Diskussionsthread zum Haltungsbericht Myrmecia mandibularis

    • Hey Markus. Das freut mich sehr, dass du diese wunderschönen Ameisen bei dir hast und dass du darüber berichtest. Wahnsinnig schöne Tiere! Ich habe die vor Jahren mal bei Gerhard gesehen und war begeistert.
      Ich wünsche dir viel Erfolg mit der Kolonie. Die Tiere sind bei dir in besten Händen.

      Langsam haben wir hier eine recht beachtliche Sammlung interessanter australischer Ameisen.

      LG, Frank.
    • Tolle Art, viel Erfolg Markus!

      Den Trick mit dem Lehm im Reagenzglas finde ich klasse, schaut gut aus und ist praktisch. Hab bisher Pappstücke reingetan, aber nach längerer Zeit fangen die an zu gammeln.

      Werde das jetzt für meine Iridomyrmex ausprobieren.
      "Das Leben besteht aus vielen kleinen Münzen und wer sie aufzuheben versteht, hat ein Vermögen." (Jean Anouilh)
    • Hallo Phillip,

      du kannst auch etwas Sand mit reinmischen wenn es etwas rauher sein soll.
      Ansonsten musst du nur aufpassen, dass du etwas Abstand zur Watte lässt. Ansonsten würde der Lehm ständig Wasser ziehen und nicht trocken werden.
      Dauert allerdings einige Tage bis das richtig trocken ist. Diese modifizierten Reagenzgläser sind halt nicht sofort verfügbar wenn es schnell gehen soll.
    • Mit Lehm bin ich immer etwas sparsamer im Nestbereich. Wenn er feucht wird, was man mit der Methode vermeiden kann, die Markus beschreibt, benutzen ihn die Ameisen mit Vorliebe dafür, die Glasscheibe zu zuschmieren. Was dann den Einblick in das Nest behindert.
      Sobald aber dann doch mal eine Feuchtigkeitsbrücke zwischen Lehm und Wassertank zB. im Reagenzglasnest entsteht, zB. durch von den Ameisen eingetragenen Sand, wird er Wasser ziehen. Hat man dann Ameisen, die gern etwas an der Inneneinrichtung basteln und graben im Nest, werden diese bald mit dem feuchten Lehm die Scheiben verdrecken.

      Lehem ist ein wunderbares, sehr ameisenfreundliches Substrat. Nur leider sehr hartnäckig an den Scheiben eines Beobachtungsnestes und dann u.U. sehr beeinträchtigend für den Nesteinblick.

      LG, Frank.
    • Dass du es schaffst, dass bei dir die Nesteinsicht so gut bleibt, erstaunt mich immer wieder, Frank.

      Meine Meisen tragen extra von draußen Lehm und Sand ins Nest, um alle Lücken zwischen Gipsnest und Scheibe abzudichten. Leider bleibt auch immer einiges direkt an der Scheibe kleben und das wird man natürlich nie wieder los.
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    • Kaum hatte ich gestern das Update eingestellt, haben die Ameisen zwei weitere Puppen entsorgt.

      Ich habe die Kokons vorsichtig aufgeschnitten um zu sehen ob ich irgendwelche Anhaltspunkt entdecken kann.
      Es waren in allen drei nur Larven, keine Puppen. Alle haben sich von der Kopfkapsel her dunkel verfärbt. Bei einer war dieser Prozess schon etwas weiter fortgeschritten und die Larve schon etwas matschiger.
      Bei der am frischesten aussehenden Larve entdeckte ich eine sich bewegende Milbe, wobei alle drei Larven mit kleinen Pünktchen bedeckt waren.
      Ich konnte allerdings nicht erkennen ob dies alles Milben waren. Es sah auch so aus, als ob tote Milben mit in den Kokons waren.
      Leider hätte ich ein Mikroskop benötigt um genaueres sagen zu können.

      Als ich die Ameisen von den Milben befreit habe, hatte ich auch die Larven durchgesehen und auch an diesen einige wenige Milben entdeckt. Alle die ich entdecken konnte, habe ich mit etwas Speiseöl und einem Zahnstocher versucht zu entfernen. Ich nehme aber nicht an, dass ich alle erwischt habe. Zumal ich die Larven ja nicht verletzen wollte.


      Nach wie vor gehe ich davon aus, dass es zu feucht im Nest ist/war und eventuell auch noch Milben die Larven/Puppen zusätzlich geschädigt haben.
      Wobei an den Ameisen selbst bisher keine Milben zu erkennen sind.

      Ich habe überlegt ob ich die Kolonie in ein sauberes Reagenzglas umziehen lassen und das Becken noch mal im Backofen sterileren sollte, habe mich aber dann doch dagegen entschieden.
      Allerdings habe ich eine kleine Reinigung vorgenommen.

      Da die Scheibe nur lose auf dem Nest liegt, konnte ich problemlos ins Nest gelangen. Die Ameisen sind auch relativ ruhig geblieben. Ich hab mit dem Staubsauger auf niedrigster Stufe die Müllkammer ausgesaugt. (Dabei wurden sie dann doch etwas nervöser) In der Kammer lagen noch zwei eindeutig kaputte Puppen und auch Reste von Futtertieren.
      Anschließend habe ich alle Kammern, mit Ausnahme der Kammer mit den Eiern, mit einem "probiotischen" Mittel beträufelt.
      Ich habe dieses Mittel nach der Entdeckung der Milben bestellt, da ich mit einem ähnlichen Mittel schon gute Erfahrung gegen Milben gemacht habe. Dieses Mittel jetzt ist eigentlich für die Hygiene von Bienenstöcken entwickelt worden. Da es auf Basis von fermentierten Kräutern und Mikroorganismen besteht, riecht es etwas strenger, was die Ameisen hoffentlich nicht zu sehr verwirrt.
      Am Schluß habe ich auch noch das gesamte Becken leicht damit eingesprüht. (Sicherheitshalber auch meine anderen Ameisenbecken.)

      Ich warte jetzt einfach ab, wie sich die nächst Brut entwickelt. Ansonsten werde ich das Nest möglichst trocken halten. Durch die Farbe bleibt die Feuchtigkeit scheinbar länger im Ytong als bei meinen anderen Nestern.

      Hoffentlich klappt es jetzt besser.
    • Oha Swagman,
      das hat ja quasi gerade so geklappt. Freut mit für dich dass die nächste Arbeiterin doch noch kam und hoffentlich geht es jetzt mit dem Haufen an Brut etwas zügiger weiter.
      Das heißt jetzt wohl abwarten und ähh, also ich als Student würde Bier trinken :thumbup:
      In meinem Urlaub war ich leider zur nördlich unterwegs sodass ich diese Art nicht beobachten konnte. Naja, nächstes Mal :D

      LG Nils
      "Ein Experte ist ein Mann, der hinterher genau sagen kann, warum seine Prognose nicht gestimmt hat" - Winston Churchill