Myrmecia pyriformis - Gründungsprobleme & Haltungserfahrungen

    • Myrmecia pyriformis - Gründungsprobleme & Haltungserfahrungen

      Guten Abend liebes Forum,

      ich halte seit ein paar Wochen eine Myrmecia pyrifomris Königin mit zwei Arbeiterinnen, welche ich mit einigen Larven erhalten habe. Alles lief bisher einwandfrei, täglich wurden kleine und mittlere Heimchen angenommen und die Larven sind stetig gewachsen. Vor kurzem erreichten diese auch eine größere in der ich vermutet hätte das diese sich verpuppen, das passte auch damit zusammen, dass Heimchen immer seltener angenommen wurden und nicht mehr an die Larven verfüttert wurden. Ich bin mir auch ziemlich sicher das diese auch einige Versuche gestartet hatten. Allerdings machten die Arbeiterinnen keinerlei Anstand Sand aus dem Auslauf zu holen um die Larven damit zu bedecken, so wie ich das auch von anderen Myrmecia-Arten her kenne. Aus diesem Grund habe ich versucht dabei zu helfen und habe selbst ein wenig Sand in das Reagenzglas geschüttet. Leider ohne positivem Ergebnis.




      Auf beiden Bildern sieht man gut wie sehr sich die Larven verändert haben und es macht stark den Anschein das sie trotz fehlender Puppenhülle versuchen die Metamorphose zu vollziehen. Mir ist bewusst das diese Larven verloren sind, doch möchte ich verhindern das das gleiche dem (hoffentlich) nächsten Schwung an Larven auch passiert.
      Wäre es sinnvoller die kleine Kolonie aus dem Reagenzglas in ein Ytong-Nest zu überführen? Spielt die Temperatur und Feuchtigkeit eine Rolle? Der Wassertank ist noch mindestens zur Hälfte befüllt und die Temperaturen entsprechen aufgrund des Wetters mehr als Zimmertemperatur. Eine extra Beheizung ist nicht vorhanden.

      Vielen Dank schon mal für eure Antworten!
      Vitruv
    • Hallo Vitruv,

      dass gleich fast alle Larven betroffen sind, lässt eigentlich nur einen Schluss zu: die Bedingungen passen nicht. Mögliche Ursachen sind unpassende Luftfeuchtigkeit, Temperatur (eher unwahrscheinlich), unpassendes Substrat bzw. mangelnder Platz für Verpuppung im engen Reagenzglas mit mehreren Larven.

      Letzteres halte ich für nicht unwahrscheinlich; in großen Nestern werden die Larven von Myrmecia oft in eine eigene Kammer fürs Verpuppen getragen und mit Substrat überhäuft; das ist schon ein langwieriger, platzfordernder Prozess. Normalerweise kann das auch im Reagenzglas klappen, wie du ja auch schreibst; da es das bei dir offensichtlich nicht tut, rate ich dir dazu, die Bedingungen grundlegend zu ändern und ihnen ein kleines Ytongnest anzubieten.

      Optimal wäre ein sicherlich ein kleines, stehendes Nest, das durchs Substrat unten ein wenig feucht gehalten wird und oben eine trockene Kammer hat. Aber auch ein liegendes Nest mit einer Kammer wird seinen Dienst tun, nur nicht zu stark bewässern. Ein klein wenig Sand in den Nestkammern erleichtert den Ameisen das Verpuppen enorm.

      Viel Glück mit der kleinen Kolonie, wäre schön wenn du berichtest, wie es weitergeht, ich drücke dir die Daumen!

      LG, Phillip

      [Edit:] An dieser Stelle ein kleiner Aufruf an alle Halter von Myrmecia pyriformis - es wäre schön, ein wenig mehr über diese Art lesen zu können in den Foren, inzwischen dürfte es ja einige kleine Kolonien geben.
      "Das Leben besteht aus vielen kleinen Münzen und wer sie aufzuheben versteht, hat ein Vermögen." (Jean Anouilh)

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    • Hallo,

      ich habe ebenfalls eine -Myrmecia pyriformis- mit selbigem Problem.

      Meine Gyne kam vor ein paar Wochen mit 2 x 5mm Larven zu mir - als diese Verpuppungsbereit waren wurde sogar Sand auf die Larven, oder zumindest zu Ihnen gelegt, eine konnte ich wenigstens beobachten, die kurzzeitig die Typische Nick-Bewegung machte um sich dann einzuspinnen. Es blieben aber beides Nacktpuppen die kurz nachdem sie Starr wurden und in Metamorphose gingen verendeten und durch die Gyne entsorgt wurden.

