Myrmecia pilosula und deren Komplex - gemeinsame Haltungserfahrungen

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    • Myrmecia pilosula und deren Komplex - gemeinsame Haltungserfahrungen

      Hallo:

      Halte seit einigen Wochen eine kleine Kolonie M. pilosula. Nest Ytong. Nahrung Schaben, Heimchen klein, Ofenfische. Wasser wie Invertzucker verdünnt mit Wasser. Temperatur 23-30 Grad. Feuchtigkeit wird durch den Sand Lehmboden aufgenommen und sättigt somit den Ytongstein, in dem sie dann doch nach paar Tagen hinein gezogen sind. Tagaktive Tiere überwiegend. Becken Größe derzeit 60x30. Es wird zusätzlich ein weiterer kleiner Ytongstein und Reagenzglas als Nest Möglichkeit gestellt.
      Anfangs sehr unruhig in der Nest Bestimmung.
      Ich würde mich sehr freuen über Erfahrungen- und Haltungstipps jeglicher Art, positiv wie negativ. Der Bericht wird stetig weiter geführt, nur derzeit geht es um einen guten Start. Bin über alle Informationen und Interessen dankbar.

      Lg
      Myrmecia123

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Frank Mattheis ()

    • Ja da bin ich nochmal :) ,

      ich hatte vergessen hinzuzufügen, das Springschwänze mit im Becken sind. Die Kolonie besteht aus 7 Arbeitern und zwei Königinnen. Nach nun gut einer Woche glaube ich auch schon ein Ei gesehen zu haben. Leider haben sie den wenigen Sandlehmanteil gut nutzen können um schöne mini Mulden zu bilden, wo sich die Eier befinden.
      Ich finde dass man die Art mit anderen Myrmecia nicht vergleichen kann. Ich hielt früher schon andere Arten. Und eben nebenbei derzeit auch pyriformis. Aber pilosula ist ganz eigen finde ich. Wie schon erwähnt, eines der Punkte ist diese Unruhe und vielleicht auch normale hohe Aktivität bei einer Gründungskolonie. Wenn ich die Möglichkeit habe kommen auch mal Bilder dazu. Was man noch so im ersten Moment sagen kann, ist dass der Stich für nicht empfindliche Personen ganz gut erträglich ist.
      Habe eine große Freude in mir die Art halten zu dürfen. Und bin schon sehr gespannt auf eine große und noch aktivere Kolonie.

      So dann schöne gute Nacht.
      Gruß
      Myrmecia123

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Frank Mattheis ()

    • Hallo! Sehr interessant für mich, da ich auch 3 Königinnen Myrmecia pilosula angeschafft habe. Auch noch 6 weitere andere Myrmecia Gynen um die Arten mal näher kennen zu lernen. Ich tendiere statt Springschwänze lieber mehr zu weißen Asseln. Hintergrund ist das zu viele Springschwänze die Ameisen auch stressen können. Allerdings klar wenn das Becken nur leicht feucht wäre würden sich auch die Springschwänze kaum vermehren :) daher vielleicht auch einfach egal.

      Fütterung bisher auch kleine Heimchen und Grillen als auch Fruchtfliegen.
      Bin auch gespannt wie es weitergeht da sich einfach jede Ameise unterscheidet selbst gleicher Gattung und man einfach immer wieder aufs neue mit jeder Art Erfahrungen sammeln muss.

      Bitte auch gerne mal weitere Infos wie es bei dir läuft :)
    • Hallo.

      Ich hatte auch mal zwei Arten aus dem Pilosula-Komplex gehalten. Vom Verhalten sind die auch wiederum etwas anders als die größeren Arten. Allerdings unterscheiden sich die meisten Arten auch so schon deutlich.
      Probleme gab es eigentlich immer nur mit der Aufzucht von Geschlechtstieren, insbesondere Jungköniginnen. Es kam immer zu Kämpfen zwischen den Königinnen und im Fall von meinen M. michaelseni wohl auch zum Verlust der Altkönigin.
      Nach Durchsicht vieler Beschreibungen und Artikel über Myrmecia im allgemeinen, scheint es bei dieser Gattung auch noch so zu sein, dass junge Kolonien bereits sehr früh schon mit der Aufzucht von Geschlechtstieren beginnen.
      Sollte ich irgendwann wieder welche halten, würde ich jedenfalls bei diesem Arten-Komplex darauf achten, dass es möglich ist Jungköniginnen rechtzeitig zu entfernen.
      Bei den anderen, größeren Arten gab es da nie solche Probleme.
    • Hallo Swagman,

