beim Einsetzen einer Pflanze ziemlich aufpassen und sie wurde daraufhin erst einmal kräftig attackiert, bis man sich mit ihrer Anwesenheit anfreunden konnte. ;)

      Die ersten Larven dürften sich sehr bald verpuppen. Die Wärme der (etwas gedimmten) Rotlichtlampe gefällt ihnen übrigens, sie halten sich meist in der Kammer direkt bei der Lampe auf und lagern dort auch die Brut. Hier ein mehr schlechtes als rechtes Handyfoto der aktuellen Brutsituation:


      Ich werde in lockeren Abständen hier berichten, wie es voran geht mit dieser kleinen Kolonie.

      LG, Phillip
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    • Freilandbeobachtungen südlich von Sydney

      Während meiner Zeit im Osten Australiens habe südlich von Sydney zahlreiche Nester dieser Art gefunden. Mir ist das erst jetzt klargeworden, wo ich Myrmecia pyriformis hier bei mir habe; damals war ich mir nicht sicher, um welche Art es sich handelt, obwohl ich auch eine Königin beobachten konnte.
      Die Neststandorte schienen relativ unspezifisch gewählt, einige wenige Nester waren an sandigen, direkt der Sonne ausgesetzten Orten zu finden, die Meisten allerdings in recht dicht bewaldeten Gegenden mit kleinen, engstehenden Bäumen. An sonnigen Standorten waren die Nester flach, aus Lehmsand und Steinen gebaut und frei von Pflanzen oder Dekoration. An schattigen Standorten hatten die Nester den für viele Arten typischen, maulwurfsartigen Nesthügel, verziert mit Stöckchen und trockenen Blättern.
      In der Natur fand ich Myrmecia pyriformis relativ uninteressant, denn was mir von dieser Art besonders in Erinnerung geblieben ist, war ihre Inaktivität. Ich war immer tagsüber unterwegs und sah fast nie eine Arbeiterin außerhalb des Nestes. Bei Neststörung zeigten sie keinerlei Reaktion und zogen sich in die Tiefen des Nestes zurück, die Nester wirkten oft wie ausgestorben. Nur einzelne Tiere kamen manchmal heraus, waren aber dann extrem aggressiv. Wenn ich mir jetzt die aktuellen Veröffentlichungen zu dieser Art anschaue, wird mir der Grund für diese Beobachtungen klar:

      Myrmecia pyriformis sind dämmerungs- und nachtaktiv

      Mehrere Arbeiten über diese Art zeigen, dass es sich um eine nachtaktive Art handelt, die vor Allem während der Dämmerung und bei Vollmond aktiv werden und umliegende Bäume nach Nahrung absuchen. Das erklärt, warum ich tagsüber nie eine Arbeiterin außerhalb des Nestes entdecken konnte. Im Antwiki steht Einiges dazu inklusive der Quellen: antwiki.org/wiki/Myrmecia_pyriformis

      Leider beschäftigen sich solche Veröffentlichungen nur mit einem speziellen Aspekt, anstatt die Lebensweise einer Art umfassend zu beschreiben. Was mir jetzt in der Haltung auffällt, ist dass die Larven sehr häufig per Trophallaxis gefüttert werden, eventuell könnten Baumsäfte und Nektar für M. pyriformis eine größere Rolle spielen als für andere Arten.
      Mir fallen immer wieder Parallelen zu Myrmecia brevinoda auf und ich hoffe, dass es besser läuft und wir hier einige längerfristige Haltungserfahrungen zusammenbekommen.

      LG, Phillip
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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Phillip Alexander ()

    • So am Montag wird mit eine neue Königin zugesendet. Ich habe dem Verkäufter von dem plötzlichen Tod der Gyne geschildert und habe das ganze einfach mal so stehen gelassen. Ohne das ich etwas zu gefordert habe, hat mir der Verkäufer geantwortet, dass er mir eine neue Königin senden wird. Er meinte auch , dass er sehr selten vorkommt das eine Königin einfach so stirbt.
      Für mich sind das natürlich super Neuigkeiten und ich muss auch nicht für Portokosten aufkommen.
      Die 6 Arbeiterinnen werde ich versuchen mit der neuen Gyne zu verkuppeln da ich nicht so scharf drauf bin nochmals 6 Monate zu warten bis ich da bin wo es geendet hatte.