      Glücklicherweise hatte die Gyne schon während der Aufzucht der beiden Larven 5 Eier gelegt, aus denen kurz vor Ende der größeren Larven auch eine kleine Larve entstand die nun schon wieder ordentlich wächst.

      Zu meinen Haltungsparametern:

      Nach oben offene Ikea-Box von 10 L
      Feiner Sandboden mit Bimsschrot (Körnungen 3-7mm) und einem Lehmanteil von vlt 1/6
      Gips Nest mit einer Kammer (7x12cm Kammergröße) und Bewässerungsgraben - den Eingang habe ich zwischenzeitlich von 10mm auf 25mm vergrößert um eine bessere Verdunstung zu erreichen.
      Nest ist mit Glas und darüber einer 5mm Plastikplatte abgedeckt.
      Weiterhin steht zur Wasserversorgung ein Reagenzglas im Becken und ich versuche alle 2 Tage frisch kleine Näpfe mit Wasser und Zuckerwasser bereitzuhalten.
      Gefüttert wird mit Fliegen/ Schaben/ Mehlwürmern/ Carebara Männchen. (alle 2 Tage)
      Beleuchtet wird das Becken zusammen mit einem anderen von einer T5 - es handelt sich um keinen Strahler.

      Fehlersuche:

      - Box müsste groß genug sein
      - Sandboden ist möglicherweise zu fein, diesen werde ich austauschen und einen Boden ohne Lehmanteil mit Körnungen von Sand (unter 1mm) sowie Substrat mit 1-3mm einrichten
      - Das Gipsnest könnte ebenfalls zu den negativen Entwicklungen beitragen, wie von meinen Vorrednern erwähnt evtl zu feucht/ hält Feuchtigkeit zu lange. Werde ein liegendes Y-Tong mit 2-3 Kammern anfertigen in der nur eine Kammer mild befeuchtet ist und nicht nur die einzige Kammer.

      Abschließend:

      Ich halte auch eine Weisellose Kolonie -Myrmecia desertorum- unter denselben Bedingungen wie ich bisher die M. pyriformis halte, dort werden eifrig Eier gelegt/ Larven großgezogen und bei selbigem Bodensubstrat verpuppen sich diese hervorragend und ich habe zurzeit etwa 10 Männchen (bei 8 Arbeitern).
    • Gibt es einen Grund, dass ihr beide auf einen Wärmestrahler verzichtet? Nicht, dass Zimmertemperatur ein Problem wäre, hab eine Myrmecia pavida hier, die auch ohne Heizung super Brut aufzieht. Aber wenn es nicht klappt würde ich an den Parametern schrauben und im Sommer ist es nunmal heiß in Australien, die Jungköniginnen lagern die Brut oft direkt in einer oberflächlichen Kammer unter Steinen/Holz.
      Hab mir Franks bewährte Methode einer Rotlichtlampe, die von schräg außen aufs Ytongnest scheint, abgeschaut, so bilden sich Temperaturzonen im Nest aus.

      Denke sommerliche Temperaturen etwas über der Zimmertemperatur und reichhaltiges abwechslungsreiches Futter sollten genug Stimulation für eine erfolgreiche Brutaufzucht sein, ist einen Versuch wert. Wohlmöglich sind die pyriformis vielleicht etwas empfindlicher als die anderen, häufiger gehalteneren Arten. Mit Myrmecia brevinoda gab es sehr häufig ähnliche Probleme mit den Larven, kenne mehrere Leute, bei denen es nie wirklich etwas geworden ist mit dieser Art. Beide Arten sind meines Wissens nach sehr eng verwandt.

