Myrmecia Stiche

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Myrmecia Stiche

      Habe de Ehre :)

      Nun ich wollte mal Halter bzw. Euch fragen wie es aussieht mit Stich Erfahrungen diverser Myrmecia Arten.? Ich war so frei und wollte mich mal stechen lassen. Da ja pyriformis zB. Als gefährlichste Ameise der Welt angesehen wird. Vermutlich durch allergische Reaktionen.
      Zum meinem befinden: sie hat drei mal zu gestochen. Erst merkte ich den Stachel unter der Haut garnicht, nach 10 Sekunden dann ein stechender ziehender Schmerz mit leichter Schwellung. Schwellung und Schmerz sind ca nach zwei Std. Abgeklungen. Danach ein leichtes spüren der Stich stellen noch. So was ist bei euch so an Erfahrung gewesen? Pachycondyla villosa die Tiefland Art war so weit ich mich erinnern kann ähnlich.
      Lg
      Myrmecia123

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Phillip Alexander ()

    • Beim etwas unvorsichtigen Fotografieren eines sehr großen Myrmecia desertorum Nestes wurde ich einmal von fünf Arbeiterinnen in die Hand gestochen, das war die größte Zahl an Myrmecia Stichen, die ich bisher auf einmal abbekommen habe. Der Schmerz kam sehr plötzlich und und schneidend, als würde man sich verbrennen - ein Verteidigungsstich, bei dem man instinktiv die Hand wegzieht.
      Bereits nach wenigen Sekunden hörte dieser scharfe Schmerz auf und es blieb etwa eine halbe Stunde lang ein stechender, aber erträglicher Schmerz; maximal mit einem Wespenstich vergleichbar. Bis auf eine leichte Rötung der Einstichstelle war nichts zu sehen und nach einigen Stunden war gar nichts mehr von den Stichen zu spüren.

      Ich muss dazu sagen, dass ich generell sehr unempfindlich gegenüber Insektenstichen bin, auch ein Wespenstich verursacht bei mir kaum eine Schwellung oder langanhaltende Schmerzen. Man wird also wie auch bei Wespen und Bienen den Stich verschiedener Ameisen kaum allgemein gültig vergleichen und höchstens für sich selber eine Rangliste erstellen können.

      Stiche von Myrmica rubra bespielsweise haben mir in der Vergangenheit mehr Probleme bereitet als die von Myrmecia und haben noch nach Tagen gejuckt und Blässchen gebildet.

      Ich gehe davon aus, dass das Gift von Myrmecia in erster Linie dem Erjagen von Insekten dient und weniger der Verteidigung gegen die in Australien - von eingeschleppten Arten abgesehen - eher wenigen Säugetiere. Echidnas, die australischen Ameisenigel, dürften sich auch eher von kleinen, volkreichen Ameisen und Termiten ernähren und einen Bogen um die Nester der aggressiven Bulldoggenameisen machen.

      Gegen Insekten hingegen ist ihr Gift hocheffektiv, auch größere Beutetiere sind nach wenigen Sekunden komplett bewegungsunfähig.

      LG, Phillip
      "Das Leben besteht aus vielen kleinen Münzen und wer sie aufzuheben versteht, hat ein Vermögen." (Jean Anouilh)
    • Hi Philip:),

      freu mich sehr über den Austausch unserer Erfahrungen. Sehr interessant.
      Toll Danke weiter so . Ich bin derzeit auch in München unterwegs und habe mir Kontakt verschafft zu einem Team für Toxikologie, was in Richtung Insekten geht.
      Bin da sehr motiviert in diesem Bereich derzeit. Sorry für die aufdringliche und unangenehme Art. Bin da etwas heikel und ungeduldig.
      Lg
      Myrmecia123
    • Hallo nochmal:)

      Ich hatte vergessen zu sagen das der Stich nach Tagen also auch jetzt noch eine gewisse Härte unter der Haut spürbar ist. Zudem ist es so wenn man drüber kratzt dann kommt noch ein Jucken hervor. Du hast sicher recht das jeder anders reagiert. Aber interessant ist es finde ich doch allemal. Insekten aller Art das stimmt sind im nu bewegungsunfähig. Da meine Kolonien jetzt an die 20 Tiere schon sind werde ich sie alleine jagen lassen.
      Heimchen Mehlwürmer Schaben im allgemeinen. Bin neugierig ob sie die Umstellung schnell hinbekommen. Vom voll Service auf Eigeninitiative .
      Schönen Abend allerseits und liebe Grüße.

