Myrmecia pilosula und deren Komplex - gemeinsame Haltungserfahrungen

    • Ein neues Becken
      Die Haltung im Ytongnest war wegen der ständigen Probleme mit der Brutaufzucht nicht wirklich zufriedenstellend. Deshalb gebe ich meinen Myrmecia pilosula jetzt genauso wie den M. pyriformis die Chance, sich in einer Sand-Lehm-Mischung selber einzugraben.

      Derzeit gibt es mehrere kleine Larven, die bisher noch im Reagenzglas gelagert werden. Heimchen werden komplett selbstständig erjagt, ich muss nur ab und zu ein paar neue Mikroheimchen in das Becken setzen.

      Ich bin gespannt, wie sie ihr neues Nest anlegen werden. Hier ein paar Aufnahmen der hübschen und flinken "Jack Jumpers":



      "Das Leben besteht aus vielen kleinen Münzen und wer sie aufzuheben versteht, hat ein Vermögen." (Jean Anouilh)
    • Sie machen sich gut in der neuen Umgebung
      Ein paar Tage nach dem Umzug scheinen sie sich gut eingelebt zu haben. Die Arbeiterinnen sind sehr aktiv und erkunden häufig das Terrarium, dabei haben sie auch schon mehrere kleine Heimchen erlegt. Dementsprechend wachsen die Larven gerade sehr schnell, was mich natürlich freut. Es sind fünf Stück und sie werden liebevoll umsorgt:

      Bisher bleiben sie im Reagenzglas, ich habe das Gefühl, dass die jetzt eher etwas höhere Luftfeuchtigkeit ihnen gut passt, das Ytongnest wurde schnell zu trocken und dann haben sie angefangen im Lehm zu graben. Der Nesteingang wird immer von wachsamen Augen bewacht:

      Um die Temperatur noch besser steuern zu können habe ich eine größere Heizmatte unter das Becken geklebt, die über einen ThermoControl-Regler gesteuert wird, so erst bei unter 20 Grad anspringt und sich bei 21 Grad Lufttemperatur wieder abschaltet. Sie schaltet sich also nur nachts ein, wenn es im Zimmer manchmal um die 18 Grad kühl wird.


      LG, Phillip
      "Das Leben besteht aus vielen kleinen Münzen und wer sie aufzuheben versteht, hat ein Vermögen." (Jean Anouilh)
    • Hallo Sven,

      danke für den Hinweis! Bisher macht das Gerät was es soll und schaltet sich zuverlässig an und aus wie eingestellt. Es ist das ThermoControl II, also eine neuere Version und ich hoffe mal, dass die Probleme der alten Geräte behoben worden sind. Aber ich werde verstärkt ein Auge darauf haben. :)

      LG, Phillip
      "Das Leben besteht aus vielen kleinen Münzen und wer sie aufzuheben versteht, hat ein Vermögen." (Jean Anouilh)
    • Moin Sven und Phillip,

      ich benutze zwei ThermoControl II, bisher ohne Probleme und recht zuverlässig. Allerdings macht mir Svens Aussage jetzt ein wenig Sorge, denn ich wusste nichts von Fehlfunktionen aus der Vergangenheit. Ich wollte mir letztes Jahr einen Inkubator zulegen und habe zu jedem Produkt, neben guten Rezensionen, mehrere vernichtende Rezensionen gefunden, sodass ich den Artikel Inkubator für das Erste verworfen habe als Anschaffung. Schade, ich bräuchte dringend einen verlässlichen Wäremschrank. Bei einer Fehlfunktion des ThermoControl II hätten meine Tiere zumindest die Möglichkeit sich der Wärme zu entziehen, denn dann liefe das Heizkabel auf Höchstleistung. Allerdings müsste ich es dann auch zeitnah mitbekommen... Wenn sich das Gerät aufhängt, kommt es wahrscheinlich auch zu keinem Alarmton.