      Nebenbei kommt diese Art aus dem tiefsten Süden Australiens, dort ist inzwischen Winter, die Temperaturen fallen dort im Winter teilweise unter den Gefrierpunkt, sogar Schnee kann es geben. Sie dürften also zur Zeit von ihrem inneren Rhythmus her mehr auf Winterruhe, als auf Brutaufzucht eingestellt sein. Bei Arten aus etwas nördlicheren Regionen und mit einem breiten Verbreitungsgebiet wie Myrmecia desertorum oder pavida dürfte der Drang nach einer Winterpause sehr viel weniger ausgeprägt sein.
      Ist durchaus eine Überlegung wert, dieser Art eine Ruhephase zu gönnen, Ameisen aus Südeuropa lassen sich schließlich längerfristig oft auch nur schlecht ohne Winterruhe halten.
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    • Hey Phillip,

      Was ist momentan Zimmertemperatur ;) ? Seit mehreren Wochen ist aufgrund der Aussentemperatur verbunden mit der T5 etwa 27 C+ im Becken, mit Glück senkt sich die Temperatur in der Nacht auf etwa 24-25 C ab - Brut wird gut aufgezogen - bei Vitruv wie ich sehe ettliche Larven und bei mir kurz bis zum Verpuppungsstart große Larven als auch Eier und daraus wieder Larven.

      Auch das Futter kann mitnichten Ursache für die schlechte Verpuppung sein - nehmen die Larven doch nur bis zu diesem Stadium Nahrung auf - und die Larven von Vitruv und mir haben alle das Stadium/ die Größe vor der Verpuppung erreicht.

      Kannst du noch etwas zu den Begebenheiten der Gründungskammern erläutern? Waren diese sehr trocken - einzelne Kammern oder mit einer tieferliegenden Kammer in der sich die Gyne zurückziehen konnte? Wie war der Untergrund beschaffen - ausgesprochen feiner Sand/ Erde/ grober Sand?
    • Na gut, 27*C ist wirklich keine Zimmertemperatur, hab das wohl falsch interpretiert!

      Gründende Königinnen haben fast immer ein Konstrukt aus zwei Kammern; eine oberflächliche Kammer unter einem Holzstück oder Stein und einen etwa fingerdicken, fast senkrechten Gang, der bis zu 50cm in die Tiefe führen kann, es gibt also auch noch eine tiefe Kammer. Wie ich schon in einem anderen Thema geschrieben habe, ist der Boden in ihrem Habitat nie komplett durchgetrocknet, sondern immer feucht in der Tiefe. Die obere Kammer ist im Sommer natürlich weitestgehend trocken.

      Im Frühling, wenn es noch nicht ganz so heiß ist, wird die Brut (auch die Larven) tagsüber in der oberen Kammer gepflegt, nachts und bei hohen Temperaturen im Sommer dementsprechend in der tiefen Kammer.
      Das ist zumindest das, was ich bei den als Myrmecia desertorum, pavida und gulosa gehandelten Arten beobachten konnte, ob das bei Myrmecia pyriformis auch so ist, kann ich dir nicht sicher sagen.
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    • Ich finde, das ist sogar eine recht hohe Temperatur. Nicht zu hoch. Sicher ok, wenn es Möglichkeiten gibt, sich in andere kühlere Bereiche zurück zu ziehen. Aber wenn es überall im Nest gleich warm ist, kann das ja auch zu Problemen führen. Phillip hat es ja ausgeführt, wie ein solches einfaches Gründungsnest der Myrmecia in der Natur angelegt ist. Sicher hat es in der tieferen Kammer eines solches Nestes auch tiefere Temperaturen, natürlich auch andere Feuchtigkeitsverhältnisse.

      Solche Probleme traten ganz selten auf bei den Kolonien, die ich in den letzten beiden Jahren aufziehen durfte. Manchmal konnten sich Larven nicht verpuppen. Eine ganz eindeutige Erklärung hatte und habe ich nicht. Kann aber schon sein, dass die Gründungskammer dann manchmal etwas zu feucht war. Kommt halt vorübergehend vor, wenn man ein Terrarium mal etwas unvorsichtig wässert.

      Was man aber oben sieht auf den Bilder von Vitruv, gibt schon zu denken. Ich würde die Haltungsbedingungen ändern. Ein naturnahes Nest mit einem ebensolchen Umfeld, in dem sich die Tiere sicher fühlen und ungestört. Mit unterschiedlichen Bedingungen in den Kammern. Ein stehendes Nest ist für mich da immer besser. Reagenzglashaltung bei solchen aufmerksamen Tieren auf Dauer würde ich nicht machen. Kann man sicher, aber ich würde es nicht tun.