      Myrmecia123
    • Oh Danke:)
      Immer her damit bin selbst jederzeit nach brauchbaren Artikeln auf der Suche. Habe eine eigene Sammlung diverser Stechapparate von einigen Ameisen meist aus dem Ausland weniger Inland gehaltener Arten von mir.
      Hummeln, Wespen , bienen , Hornissen, solitäre Wespen. Und eine kleine Sammlung eben von ameisen. Interessant die Giftblasen-Unterschiede und die Stachelstruktur weniger und mehr wieder Haken. Und die Längen der Stachel wie auch ihre Formen.
      Gute Nacht.
      Bis bald hoff ich.
      Lg
      Myrmecia123

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Phillip Alexander ()

    • Gestern hat mich eine der M. gulosa erwischt und zwar nicht in die Hand, wie man erwarten könnte, sondern tatsächlich in die Wade. :roll:

      Ich war so damit beschäftigt, ein paar neue Sukkulenten im Becken zu platzieren, dass ich die Ausreißerin gar nicht bemerkt habe, die zuerst auf den Boden fiel und dann in meiner Jeans an meinem Bein hochkrabbelte.

      Genau diese Situation hatte ich in freier Wildbahn schon einmal, als ich ohne es zu merken auf einem Myrmecia Nest stand und ich kann sagen, dass der Moment, wenn man realisiert, dass die Ameise unter der Hose ist, wo man nicht drankommt, kein schöner ist. Ich muss ihr allerdings zugute halten, dass sie mich zunächst nicht gestochen hat, sondern erst auf den Versuch hin, sie aus meiner Jeans zu befördern.

      So richtig erwischt hat sie mich wohl nicht, es war kein großartiger Schmerz zu spüren und erst heute ist es leicht rot und geschwollen und juckt wie ein Mückenstich...Glück gehabt, die volle Giftdosis wäre ganz sicher schmerzhafter geworden.
      So richtig neugierig, das auszutesten, bin ich allerdings nicht. :lol:

      LG, Phillip
      "Das Leben besteht aus vielen kleinen Münzen und wer sie aufzuheben versteht, hat ein Vermögen." (Jean Anouilh)
    • Gestern Abend habe ich die große M. gulosa Kolonie aus ihrem Becken geholt und wurde durch eine unbemerkt entkommende Arbeiterin direkt in den großen Zeh gestochen.

      Ich wollte sie reflexartig wegschlagen, sie blieb jedoch hängen und hat ein paar Millimeter daneben nochmal richtig zugestochen.

      Dabei hat sich wieder meine obige Vermutung bestätigt; das Gift sorgt für einen messerscharfen sofort einsetzenden Schmerz, aber nach 20 Minuten habe ich kaum noch etwas gespürt.

      Heute ist die Stichstelle nur noch zu erahnen, keine Schwellung, keine Kreislaufprobleme oder Ähnliches.

      LG, Phillip
      "Das Leben besteht aus vielen kleinen Münzen und wer sie aufzuheben versteht, hat ein Vermögen." (Jean Anouilh)
    • Abend miteinander:-),

      meine pilosula Kolonie nimmt so langsam an Größe an wie schön dass es Einwenig bergauf geht. Auch dieser Stich hat mich mal wieder interessiert. Und es ist sehr verschieden. Manche haben fast kein Schmerz Gift aber doch eine leichte Schwellung. Andere hingegen sind doch sehr potent was schmerzen angeht. Immer die Frage wo wird hingestochen. Also den längsten Schmerz mit Schwellung und starkem Juckreiz war im linken Zeigefinger an der Spitze. Ansonsten am Arm sind Sie schmerzhaft aber es lässt schnell nach , nur kleine Anschwellungen unter der Haut sind Tagelang leicht spürbar. Ich würde sagen dass die intensivität der Stiche, in etwa vergleichbar ist mit Bienen und Wespen. Wobei ich die größeren Myrmecia Arten nicht so intensiv finde.
      Komisches Thema aber mir gefällt es. Es gehört dazu, und kann jeden treffen. Mit oder ohne Absicht .

      Servus

      Liebe Grüße schönen Abend.

      M.123
    • Myrmecia123 schrieb:

      Es gehört dazu, und kann jeden treffen. Mit oder ohne Absicht.
      Auf jeden Fall! Wenn man eine Kolonie mit mehreren hundert Tieren händeln muss, ist es fast schon vorprogrammiert, dass früher oder später ein kleines Missgeschick passiert und man gestochen wird.

      Um so wichtiger, dass man sich im Klaren darüber ist, ob man besonders empfindlich auf Insektenstiche reagiert oder nicht. Auch wenn sich die individuellen Gifte natürlich chemisch unterscheiden, lässt sich mit ein wenig Sticherfahrung schon sagen, ob man zu den empfindlicheren oder relativ insensitiven Menschen gehört. Wenn man giftige Arten wie aus der Gattung Myrmecia hält, sicher wichtig zu wissen für den Zweifelsfall.
      "Das Leben besteht aus vielen kleinen Münzen und wer sie aufzuheben versteht, hat ein Vermögen." (Jean Anouilh)