      das ist ein sehr interessantes Thema, in diese Richtung dachte ich noch nicht. Ich hoffe jetzt erst mal, dass bei pilosula die erste Brut durchkommt. Sie leben ja in einem kleinen Ytongstein mit Sand-Lehm, da ja schon ein Vorgänger mit der Ytong-Methode Arbeiter plötzlich verloren hatte. Bin ich jetzt erst mal sehr glücklich, wenn der erste Schub im Stein durchkommt. Wenn dann mal Geschlechtstiere entstehen, denk ich nochmal an deine Worte.
      Super Danke für die Info. Hoffe du bekommst mal wieder Lust und Spaß an dieser Art und lässt uns wieder alle dran teilhaben! :)
      Lg
      M.123

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Frank Mattheis ()

    • Hallo Swagman,

      ich konnte auch diese Erfahrung mit den Myrmecia pavida teilen. Hier wurde auch bei mir die begattete Königin damals verdrängt und wohl getötet. War auch eine bittere Erfahrung.
      Geschlechtstiere konnte man auch schon bei 50 bis 60 Arbeiterinnen bekommen.
      Aktuell schien es auch so das zumindest eine der Königinnen von pilosula selbst auf die jagt ging. Die Königinnen sind sehr aktiv, sie kommen gern aus dem Nest raus und gehen oftmals etwas spazieren. Kehren dann aber zuverlässig ins Nest zurück.
    • Servus :

      so langsam kommt leben in diesen Bericht rein freut mich sehr :-).
      Zu meiner pilosula Kolonie, Stand aktuell Nest Ytongstein klein zwei Kammern oben unten. Er liegt an der Scheibe vom Terrarium an. Leichte Bodenfeuchtigkeit. Wasser, invertzucker mit Wasser mix. Nahrung. Heimchen, Schaben, Mehlwürmer und Kleinvieh, was ma so findet. Essen trinken sieht man sie extrem wenn überhaupt selten. Aktuell leben noch beide Königinnen und ca. 7 Arbeiter. Sie haben die letzten Wochen viele Eier gelegt, schätze um die 30 Stück. Also sollten bald Larven kommen. Insgesamt sind sie ruhiger geworden und bleiben im Nest. Aber zu starke Störung würde, denke ich sie sehr schnell zum Auszug bringen. Was man noch sagen kann, Nest Boden Belag wie auch außen herum sollten Sandlehm und teilweise auch großkörnig sein. Ich meine sie mögen dies lieber.
      Also bis bald und liebe Grüße.
      M.123

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Frank Mattheis ()

    • Ja hallo mal wieder,

      die Myrmecia pilosula haben Larven, ich habe sie heute gesichtet. Denke es sind so um die 6 Stück. Aufgefallen ist mir, dass Fliegen gerne jetzt angenommen werden. Ich biete aber weiterhin eine größere Auswahl an. Bei den größeren Myrmecia Arten werden die Larven anfangs mit gelegten Futtereiern ernährt. Ich habe das Gefühl, dass es bei M. pilosula nicht der Fall ist. Vielleicht gibt es ja da draußen jemanden, der mir die ein oder andere Informationen geben kann. Das reicht für heute :) Gute Nacht.

      Lg

      M.123

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Phillip Alexander ()

    • Freut mich, dass es weitergeht mit deiner Kolonie. Geduld ist alles.

