Neoponera villosa Gründung

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    • Neoponera villosa Gründung

      Hallo Leute,
      seit kurzem habe ich bei mir eine Neoponera villosa Gyne, diese stammt aus Costa Rica und hat bisher noch keine Brut. Aktuell lebt sie in einem 30x20cm großen Becken was mit Lavasplit gefüllt ist und in das eine Kuhle geformt ist, die wiederum mit Kokoshumus ausgefüllt ist. Diese Kuhle ist von einer Scheibe abgedeckt und abgedunkelt. Das ganze ist auf etwa 24 Grad erwärmt und hat eine sehr hohe Luftfeuchtigkeit, eben den Bedingungen nachempfunden wo sie herstammt.
      Habt ihr noch Tipps zu dieser Art oder denkt ihr das Setup ist soweit gut geeignet? Da sie ja eigentlich nicht im Boden, sondern in Ästen oder anderem Totholz leben.

      Viele Grüße,
      Melvin

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Antkönig ()

    • Moin Melvin,

      ich habe selbst gerade eine Neoponera villosa Gyne in Gründung, meine ist allerdings aus Panama. Die starke Luftfeuchtigkeit muss der Brut nicht unbedingt gut tun. Kurz zum Hintergrund: Es sind bereits zwei Arbeiterinnen erfolgreich von der Gyne aufgezogen worden (Eine bei mir, Eine bekam ich mit). Konkret wären jetzt vier aktuelle Verpuppungen dran gewesen erfolgreich zu schlüpfen, allerdings war es bei mir jetzt in der Gründungskammer zu feucht und die neuen Arbeiterinnen konnten nicht schlüpfen. @Christian Ludwig hat mir dann den Tipp geben, dass er Neoponera villosa nicht feucht gründen lässt (damit ist nicht wüstentrocken gemeint). Meine Gyne wird das schon schaffen, hoffentlich hilft dir dies und du kannst den Fehler vermeiden: feucht in Maßen.

      Gruß, Olaf
    • Moin Melvin,

      ich habe die Gyne (wieder) in einem einfachen RG-Setup in einer kleinen Plastikbox, biete Invertzuckerlösung und alle zwei Tage eine frische Schabe an, wie bei Erhalt. Ich hatte die Gyne bereits mit ihrer ersten Arbeiterin in ihrem Formicarium angesiedelt, doch ging mir die Arbeiterin verloren und ich wollte die Gründung dann doch kontrollierter vollziehen. Grundsätzlich habe ich gute Erfahrungen mit recht natürlichen Gründungsverhältnissen gemacht, in diesem Fall weist mir mein Bauchgefühl interessanterweise einen anderen Weg. Ich vertraue da jetzt einfach mal drauf. ;)

      Gruß, Olaf
    • Hey Olaf,
      okay das hört sich sehr gut an, vielen Dank dir auf jeden Fall für die Tipps! Ich werde jetzt einfach mal die nächsten Tage noch ein Rg anbieten und falls sie das annimmt, werde ich die Haltungsparameter etwas verändern. :)
      Vielleicht wäre ja ein hohler Stock oder etwas dergleichen auch eine gute Möglichkeit diese Art zur Gründung zu bewegen. Mal sehen was sie so annimmt, aktuell sitzt sie zumindest nicht in der Erdkuhle so wie ich es gerne hätte.

      Viele Grüße,
      Melvin
    • Moin Melvin,

      gerne und deine Überlegungen sind richtig, dass sie keine Erdnester anlegen, sondern in Ästen und Totholz leben, unter Bromelien etc. Meine Gyne wurde in einer Cecropia gefunden. Das RG soll nur eine begrenzte Kammer simulieren, dies leistet deine Kuhle mit Kokoshumus und Abdeckung ebenso. Schau doch mal, wie sich deine Gyne verhält, wahrscheinlich musst du nichts ändern und nur geringfügig die Feuchtigkeit anpassen.

      Gruß, Olaf
    • Hey Olaf,
      tja wie es in der Ameisenhaltung so ist kann es manchmal ganz schnell gehen. Als ich heute Morgen in das Becken geschaut habe konnte die Gyne nur noch die beiden vorderen Beine bewegen. Keine Ahnung warum das so ist, aber Ich denke wenn ich nachher schaue wird sie nicht mehr leben.

      Ameisenhaltung ist und bleibt manchmal ein frustrierendes Hobby. :(

      Danke dir aber für die schnellen Tipps und mal sehen vielleicht komme ich nochmal in den Besitz einer so tollen Art.

      Viele Grüße,
      Melvin
    • Moin Melvin,

      das tut mir ja leid! Ja, es passieren auch mir immer wieder frustrierende Sachen in der Ameisenhaltung, da muß eine Fehleranalyse durchgeführt werden, um das Problem in der Zukunft vielleicht zu vermeiden und man sollte sich vor Augen führen, was alles positiv gelingt. Häufig ist nicht klar woran es gelegen hat. Kopf hoch!

      Gruß, Olaf
    • Hallo,

      ich bin mal so frei und teile meine Erfahrungen zu dem Thema. Vielleicht hilft es im nachhinein jemandem.

      N. Villosa sind in erster Linie Holz bewohnende Ameisen. Meine Gyne habe ich in einem großen RG gründen lassen. ca. 1/3 Wassertank, der rest mit einer zurecht geschnittenen Papprolle ausgekleidet. Die Haltung war konstant relativ trocken. Es gab Mehlwürmer, Fliegen und zu Beginn auch mal ne Schabe. Die Gründung verlief absolut unproblematisch.

      Später, in einem größeren Becken, haben meine N. villosa dann den Bodengrund besiedelt.. lag aber eher daran, dass es keine Alternativen gab.

      Meine Gyne stammt jedoch auch aus Texas. Dort kommen wohl auch Nester vor die mindestens teilweise in die Erde reichen.

      Bis zur ersten Arbeiterin bewohnte die Gyne ein kleines 10 x 20 CM Becken... Gibt Bilder in meinem alten HB.

      Schade, dass es nicht geklappt hat. Die Tiere sind wirklich außergewöhnlisch schön und haben ein spannendes Verhaltensrepertoire.

      Grüße
      Daniel