Tetraponera rufonigra

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Sorry ich bin’s nochmal:),

      ich wollte noch hinzufügen Dass es 3 Königinnen sind und 30 Arbeiter ca. Mit Brut in allen Stadien. Wie ich gelesen habe nehmen diese Tiere nur Honig Wasser und kein Zuckerwasser? Zu lesen ist auch eine erhöhte Temperatur im Nest? Das Nest muss evtl. Garnicht in Ästen sein, zu mindest habe ich schon ytong Stein Nester gesehen?

      Danke
      LG
    • Moin Sascha!

      Da hast du dich für interessante und schöne Tiere entschieden. Ich habe im März eine Kolonie von @dommsen geschenkt bekommen (Danke noch einmal!), die war bereits aus den Kinderschuhen und besaß sicherlich so ihre 60 Arbeiterinnen und massig Brut. Dominik erhielt sie als kleine Gründungskolonie im Juli 2017. Falls es bei der Gründung Herausforderungen gibt, so habe ich diese nicht selbst erlebt. Die Art lässt sich nach meiner Erfahrung recht einfach halten.

      Talkum funktioniert gut als Ausbruchsschutz. Verschiedene Schabenarten und Invertzucker werden bei mir gut angenommen. Honig habe ich nicht ausprobiert. Der Proteinbedarf erscheint mir im Vergleich zu den südafrikanischen Tetraponera-Arten (T. schulthessi und T. natalensis) eher gering, obwohl sie stetig Brut aufziehen. Die Tiere bewohnen bei mir eine Korkröhre. Sie bewegen sich auch auf dem Bodengrund, graben habe ich sie nie sehen. Zu anderen Unterbringungen, wie z.B. Ytong, kann ich dir leider nichts sagen. In jedem Fall brauchen sie Gelegenheiten zum Klettern. Das Nest, also die Korkröhre, wird nur durch die Zimmertemperatur erwärmt. Es besteht keine zusätzliche Wärmequelle.

      Falls du noch weitere Fragen hast, dann stelle sie gern!

      Gruß, Olaf
    • Moin Sascha,

      die Eingänge sind in der Tat gerade so groß, dass eine Arbeiterin hindurch kommt. Futtertiere werden vor Ort gefressen und zerkleinert. Manchmal wird ein Futtertier ein Stück in Richtung Nest mitgenommen, kann aber aber nicht in Gänze in das Nest eingebracht werden, wie du richtig feststellst. Bei meinen T. schulthessi konnte ich beobachten, dass sie das Stück des Futtertiers noch einmal in der Größe anpassen, wenn es nicht in die kleine Öffnung des Nests (sie bewohnen bei mir Bambusstangen) passt.

      Gern kann ich mal einen kleinen Beitrag mit Bildern in meinem Exotische-Ameisen-Thread posten. Hier sind die Bilder, die ich bisher hochgeladen habe:

      Gruß, Olaf
    • Hi Olaf,

      was mich etwas verwundert das es auch mehrere Königinnen gibt. Ich habe gelesen dass eine normal eigentlich ist? Naja mal sehen was lebend ankommt. Hoffentlich macht der Zoll mir keinen Strich durch die Rechnung:(. Hast du da Erfahrung? Was ich nicht erzählt habe: ich habe schon seit Monaten eine kleine Kolonie von denen. Nur die wollen nicht so richtig. Immer wieder mal ein Ei oder eine Larve. Aber Futter nehmen sie nichts an und trinken seh ich sie auch nie. Evtl. Schon zu alt oder zusammen gesetzte Tiere vermute ich vielleicht. Was denkst du darüber?
      Danke.
      LG
      Sascha
    • Moin Sascha,

      ich versuche meine Ameisen hier in Deutschland zu bekommen. Meine australische Bestellung aus dem letzten Jahr wurde beschlagnahmt und ohne meine Einwilligung zurück gesendet. Man hat mich seitens des Zolls lediglich über den Vorgang informiert und ich hatte keinen Einfluss auf den Ablauf gehabt. Die Tiere taten mir leid. Das möchte ich nicht noch einmal wiederholen. Den Thread dazu kennst du ja: Importprobleme

      Nachdem ich im letzten Jahr auch richtig schlechte Erfahrungen mit dem Versand von Ameisen gemacht habe, ist auch das eigene Abholen und Transportieren von anfälligen Tieren mehr in meinen Fokus gerückt. Aber auch dieser Transport mit der Bahn ist für die Tiere Stress, ohne wird es kaum gehen. Mit dem professionellen Tierversand habe ich überhaupt die bescheidenste Erfahrung gemacht, echt mies, aber ich habe es deshalb auch kein weiteres Mal ausprobiert und kann mir abschließend keine Meinung dazu erlauben, ich möchte diesbezüglich auch keinen falschen Eindruck erwecken.