      Futtertiere sollten vermutlich möglichst klein sein, eventuell kann man auch sehr gut nur Stücke von größeren Insekten wie Heimchen oder Schaben anbieten. Bevorzugt wird meiner Erfahrung nach vor allem der Brust/Kopf-Bereich von Insekten, vermutlich mehr Muskelmasse als im Abdomen.
      In Australien konnte ich beobachten, dass die Arbeiterinnen immer sehr kleine Futtertiere zum Nest gebracht haben. Oft nicht größer als Fruchtfliegen. Sie suchen sehr oft in Bäumen und Sträuchern nach Nahrung und bringen entsprechend solche Insekten mit zum Nest, die dort leben. Also alles mögliche an kleinen Wanzen, Raupen, Läusen, Zikaden, Spinnen und Fliegen.
    • Hallo Swagman,

      so lange die M. pilosa noch wenig Tiere haben, füttere ich halbtote oder tote Tiere. Ich schaue auch, dass es erstmal kleinere Futtertiere sind.
      Ich glaube aber schon, dass wenn die Kolonie mal größer ist, um die hundert Tiere vielleicht, da dürfte dann auch größere Futtertiere möglich sein. Mal sehen :) wenn ich soweit mal bin, dann berichte ich drüber.
      Merci für deinen Beitrag.

      Lg

      M.123
    • Hallo allen Nachtmenschen:),

      kurzes Update zu meiner Myrmecia pilosula Kolonie. Es läuft weiterhin sehr gut und die ersten Puppen sind schon entstanden:-) freu mich sehr darüber. Tiere sind Gottseidank nicht gestorben und alles andere bleibt wie bisher. Also Nahrung, Haltung, Nest. Wenn sich die ersten Neulinge zeigen werde ich sicher mal was hören lassen.

      Eine geruhsame Nacht allerseits.
      Lg.
      M.123
    • Seit anderthalb Monaten pflege ich eine kleine M. pilosula Gründerkolonie mit drei Arbeiterinnen. Sie bewohnen die andere Hälfte des zweigeteilten Beckens, in dem auch die pyriformis leben:

      Ich habe ihnen ein kleines Gipsnest mit nur zwei Kammern gegossen, die ich diesen für die Gattung ziemlich kleinen Ameisen in der Kammergröße angepasst habe. Das Nest wurde dann auch sofort bezogen.

      Hier ein Schnappschuss dieser hübschen Ameisen im Nest:

      Mir gefällt ihre flinke Art, sie sind noch etwas schneller als die großen Myrmecia Arten, fast schon nervös. Außerhalb des Nestes bewegen sie sich ruckartig, trillern ununterbrochen mit den Fühlern und drehen sich häufig im Kreis, um den Überblick über die Lage zu behalten.

      Seit dem Einzug vor sechs Wochen verhalten sich die Ameisen unauffällig, trinken regelmäßig am Zuckerwasser, tragen auch kleine Heimchen ein und zerlegen sie dann im Nest.

      Trotzdem haben sie leider keine Brut, in den letzten anderthalb Monaten wurde kein einziges Ei gelegt. Ich hoffe, dass sich bald etwas tut.

      LG, Phillip
      "Das Leben besteht aus vielen kleinen Münzen und wer sie aufzuheben versteht, hat ein Vermögen." (Jean Anouilh)
    • Hallo Phillip.

      Kannst du etwas zu den Bedingungen schreiben? Insbesondere Temperatur im Nestbereich würde mich interessieren.

      Rein optisch schaut alles recht gut aus. Die Gaster sprechen für eine gute Ernährung, eigentlich legen Königinnen recht bald Eier wenn ihr Gaster etwas praller ist als üblich.
      Und sie fressen zuvor gerne noch etwas mehr Proteine für die Eientwicklung.
      Ich nehme an, dass die Ameisen das Substrat an den Rändern der Kammern an die Scheibe gemacht haben? Das wäre auch ein gutes Zeichen dass sie das Nest gut annehmen. Vermutlich haben sie auch den Nesteingang dekoriert?

      Ich kann nur aus meiner Erfahrung sprechen, aber die Temperaturen im Nest sollten nicht zu hoch sein. Bei mir sind es meist zwischen 21 – 23 °C. Ich weiß, dass viele das Nest erwärmen, aber ich hab das bei noch keiner meiner Myrmecia Art gemacht.
      Meine Myrmecia pilosula Jungkönigin hat jetzt nach nicht mal zwei Wochen die ersten Eier in ihrem Spezial-Reagenzglasnest.