      LG, Frank.
      Was ist ein Ozean, wenn nicht eine Vielzahl von Tropfen?
    • Selbiges Problem tritt auch auf, wenn es sich um männliche Larven handelt, diese unterscheiden sich allerdings optisch von weiblichen Larven. Das Problem tritt allerdings nur auf, wenn es sich um gründende Königinnen handelt, bei mehr Tieren dann meist nicht mehr - es schlüpfen Männchen. Max, wenn also die Larven von deiner weisenlosen Kolonie genau so aussehen wie bei der Königin würde ich mir Gedanken machen.
      Männliche Larven sind im vorderen drittel länger und schmaler als weibliche (diese Beobachtung beruht zwar auf einigen Myrmecia Larven, pyriformis hatte ich allerdings noch nicht) und mit etwas Übung ganz gut zu unterscheiden. Leider sind die Larven auf den Bildern schon zu weit entwickelt um etwas genaueres zu sagen, ausserdem bin ich schon etwas aus der Übung.


      Grüße Sven
    • Hallo Leute,

      vielen Dank für die vielen Antworten!
      Ich hatte sowieso schon begonnen ein Ytong-Nest für die Zukunft zu bauen, sobald dieser Schwung Larven geschlüpft wäre und sie definitiv nicht mehr ins Reagenzglas gepasst hätten.
      Über die Größe der Larven habe ich mir noch gar keine Gedanken gemacht, bei einer M. pilosula-Königin hat die Gründung im Reagenzglas ohne Probleme funktioniert. Diese hatte allerdings auch den Sand eigenständig auf die Larven gelegt und ist entsprechend kleiner als eine M. pyriformis.
      Moment sind ja auch die Temperatur deutlich zurück gegangen, so lassen sich auch die verschiedenen Temperaturzonen besser regeln.
      Ich werde berichten sobald alles fertig ist und die Kleinen umgezogen sind, ich hoffe sie legt bald entsprechend einen neuen Schwung Eier.
      Schönen Sonntag noch,
      Henrik
    • Servus vitruv,

      Ich halte die selben seit ca. März. Eine Königin und zwei Arbeiterinnen. Eine starb. Brut war vorhanden, Larven wie auch Eier. Doch die erste Brut ist nichts geworden. Alles ging den Bach hinunter.
      Der zweite Schub war erfolgreich. Und seit ein paar Wochen schlüpfen die ersten Tiere. Sogar eine Arbeiterin, die die Größe der Königin schon hat. Nun gut. Es entwickelt sich stetig und es sind schon um die 12 Tiere. Sie leben in einem Ytong-Stein. Futter gibt es alles, was ich finden kann und inklusive Heimchen, Schaben.
      Wasser und Invertzucker gibt es ebenso. Feuchtigkeit nimmt der Stein auf, wenn ich mal etwas mehr bewässere. Sonst ist die Haltung würde ich sagen leicht feucht. Temperatur immer ziemlich hoch zw. 24 - 31 Grad. Da ich nur einen Stein mit zwei Kammern bis jetzt hatte für die Gründung, steht demnächst der Umzug in ein größeres Nest an, dass ich vor paar Tagen fertig gestellt habe. Auch Ytong.
      So was machen deine M. pyriformis so ? Schon Erfolge da? Gibt's Neuigkeiten?
      Lg
      Myrmecia123

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Phillip Alexander ()

    • Hallo alle zusammen,

      ja die Kolonie lebt noch, allerdings ohne jegliche Anstalten den Y-Tong zu beziehen. Momentan denke ich darüber nach das Becken und das Nest anderweitig zu belegen und den M. pyriformis ein neues Nest zu bauen, diesmal mit anderem Aufbau.
      Dieses mal mit einem liegendem Nest. Andererseits hatte ich auch darüber nachgedacht sie selbst graben zu lassen, dass ist mir bei allen Ameisen immer noch am liebsten.

      Die gute Neuigkeit ist hierbei trotzdem das die Königin in ihrem Reagenzglas ~8 neue Eier gelegt hat. Proteine werden aus diesem Grund eher spärlich angenommen, dafür sind die Arbeiterinnen immer aktiv am Zuckerwasser. Auch wenn hier deutlich das bekannte Verhalten zu sehen ist, dass das Zuckerwasser sofort zugedeckt wird.

      Aufgrund meiner Arbeit sehe ich die Tiere nur selten bzw gar nicht. Deshalb werde ich auch in Zukunft nur selten über Veränderungen berichten können. Ich hoffe einfach nur das sie bald umziehen bzw. wenn es gar nicht klappt in das neue Nest.