      Da es in einem anderen Thread gerade über diesen Verkäufer geht wollte ich noch dazu sagen, dass ich schon vorher geplant hatte von diesen Neuigkeiten zu berichten und das die Sache mit dem Verkäufer schon vor ca 2 Wochen abgemacht wurde. Soll heissen ich mach hier keine Werbung für jemanden aber trotzdem ein fairer Typ in meiner Angelegenheit muss ich sagen.
      Ich bekomme die Ameisen ja in die Schweiz und hier wissen sie anscheinend genau , dass Ameisen die nicht geschützt sind oder mit einer Gehnemigung kommen passieren dürfen... sei es von Australien oder Asien bis jetzt ist nie etwas zurückgehalten worden.
      In meinem Fall hat der Verkäufer mir eine lebend ankommende Gyne garantiert ansonsten gibt es Ersatz....
      Ich nehme in so einem Fall vor einer Bestellung erstmal Kontakt auf und bespreche das ganze mit dem Verkäufer damit ich weiss, worauf ich mich einlasse und es später keine Überraschungen gibt.
      Für dieses Thema gibt es ja bereits einen anderen Thread darum bitte hier nichts neues anfangen.
      Es handelt sich hier auch um meinen Fall und meine Abmachungen mit dem Verkäufer. Wer im Shop etwas bestellt lässt sich auf das kleingedruckte ein. Meine Fälle waren immer mit Absprache mit dem Verkäufer also bitte jetzt das gelesene nicht als allgemein geltend werten.

      Ich hoffe jetzt die 2 Gyne kommt gut an und ich kann bald wieder mal ewas zur Kolonie berichten
    • Hey Davy

      Sorry to hear about your issues with your queen. Unfortunately most of us don't even get to the stage of pupae development with this species, but maybe one of the lucky guys keeping a colony is able to help out. The queen I currently keep for @dommsen discarded all her larvae meanwhile... :|

      Best, Chris

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Christian Ludwig ()

    • Dicke Larven

      ...gibt es bei der kleinen Kolonie. Es ist wirklich erstaunlich, dass sie sich noch immer nicht verpuppt haben. Es beruhigt mich sehr, dass kleine Heimchen und flugunfähige Stubenfliegen immer angenommen und verfüttert werden.

      Dabei sind sie sehr sorgfältig und zerbeißen die Futtertiere in kleine Stückchen, die direkt auf die Larven gelegt werden - bei anderen Arten werden die Futtertiere oft auch einfach zu den Larven gelegt und diese müssen sich selber bedienen. Gleichzeitig scheint schon für diese wenigen Larven der Bedarf recht hoch zu sein, ich füttere jeden Tag 1-2 kleine Insekten und sie werden restlos verwertet.

      Ich hoffe, dass es bald die ersten Puppen gibt, sieht ja gut aus derzeit. Neue Eier gibt es bisher allerdings nicht.

      LG, Phillip
      "Das Leben besteht aus vielen kleinen Münzen und wer sie aufzuheben versteht, hat ein Vermögen." (Jean Anouilh)
    • Hey.
      I am a keeper of myrmecia pyriformis from Denmark, but my queen has not lay any eggs. I have been reading trough this thread (with translate) and see that brood boosting helps. So was hoping that some myrmecia keepers with a big colony could spare some puppae to help my queen get going? I have her in a grout formicarium. Cant upload the pic because it is too big? Sorry if im too much of a trouble.
      Edit: Just read the last post so i gues there is no help. But thanks anyway though
    • Hallo
      So one of my larvae has gone through its transformation, but it is naked? It is clear that it looks like a ant with a gaster, legs, thorax and head etc. My qustion is whether it is normal to see the transformation going this far before the queen discards the pupae? It is completly naked, but gone the transformation without a problem?

      imgur.com/a/KXuMD


      Not the best picture but the transformation is complete, so im not sure at all?

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Yang ()

    • Hej from Flensburg,

      I‘m sorry to hear your queen hasn‘t laid any eggs yet. I guess you already received your queen with the existing larvae?

      It‘s quite impossible to judge the situation with the given picture, please try to get a better one without the red foil if possible. The gaster looks very elongated as typical for a male ant, a good picture could help to eliminate my doubts.

      Myrmecia pupae do usually have a cocoon, but I‘ve seen naked pupae a couple of times. It seems like the ants tend to throw them away though to be honest.

      Greetings to Denmark, Phillip
      "Das Leben besteht aus vielen kleinen Münzen und wer sie aufzuheben versteht, hat ein Vermögen." (Jean Anouilh)
    • Ah well good, that‘ll become a female worker ant. Let‘s hope for the best and see if it hatches successfully. There is nothing you can do but wait.

      It‘s interesting that the larva didn‘t spin a cocoon, although there was enough substrat available; guess it just happens from time to time.

      Cheers, Phillip
      "Das Leben besteht aus vielen kleinen Münzen und wer sie aufzuheben versteht, hat ein Vermögen." (Jean Anouilh)