      Zu der T. rufonigra Kolonie, die du seit einiger Zeit pflegst, kann ich leider wenig sagen. Manchmal klappt es nicht und es ist schwer herauszufinden, woran es liegt. Dieses Phänomen kennst du sicherlich ebenfalls. Ich würde weiterhin füttern und für Ruhe sorgen, also wenig stören. Den Koloniestart habe ich auch schon holprig erlebt, aber solange es zwei Schritte vorwärts und ein Schritt rückwärts geht, kommt man voran. Sobald es dann erst einmal mehr als zehn Arbeiterinnen gegeben hat, ging es eigentlich immer steil bergauf bei mir. Ich drücke dir für die Tiere die Daumen! Ich habe in drei Sommern als Versuch jeweils zehn (+/-) L. niger Königinnen bei mir gründen lassen. Mit dem Ergebnis, dass es jeweils ein oder zwei Königinnen gab, die besonders produktiv waren. Ebenfalls gab es immer weniger-produktive Königinnen, aber das Mittelfeld war am stärksten ausgeprägt. Die Königin, die den heftigsten Start hingelegt hat, ist kurz vor dem Schlüpfen der ersten Pygmäen selbst verstorben, was nur einmal bei meinen Versuchen vorkam. Die Gründung gelang allen anderen Königinnen. Die Ergebnisse sind natürlich nicht repräsentativ und gelten wenn überhaupt nur für L. niger im norddeutschen Raum. Vielleicht hast du eine weniger-produktive Königin bei deiner ersten T. rufonigra Kolonie erwischt.

      Zu den drei Königinnen kann ich dir nur sagen, dass mich das irritiert. Ich bekam kürzlichst eine monogyne Ameisenart aus Asien zugesandt: zwei Königinnen und acht oder neun Arbeiterinnen. Vielleicht hätte ich bei Erhalt trennen sollen, aber im Nachhinein ist man immer schlauer. Ergebnis war, dass eine Königin nach einer Woche verschwunden und die Arbeiterinnenanzahl auf drei Tiere geschrumpft war. Ob jetzt die verbleibende Gyne begattet ist, ist unklar.

      Gruß, Olaf
    • Hallo :(,

      leider ist mein Paket mit den Tetraponera noch in Frankfurt. Laut Dhl soll es Montag zugestellt werden. Also 7 Tage unterwegs,
      ob sie dass überleben oder Schaden davon tragen ? Ich hoffe nicht. Der Händler aus Thailand ist zumindest nicht wirklich an Kunden Zufriedenheit interessiert! Er meinte seine Pflicht ist erledigt bei der Abgabe des Pakets. Solche Händler habe ich noch nicht kennengelernt. War mir eine Lehre. Empfehlung bekommt er auf keinen Fall von mir. Jetzt heißt es hoffen und bangen.
      LG
      Sascha
    • Hallo Olaf,

      dank dir für das gute zureden:). Mehr als abwarten bleibt mir ja nicht übrig. Der Versand läuft über EMS oder so ähnlich. Hoffe die Stellen des Päckchen wenn ich nicht da bin in die Garage rein. Zettel hab ich an die Türe gemacht. Invertzucker hab ich schon bestellt.
      Misch Verhältnis 50:50 müsste gehen oder?
      Ich werde versuchen Heimchen, Schokoschaben, und was ich so draußen finde zu füttern.
      LG
      Sascha
    • Guten Morgen Olaf,

      sie haben den ytong Stein angenommen. Habe 3-4 mal alles umgebaut und neue Anschlüsse gemacht und zum Glück hat es zuletzt dann endlich geklappt. Weil vorher wollten sie nicht einziehen waren nur im Auslauf Bereich. Hast du schon mal an deinen Larven tote Futtertiere oder Teile davon gesehen? Egal welche Videos oder Berichte ich gesehen habe , nie sah ich die Larven fressen.
      Nacht
      LG
      Sascha
    • Moin Sascha,

      es freut mich, dass die Tiere gut bei dir angekommen sind! Für ein paar Monate hatte ich die Zeit das Nestgeschehen zu beobachten, bevor dann die Kolonie ganz in die Korkröhre eingezogen ist. Beim Fressen habe ich die Larven nicht beobachten können.