      Ansonsten kann ich nur zu Geduld mit dieser Ameisengattung raten. Sie sind manchmal etwas eigenwillig und lassen sich ungewöhnlich viel Zeit.

      Liebe Grüße,
      Markus
    • Moin Markus,

      ich halte sie nicht anders als meine anderen Myrmecia; mein Zimmer hat gerade jetzt im Winter nur etwa 19 Grad, deshalb erwärme ich das Nest mit einer gedimmten (!) Rotlichtlampe auf 22-24 Grad (abhängig von der aktuellen Zimmertemperatur).
      Dabei achte ich immer darauf, dass die Rotlichtlampe nur einen Teil des Nestes erwärmt, sodass sich die Ameisen zurückziehen könnten, wenn sie wollen.

      Eine andere Art hab ich z.B. in einer Ikea-Plastikbox ungeheizt am Fenster stehen und sie ziehen trotzdem massenhaft Brut auf.

      Beim vorherigen Halter war die Kolonie zunächst auf sieben Arbeiterinnen angewachsen und dann eingebrochen. Denke sie brauchen einfach Zeit, sich wieder zu erholen.

      LG, Phillip
      "Das Leben besteht aus vielen kleinen Münzen und wer sie aufzuheben versteht, hat ein Vermögen." (Jean Anouilh)
    • Jetzt würde mir nur noch die Temperatur nachts einfallen. Wird da auch beheizt?
      Meine Arten aus dem Pilosula-Artenkomplex haben die Brutaufzucht eingestellt, wenn die Temperatur nachts unter 20 Grad gesunken ist. Dabei reichten auch schon nur 17 – 18 Grad aus.
      Kommt sicherlich auch auf die Herkunft der Tiere in Australien an, wegen vermeintlicher ''Winterruhe''.
    • Guten Abend:

      meine Kolonie lebt noch. Leider sterben immer wieder Puppen weg, meist die sich frisch verpuppten. Sonst ist an Brut alles vorhanden. In den kommenden Tagen sollten einige schlüpfen dunkle Kokons sind ja auch unter anderem ein Zeichen dafür. Ich versuche derzeit Probleme in den Griff zu bekommen:
      Feuchtigkeit, springschwänze,und Flüssigkeits Aufnahme richtige Behälter. So das die Tiere auch wirklich Wasser und Zuckerwassers oder invertzucker finden, abbekommen.
      Also nicht den Kopf hängen lassen. Probieren und versuchen.
      Das mache ich auch so. Melde mich wieder :)
      Lg

      M.123
    • swagman schrieb:

      Meine Arten aus dem Pilosula-Artenkomplex haben die Brutaufzucht eingestellt, wenn die Temperatur nachts unter 20 Grad gesunken ist. Dabei reichten auch schon nur 17 – 18 Grad aus.
      Danke für den Hinweis, in der Tat beheize ich das Becken nachts nicht und die Termperatur sinkt sicher unter 20 Grad ab.
      Die anderen Ameisen haben kein Problem damit, ziehen trotzdem Brut auf.

      Aber ich werde mir das zu Herzen nehmen und mir eine andere Lösung überlegen. Vielleicht ist das auch einer Gründe, warum meine pyriformis so lange brauchen in der Entwicklung.
      "Das Leben besteht aus vielen kleinen Münzen und wer sie aufzuheben versteht, hat ein Vermögen." (Jean Anouilh)
    • Die ersten Eier sind da!
      Gerade hatte ich die Beleuchtungszeit mit der Rotlichtlampe von 12 auf 14 Stunden am Tag erhöht, da sehe ich eben die ersten Eier bei meiner kleinen Kolonie.

      Sehr erfreulich, jetzt wird es wohl vorangehen endlich.

      LG, Phillip
      "Das Leben besteht aus vielen kleinen Münzen und wer sie aufzuheben versteht, hat ein Vermögen." (Jean Anouilh)