      Gruß, Olaf
    • Hallo,

      hatte auch die Thermocontroll II. Weiß nicht, ob das Problem behoben wurde, damals zumindest haben sie sich nach einer bestimmten Zeit aufgehangen (wird wohl nach einer bestimmten Anzahl von Schaltzyklen sein, dass das Relais fest hängt). Bin dann auf die Biotherm Pro umgestiegen, die verrichten jetzt schon seid Jahren zuverlässig ihre Dienste und ich hatte noch keinen Ausfall.

      Beim Klimaschrank habe ich das ganze mit einem Bimetall Schalter und 2 Relais so gebaut, dass bei einer Überhitzung der Bimetallschalter auslöst, der Strom zu einem Relais unterbrochen wird und dieses wiederum den Strom vom anderen unterbricht. Das wieder einschalten ist dann nur über einen Taster möglich.

      Grüße
    • Geschickte Jäger
      Wie gut diese Art im Erjagen von Insekten ist, überrascht mich immer wieder. Es gibt keine groben, oft ins Leere gehende Attacken wie bei großen Myrmecia Arten, sondern die Beute wird anfixiert, sich langsam und vorsichtig genähert und dann blitzschnell gepackt und durch den Stich gelähmt. Gleichzeitig wird immer nur soviel gejagt, wie für die Brut benötigt wird, danach bleiben die Ameisen im Nest. Für die Haltung ist das super; ich muss mir keine Gedanken um die Proteinversorgung machen, setze nur ab und an neue Mikro-Heimchen ins Becken.

      Gerade noch mit der Kamera erwischt, dann ist sie mit ihrer Beute wieder im Nest verschwunden:


      Häufig werden sogar winzigste Springschwänze erjagt und eingetragen, eine ziemliche Leistung für eine Ameise, ein so kleines, aber schnelles Tierchen gezielt zu fangen.

      Wie geplant hat sich die kleine Kolonie in die Sand-Lehm-Mischung eingegraben und einen hübschen Nesthügel gebaut. Mir gefällt das Becken so viel besser als mit einem Kunstnest. :)


      In die Nestkammern habe ich derzeit kaum Einblick, allerdings lässt der Proteinhunger einiges an Larven vermuten.

      LG, Phillip
      "Das Leben besteht aus vielen kleinen Münzen und wer sie aufzuheben versteht, hat ein Vermögen." (Jean Anouilh)
    • Guten Abend liebe Leut,

      tja bei meinen pilosula s geht es mal so und mal so. Derzeit sind es wieder mehr Tiere geworden um die 20 . Ich halte sie weiterhin in einem liegendem ytong Stein. Dass ganze im Becken drinnen. Abgedunkelt. und ca. 6 größere Kammern mit einem
      Wasser graben der ein bis zweimal die Woche befüllt wird. Sie sind in der tat gute Jäger und ich freue mich Ihnen zususehen. Ich suche ja immer wieder neue, alte Berichte oder aber auch Labor Projekte über diese Art. Sie sollen auch sehr gerne Spinnen annehmen. Der Versuch war auch erfolgreich nur muss ich selbst noch viel probieren welche Arten sie am liebsten mögen. Sonst gibt es derzeit einige Eier denke um die 20 Stück. Ein paar Larven 10 denke ich. Und einige Puppen. Leider ist es doch immer wieder so dass puppen vorzeitig geöffnet werden. Manche Brut Schübe gehen besser als andere.
      So dann mal zur Haltung: Tag Nacht zw- 22-27 grad. Nest feuchte zwei mal die Woche den Graben befüllen. Nahrung. Fliegen, Schaben , spinnen, ofenfischen. Und alles was ich draußen finde und testen kann. Gebe überwiegend lebend Futter. Hoffe es geht positiv weiter. Und ich darf euch wieder berichten. Oder aber gerne lese ich eure Berichte und lern was dazu.

      Gute Nacht bis bald
      LG
      M.123