      Viel Spaß mit der Kolonie und berichte doch mal über die drei Königinnen, das würde mich interessieren.

      Gruß, Olaf
    • Morgen Olaf,

      na klar gerne :). Es sind wie gesagt drei Königinnen und sie scheinen sich zu mögen. Sitzen immer alle beieinander, eine Hierarchie unter ihnen konnte ich nicht feststellen. Ich werde sie auch zusammen lassen auch wenn ich etwas bedenklich bin. Evtl. Bekommen sie so schneller Nachwuchs. Der Gaster ist bei allen gleich und ohne nennenswerte Schwellung. Mit der Nahrungszufuhr bin ich nicht im Klaren. Was man so liest haben Tetraponera oft keine Fleisch Nahrung im Nest. Also wird ihr Bedarf anderweitig geklärt.
      Naja abwarten und Tee trinken.

      LG
      Sascha
    • Mahlzeit:),

      was ich mit Sicherheit sagen kann ist fremde Königinnen lassen sich bei dieser Art zusammenführen. Ich habe eine ältere Königin der neuen Kolonie hinzugefügt. Diese hatte sich nicht mehr entwickelt, vielleicht hat sie so mehr Chancen. Da die Arbeiterinnen Zahl auch höher ist. Diese Ameisen sind wohl nicht so verbreitet in der Haltung, da es außer Olaf keinen mehr gab der sich meldete?

      LG
      Sascha
    • Guten Abend,

      so ruhig hier geworden schade. Aber es geht langsam dem Winter entgegen dass wird der Grund sein. Denk ich, oder ist jemand anderer Meinung?
      Zu meinen Tetraponera‘s :
      Geht Ihnen gut. Nehmen viel Wasser an, am Invertzucker sieht man sie weniger.
      Proteine gibt es Schaben, Heimchen, Mehlwürmer. Was auch recht gut angenommen wird. Sie zerlegen die Tiere Vorort und tragen es so duch dass enge Loch vom Nesteingang. Nest is ein Ytongstein der tagsüber mit einer Wärme Lampe erwärmt wird. Nachts Zimmertemperatur bei 22-24 grad. Nest ist komplett trocken, Verluste so gut wie keine.
      Die vier Königinnen leben alle noch zusammen.
      Die Gaster der vier Königinnen werden nach und nach praller. Freut mich dass es bei allen so ist und nicht nur eine davon.
      Bei der jagt nach Futtertieren Kommt oft der Stachel zum Einsatz. Dieser ist denke ich doch sehr effektiv. Für den Menschen evtl. auch gefährlich. Jemand Informationen darüber?
      Graben sehe ich sie auch des Öfteren im Futterbecken, obwohl sie Baumbewohner sind.
      Dass jetzige Nest und Becken ist sehr klein. Wenn sich die Kolonie entwickelt kommen sie in ein großes Becken 60x30. Dass Nest wird dann außen mit einem Schlauch verbunden, den Schlauch möchte ich länger lassen um Ihnen mehr Spielraum zu geben. Hoffe dass so eine Art dass auch abhaben kann.
      Wer hat alles Tetraponera, also nicht nur rufonigra, wie leben sie bei euch? Gibt es größere Arten?
      So dann hoff ich mal auf eine rege Beteiligung .
      Danke
      LG
      Sascha
    • Moin Sascha,

      ich glaube T. rufonigra ist schon eine der größten Arten wirklich. :)

      Die Kolonien müssen echt groß werden, ich habe sie in Malaysia beobachtet, meist in bebautem Gebiet und teilweise hatten sie lange Straßen auf Mauern oder Ähnlichem entlang - nicht so eng belaufen wie bei anderen Ameisenarten, aber doch einiges an Tieren, die in einem großen Gebiet fouragierten.

      Wir haben damals oben auf einem Fernsehturm eine Königin gefunden, die aber leider die Gründung nicht geschafft hat. Ich habe die Art dann nicht gehalten danach.

      LG, Phillip
      "Das Leben besteht aus vielen kleinen Münzen und wer sie aufzuheben versteht, hat ein Vermögen." (Jean Anouilh)