      Schöne Grüße,
      Vitruv
    • Schönen Guten Abend,

      Ein wenig hat sich getan, allerdings nicht ausreichend, deshalb die Frage an euch was ihr von einer Zwangs-Umsiedlung haltet. Grund ist das schlüpfen der ersten Larven aus den neu gelegten Eiern und ich will das gleiche Desaster nicht wiederholen. Eine der beiden Arbeiterinnen hat den Ytong bereits für sich in Anspruch genommen, d.h. sie sitzt jeden Tag im Eingang und bewacht diesen offensichtlich. Die zweite Arbeiterin sitzt weiterhin mit der Königin und der Brut im Reagenzglas.

      Vielen Dank schon mal für eure Antworten!
      Vitruv
    • Hallo Vitruv. Manchmal muss man sie zu ihrem Glück zwingen. Ich würde sie auf jedem Fall, notfalls auch mit sanfter Gewalt dazu bewegen, in das Nest zu ziehen. Für mich sind Ytong-Nester bei diesen Ameisenarten einfach besser geeignet als die minimalistischen Reagenzgläser. Die Königinnen der Gattung, die ich in den letzten beiden Jahren hier zur Koloniegründung brachte, schienen das für mich zu bestätigen. Sie kamen in solchen Nestern sehr gut zurecht.
      Übrigens auch mit ständigen Einblick in die Nester. Das störte die Tiere nicht. Erschütterungen und abrupte Veränderungen dagegen schon.
      So eine Umsiedlung wäre natürlich auch eine solche Änderung. Aber manchmal muss das sein. Und lieber einmal eingreifen und damit vermeiden, dass die Tiere sich dauerhaft in Nestern aufhalten, die ihnen nicht ganz sicher erscheinen und vielleicht auch nicht gut geeignet sind.

      LG, Frank.
      Was ist ein Ozean, wenn nicht eine Vielzahl von Tropfen?
    • Hallo zusammen,

      ich habe seit Mai 2 Königinnen Myrmecia pyriformis. Sie kamen mit Eiern, doch diese "verschwanden" binnen weniger Tage. Seit dem war kein Fortschritt zu verzeichnen.
      Eine der beiden Königinnen ist zur Pflege bei Chris und hat dort vor kurzer Zeit 11 Eier gelegt. Die bei mir verbliebene Königin nimmt reichlich Nahrung und hat eine deutlich geschwollene Gaster, doch Eier sind bisher Fehlanzeige. Um ihr den Start etwas zu erleichtern, wage ich jetzt ein Experiment:
      Von einem befreundeten Ameisenhalter (danke :love: ) habe ich ca. 20 Myrmecia gulosa Puppen bekommen. Ich habe ihr ca. 5 kleine Puppen gegeben und den Rest in eine Ecke ihrer Box platziert, so hatte sie die Wahl, ob sie auch diese haben möchte, oder eben nicht. Die Königin hat die Puppen sofort akzeptiert und über Nacht auch alle anderen ins Nest getragen. Darüber hinaus sind bereits 2 Arbeiterinnen geschlüpft (natürlich mit Hilfe der Königin). Ich hoffe sehr, dass dies jetzt der richtige Anstoß war und sie künftig eigenen Nachwuchs produziert. Wenn dem so ist, würde ich die vorhandenen Myrmecia gulosa Arbeiterinnen entfernen, noch bevor die erste eigene Arbeiterin schlüpft, einfach um jegliches Risiko zu vermeiden.

      Anbei ein kleiner Schnappschuss:




      PS: Sollen wir den Thread zu einem "gemeinsame Haltungserfahrungen - Myrmecia pyriformis" umfunktionieren?

      Grüße
      Dominik
    • Nochmal hallo :)
      ich freue mich sehr über bestehende Gründungs Kolonien jeglicher Myrmecia Arten und natürlich derzeit ganz bestimmt auch für pyriformis. Ich habe Mitte letzen Jahres intensiven Kontakt gepflegt zu dem aktuellen Händler. Und habe auch mein bestes gegeben gute Konditionen für die ein oder andere Person raus zuschlagen. Ich bin leider nicht so der Profi hier im Forum was Bilder oder eigene Beiträge angeht. Hatte es versucht übers Handy bin aber gescheitert. Bitte darum nicht mich zu verurteilen das ich so manches hier berichte oder Texte. (Außer es macht Probleme) . Dann halte ich mich zurück. Es freut mich aber sehr immer wieder über diese Arten neues zu lesen.
      Lg
      Myrmecia123