Myrmecia forficata

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    • Myrmecia forficata

      Hallo Freunde,

      ich habe seit nun ca. 3 Monaten eine Gyne dieser Art bei mir. Doch gründen, will Sich nicht so wirklich. Vielleicht hat ja jemande in paar Tips oder Hinweise für mich, wie ich die kleine dazu bewegen kann endlich Eier zu legen. Denn außer zu futtern und durch das Becken zu streifen, macht Sie eigentlich nichts.

      Zur Zeit hat Sie einen mehr oder weniger festen Tag-Nacht-Zyklus. Tagsüber reichen die Temperaturen bis maximal 31C° und nachts eigentlich nie unter 20C°. Normalerweise wird es tags nicht wärmer als 29C°.

      Als Futter bekommt Sie Zuckerwasser mit Invertzucker. Was Sie offensichtlich sehr gern schlürft. Als Protein werden eigentlich nur unsere heimischen Fluginsekten akzeptiert. Hier auch etwas größere Schneider und sehr große Motten. Die sonst so beliebten Schoko-Schaben mag sie garnicht.

      Als Nest biete ich ihr ein RG-nest an, welches aber eher als Tränke fungiert und einen Ytoong-Stein mit 2 Kammern. Es gibt eine feuchtere Kammer, in der Sich die Gyne eigentlich fast ständig aufhält, und eine komplett trockene. Der Stein wurde damals unmittelbar nach dem entecken bezogen. Ich denke hier fühlt Sie sich aktuell recht wohl. Die Möglichkeit sich selber ein Nest anzulegen habe ich Ihr bisher nicht gegeben, steht aber definitiv zur Debatte. Denn so lange Sie keine Anstalten macht zu gründen, stimmt ja offensichtlich etwas nicht.

      Also dann, Was denkt ihr sollte ich Ändern? Das Verbreitungsgebiet der Inchman ist ja nicht gerade klein. Und das Klima hier reicht im grunde an unsere Mitteleuropäisches Klima heran. Wobei die Winter wohl etwas wämer und kürzer sind. So wie die Sommer heißer und trockener.

      Die Kleine stammt übrigens aus Victoria. Woher genau, kann ich nicht mehr eruieren.

      Greetz
      Daniel
    • Hallo Daniel,

      wenn überhaupt würde ich tagsüber mit der Temperatur etwas runter gehen. Kann sein, muss aber nicht, dass zu hohen Temperaturen den Gründungstrieb dämpfen.
      Das Klima kommt schon so hin wie du geschrieben hat, allerdings wäre für uns Ameisenhalter das Mikroklima, welches die gehaltene Art bevorzugt, wesentlich bedeutsamer.

      Auf dieser Seite (AntWeb) gibt es genauere Angaben zum Verbreitungsgebiet (Karte) und zu den Habitaten in welchen Exemplare gesammelt/gefunden wurden.
      Daraus lässt sich vielleicht ableiten welches Mikroklima eher geeignet ist. Sie scheinen ein maritim geprägtes Klima (feuchter und etwas milder) zu bevorzugen, insbesondere da die Art auch auf Tasmanien recht verbreitet ist.


      Allerdings ist es meiner Erfahrung nach mit Arten dieser Gattung meist ein schlechtes Zeichen wenn sich so lange nichts tut.
      Hoffe dennoch das Beste für dich und deine Ameise.

      Liebe Grüße und schöne Feiertage,
      Markus
    • Hallo Markus,

      vielen Dank erstmal für die Antwort.

      Ich habe also noch am selben Tag Deiner Antwort die zusätzliche Heizfolie ausgeschaltet. Dadurch ist die Temperatur insgesamt um ca. 2 C° niedriger und das Temperaturgefälle im Terrarium etwas höher.

      Da ich von der Kleinen schon ein paar Tage nichts mehr gesehen habe, habe ich also beim wässern des Nest einen Blick hinein geworfen. Und was sehe ich da? Eine Hand voll kleiner, sehr heller Kügelchen. Für Ameisen-Verhältnisse garnicht mal so kleine Kügelchen. Mit anderen Worten, die ersten Eier! Genau gezählt habe ich nicht, ich wollte nicht zu sehr stören. Es waren ca. 7 - 10 Eier.

      Von nun an gibt es also erstmal garkeine Störung mehr meiner seits.. nur reichlich Futter.

      Also dann, drückt mir die Daumen, dass wenigstens ein oder zwei durchkommen.. und das Sie nicht männlich werden! Falls es klappt, werde ich in zwei bis drei Monaten Bescheid geben. :sonne:

      Markus, vielen Dank nochmal für den Hinweis, offensichtlich war es der Kleinen echt zu warm. Da habe ich wohl das Wärmebedürfnis ein wenig überschätzt.


      so long
      Daniel
    • Hallöchen zusammen,

      nach einem Monat melde ich mal einen Zwischenstand. Heute Habe ich der Kleinen ein wenige feuchte Sand-Lehm-Mischung zur Verfügung gestellt, da ich die letzten zwei Tage vermehrt beobachten konnte, wie kleine Steinchen eingetragen wurden. Der Sand im Becken an sich ist staub trocken und daher auch für die Gyne nicht zu transportieren. Mit dem feuchten bindigen Gemisch hat Sie also etwas zum bauen.

      Die Gunst der Stunde nutzte ich und warf einen Blick ins Nest. 6 Larven sind zu sehen gewesen, eine etwas größere, der Rest noch ganz klein. Also alle nur ein paar Tage alt :).

      Jetzt muss ich nur noch etwas finden, dass die Kleine als Futter einträgt. Mehlwürmer und Schokoschaben werden sofort entsorgt.. Morgen gibt es Heimchen und wenn das nichts hilft müssen Fliegen o.ä. her. Fluginsekten hat Sie in jeder Form sofort verputzt. Vielleicht ändert sich das ja jetzt auch mit hungrigen Larven. Ist ja häufig so.

      Also lassen sich, wie schon vermutet, gut 3 - 4 Wochen als Entwicklungszeit vom Ei bis zur Larve festhalten. Ich bin gespannt wie es weiter geht. Vermutlich wieder ca. 3 - 4 Wochen bis zur Puppe :beach:
      Cheers
      Daniel